<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506</id><updated>2012-01-31T12:15:58.039+01:00</updated><category term='iranelection'/><category term='gr88'/><title type='text'>Wüstenhagener Tagebuch</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>297</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8693328830939605209</id><published>2012-01-30T16:00:00.003+01:00</published><updated>2012-01-30T17:47:51.521+01:00</updated><title type='text'>Abschied, und ein Traum</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-xWJ0ugeqge0/TyUBAUd2nMI/AAAAAAAAB_8/KS-z0tqn1gw/s1600/a-regenbogen2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="216" src="http://2.bp.blogspot.com/-xWJ0ugeqge0/TyUBAUd2nMI/AAAAAAAAB_8/KS-z0tqn1gw/s320/a-regenbogen2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Am letzten Tag sehen wir staunend einen riesigen Regenbogen, der sich von der Jerusalemer Altstadt über den Ölberg bis in die judäische Wüste wölbt. Zunächst endete er nach links genau auf der im Schatten liegenden Kuppel des Felsendoms (Bild links) , dann, als die Wolken sich weiter verzogen, wanderte er ein wenig nach rechts und korrespondierte wunderbar mit dem jetzt hell glänzenden Gold der Rundung (Bild weiter unten), unter der sich der nackte Fels befindet, von dem aus nach muslimischem Glauben der Prophet Mohammed für eine Nacht in den Himmel entrückt wurde. Die Juden vermuten den alten Platz des Allerheiligsten hier, alle drei Religionen des Buches nehmen an, dass ihr gemeinsamer Stammvater Abrahams hier das in letzter Sekunde verhinderte Opfer seines Sohnes Isaak vollziehen wollte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Mittlerweile sind wir wieder sicher in Deutschland angekommen und haben es uns in unserem Haus warm und bequem gemacht. Nach zehn Tagen Leben aus dem Koffer setzt auch im schönsten Urlaubsland das Heimweh ein – nach der eigenen Dusche, nach der größeren Auswahl an Schuhen, die einem zuhause die rechte Einstellung auf das mißliche Wetter erleichtern, nach Brot und Wein der Heimat, nach der Sicherheit, in der eigenen Sprache leben zu dürfen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Über die eigentlichen Höhepunkte der Reise habe ich wenig erzählt – das waren die Begegnungen mit zwei israelischen Ehepaaren, mit einer palästinensischen Familie und am Samstag, unter dem Regenbogen, mit zwei deutschen Freunden, die in Jerusalem arbeiten. Ihnen allen möchte ich nicht das Gefühl geben, dass ich ihre persönlichen Meinungen und Einschätzungen einfach so ins Internet stelle. Ich habe aber sehr genau zugehört und einiges ohne Namensnennung in meine Berichte einfliessen lassen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-r9JQwBJrnTY/TyUBaT81_4I/AAAAAAAACAE/52idLKKFl-w/s1600/a-regenbogen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="241" src="http://3.bp.blogspot.com/-r9JQwBJrnTY/TyUBaT81_4I/AAAAAAAACAE/52idLKKFl-w/s320/a-regenbogen.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das Schicksal Palästinas bewegt alle. Alle kennen die vielen Detailprobleme genau, die sich einem Frieden hierzulande in den Weg stellen. Das kann depressiv stimmen, und trotzdem bin ich mit einer Art von Traum im Kopf nach Deutschland zurückgekehrt.&amp;nbsp; Es ist mein eigener, privater Traum, und er beginnt vor dem Hintergrund meiner unmittelbaren Anschauung von dem, was Palästina in der Realität heißt, nämlich relative Armut und Rückständigkeit, auch vielfach Unordnung. Verglichen damit&amp;nbsp;erscheinen mir die Probleme etwa der Grenzziehung zu einem erstmals in der Geschichte einzurichtenden palästinensischen Staat eher zweitrangig, obwohl sie gerade bei den in dieser Woche erstmals seit langem wieder aufgenommenen Friedensgesprächen das erste Thema waren. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Palästina braucht nach meinem Eindruck menschliche Zuwendung und alles ,was daraus folgt, es braucht humanitäre Hilfe,&amp;nbsp;einen Ausbau alles dessen, was man als „Infrastruktur“ bezeichnet, es braucht die Würde desjenigen, der für sich selbst die ordnenden Voraussetzungen dafür schafft, sich zu entwickeln.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Auf den ersten Metern im Taxi hinein in das Gebiet der Palästinenser habe ich an die Worte eines deutsch-türkischen Freudes gedacht, der mir Grüße aufgetragen hatte "für die israelischen Freunde und für die palästinensischen Brüder". Mir war sofort klar, dass diese Worte hier vor Ort ihre Gültigkeit verloren, denn als Bruder wäre der Türke hier und würde helfen. Er ist kein Bruder, er ist im besten Fall ein Freund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und hier begann nun auch mein Traum: der eigentliche Bruder der Palästinenser, der einzige, der hier wirksam helfen kann, der wie kein anderer in der Welt wichtig für Palästina ist, der nah ist und blutsverwandt ist - das ist Israel. Leider hat dieser große Bruder hat den kleinen, benachteiligten und deshalb aufsässigen Bruder zu lange unten gehalten, unfrei und ohne eigene Rechte. Kann es ihm trotzdem gelingen zu sagen: lass uns wie Brüder leben, und ich werde dir aus meinem Reichtum helfen, deine Straßen neu zu bauen, dein Wassersystem weiter zu unterhalten (das derzeit praktisch vom großen Bruder allein betrieben wird), deine Kinder auf meinen Universitäten studieren zu lassen, deine Kranken zu behandeln, deine Wirtschaft mit meiner zu verbinden?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Palästina kann diese Bruderhilfe nach meinem Verständnis einfordern, es kann sich auf die Thora berufen, auf die alte abrahamitische Verheißung und Verpflichtung, wonach Israel ein Segen sein soll, ein Segen für die anderen Völker. Die Juden sind seit ältesten Zeiten überall da ein Segen gewesen, wo sie Persönlichkeiten hervorgebracht haben, die hinter den Kulissen eines fremden Staates die Regierenden unterstützt haben wie Joseph den Pharao. Könnte auch das unabhängige Palästina einen Joseph bekommen, der diesmal nicht nur berät, sondern der den Reichtum des eigenen Landes für den armen Bruder nutzbar macht?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In Jerusalem ist in den letzten Jahren viel gebaut worden. Um Teile der Altstadt führt eine schöne neue Promenade, eine hypermoderne Straßenbahn hält seit wenigen Monaten vor dem Damaskustor des muslimischen Viertels und fährt weit in arabische Gebiete hinein. Die Palästinenser möchten Teile dieser Gebiete zurück erhalten, und der erschrockene Tourist denkt angesichts der Unordnung, die er in Palästina erlebt hat: dann komme ich nie wieder hierhin! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Viele werden so denken, möglicherweise auch viele Palästinenser, auch deshalb erscheint mir eine humanitäre Lösung des Problems wichtiger zu sein als der Austausch von Siedlungsgebieten. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;An einem Staat für die Palästinenser führt dabei kein Weg vorbei, die Situation der halb staatenlosen Menschen in Palästina ist unwürdig. Aber es muß parallel dazu Aufbauhilfe kommen, und die kann am besten Israel leisten, vorausgesetzt, dass es einen in der Geschichte einmaligen Brüderbund mit Palästina schließt. In Jerusalem ist vieles einmalig und erstmalig gewesen – warum nicht auch dieser Bund? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das Wort Schalom / Salam erklingt hier Tag für Tag hunderttausendfach. Man &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;wünscht sich, dass es nicht nur einen Klang hat sondern bald auch einen realen Körper, so dass man eines Tages &lt;em&gt;die Füße der Boten preisen &lt;/em&gt;kann, die Frieden verkünden, wie es in Nahum 2,1 heißt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8693328830939605209?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8693328830939605209/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8693328830939605209' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8693328830939605209'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8693328830939605209'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/abschied.html' title='Abschied, und ein Traum'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-xWJ0ugeqge0/TyUBAUd2nMI/AAAAAAAAB_8/KS-z0tqn1gw/s72-c/a-regenbogen2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1320133038239986945</id><published>2012-01-29T08:30:00.000+01:00</published><updated>2012-01-29T08:48:24.017+01:00</updated><title type='text'>Sprache</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-RZ6d9QJEB1M/TyOxdhMxaZI/AAAAAAAAB_0/Jz8RYg1dVC0/s1600/a-aufzug2.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-RZ6d9QJEB1M/TyOxdhMxaZI/AAAAAAAAB_0/Jz8RYg1dVC0/s320/a-aufzug2.jpg" width="234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dass ich vor sieben Jahren an der kirchlichen Hochschule in Wuppertal einen Kurs in biblischem Hebräisch absolvieren durfte, sehe ich als einen tiefen, mich glücklich machenden Einschnitt in meinem Leben an. Leider muss ich allerdings sagen, dass meine Kenntnisse hier in Israel gar nicht so sehr helfen, denn die meisten Straßenschilder wiederholen den Inhalt auch in lateinischen Buchstaben (und immer auch in arabischen), die Speisekarten und vieles andere mehr sind mehrsprachig – und wenn dann doch einmal ein Geldautomat ausschließlich hebräische Buchstaben auf den Bildschirm bringt, dann hilft mir mein „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ auch nicht weiter.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Allerdings verleitet es mich beständig zu kleinen Übersetzungsspielen – etwa beim Warten auf den Aufzug, der offenkundig &lt;em&gt;Ma-alit&lt;/em&gt; heißt, wie ich feststelle.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Ich erkenne das „al“ in der Mitte des Wortes, welches „hoch“ oder „hinauf“ heißt, in &lt;em&gt;El Al&lt;/em&gt; der Fluggesellschaft steckt es, die einen hoch hinauf an den Himmel bringt, und in dem schönen Wort &lt;em&gt;aliya&lt;/em&gt;, welches das Hinaufgehen bezeichnet – hinauf nach Jerusalem oder heute allgemein hinauf nach Israel, wo man als Einwanderer etwa sagt, „ich habe 1987 Aliya gemacht“. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Mein Aufzug ist ein „Hinaufer“ oder „Hocher“, das „ma“ zu Beginn bezeichnet bei vielen hebräischen und auch arabischen Worten den Ort eines Geschehens oder die Tatsache, dass etwas geschieht, das „it“ am Ende wohl so etwas wie das „or“ in elevator. Das deutsche Wort „Aufzug“ enthält die weitere Information, dass man gezogen wird, das Hebräische ist kürzer – und vermutlich unpräziser, denn auch ein einfaches Seil kann ja wohl ein „Hinaufer“ sein, denke ich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Aber ich denke vermutlich falsch. Das merke ich als ich in Yad Vashem auf der Straße der Gerechten unter den Nationen, auf der unter anderen auch Oskar Schindler eine Erinnerung erhalten hat, den Namen C&lt;em&gt;hassidim&lt;/em&gt; für „Gerechte“ finde („righteous among the nations“ steht hier in englisch). Ich hatte das &lt;em&gt;Zaddiqim&lt;/em&gt; erwartet, das in Martin Bubers erzählungen so oft vorkommt, bin mir des Gelesenen nicht sicher und frage an einem Informationsstand nach, wie es genau heißt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ja, bestätigt eine kleine energische Museumsführerin, &lt;em&gt;Chassidim&lt;/em&gt; sei richtig. Also – frage ich – dasselbe Wort wie für die fromme chassidische Bewegung? Nein, sagt die Dame mit großem Nachdruck, das sei etwas vollkommen Anderes, das eine sei eine religiöse Bewegung, und hier das seien Gerechte. Nun weiß ich aus einem langen Artikel von Martin Buber, dass der Konsonantenstamm &lt;em&gt;ch-s-d &lt;/em&gt;die Huld die Treue bezeichnen, die ein Untertan seinem König schuldet, und die dieser in abgewandelter Form von ihm zurückerhält. &lt;em&gt;Chassiden&lt;/em&gt; wie Oskar Schindler würden zu diesem Verständnis passen, da sie etwas Höherem, hier den Prinzipien der Menschlichkeit treu geblieben sind. Aber die Dame verweigert mir mit rollenden Augen jeden Bezug zwischen dem einen und dem anderen Begriff. Dabei ist es nun wirklich dasselbe Wort.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Offenbar lesen die Juden ihre Worte ganz stark aus deren Zusammenhang. Das macht es ihnen überhaupt erst möglich, alle Worte als reine Konsonantenfolgen zu schreiben und in den allermeisten Fällen, die in der Bibel (auch in dem im jüdischen Gottesdienst im Gebrauch befindlichen Tanach) hilfsweise als Punkte beigefügten Vokale, wegzulassen. Unsere Kanzlerin heißt hier Mrkl, und ob sie Murkel, Morkel oder Merkel gesprochen wird, das muß man nicht lesen, das muss man wissen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Entsprechend bleiben meine zweimaligen Ansätze, bei einem Gesprächspartner das Geheimnis des kleinen Wortes &lt;em&gt;an&lt;/em&gt; oder &lt;em&gt;ani &lt;/em&gt;zu klären, ergebnislos. Es heißt „elend“ aber auch „sanftmütig“, und bereits die erste Übersetzung des Tanach, des Alten Testamentes hat die Doppelbedeutung nicht in die neue Sprache (griechisch, 200 vor Christus) hinüberbringen können und hat entweder das eine oder das andere übersetzt. Ja, sagen die Israelis, das kann beides heißen. Aber wie man das entscheidet, das kann mir keiner erklären. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe mit dem Eintritt in diese neue Sprache offenbar ein Tor geöffnet, hinter dem sich sieben weitere verbergen. Wohlan, laßt uns mutig weiter schreiten und Fragen stellen!&amp;nbsp;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1320133038239986945?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1320133038239986945/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1320133038239986945' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1320133038239986945'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1320133038239986945'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/sprache.html' title='Sprache'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-RZ6d9QJEB1M/TyOxdhMxaZI/AAAAAAAAB_0/Jz8RYg1dVC0/s72-c/a-aufzug2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3866806090199593314</id><published>2012-01-28T08:00:00.003+01:00</published><updated>2012-01-28T09:39:16.083+01:00</updated><title type='text'>Rabbi Teitelbaum</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-YCK1lj5iDLQ/TyL85qMBjGI/AAAAAAAAB_s/qh0Mex6vMCQ/s1600/Orthodoxe+Internet.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="196" src="http://3.bp.blogspot.com/-YCK1lj5iDLQ/TyL85qMBjGI/AAAAAAAAB_s/qh0Mex6vMCQ/s320/Orthodoxe+Internet.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das nebenstehende Foto zwier orthodoxen Juden habe ich aus dem Internet. Im Gegensatz zu allen anderen Bildern hier in der Israel-Serie habe ich kein Bild dieser Art selbst aufgenommen, obwohl es Gelegenheiten genug gab, einen der schwarzgekleideten Herren zu fotografieren. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Ich bezeichne sie respektvoll für mich selbst als &lt;em&gt;Rabbi Teitelbaum &lt;/em&gt;und würde es nie wagen, das Auge einer Kamera direkt auf sie zu richten. Vermutlich würden Sie nicht einmal etwas dagegen sagen, aber ich möchte die Aura des Besonderen, die sie umgibt, nicht stören.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Sie würden an allen Orten der Welt und nicht nur hier in Jerusalem allein durch die Farben ihrer Kleidung auffallen – die schwarzen Hosen und weißen Hemden, in denen man sie an heißen Tagen sieht, wirken feierlich, weisen den Träger als jemanden aus, der sich zu einem besonderen Anlaß angezogen hat. Die Orthodoxen, die in der Regel auch einen schwarzen Mantel&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und einen hohen schwarzen Hut mit breiter Krempe tragen, scheinen zu sagen: unser Leben ist in seiner Gesamtheit ein besonderer Anlaß, deshalb kleiden wir uns immer entsprechend.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Niemals bekommt man Augenkontakt mit ihnen, ihr Blick ist streng nach vorne gerichtet und sagt offenbar: wir sind nicht nicht nur zu einem besonderen Anlaß unterwegs, wir haben auch keine Zeit zu verlieren. Sie gehen immer sehr schnell und zielgerichtet, dabei meist kerzengereade und mit viel "Körperspannung", wie man im Sport sagen würde, sie tragen praktische und gleichzeitig irgendwie amtlich wirkende Umhängetaschen und oft auch einen geschlossenen Regenschirm. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Unerklärlich ist mir, wie sie ihre Hüte am Kopf befestigen, denn diese sitzen in der Regel sehr hoch und sind oft auch extrem geneigt, weshalb sie&amp;nbsp;&amp;nbsp;hinten entsprechend schmal auf der Kopfhaut aufliegen, oft ergänzt durch die darunter noch halb sichtbare Kippa, welche die Konstruktion irgendwie, man weiß es nicht, zu halten scheint. Gestern sah ich sie zum Beginn des Sabbats zur Klagemauer kommen, in strömendem Regen, gegen den sie ihre Hüte entweder mit Plastiküberzügen schützten oder – feiner noch – mit riesigen &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Kapuzen, welche die Hüte mit einschlossen. Diese wirkten wie maßgeschneidert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ob sie einem Beruf nachgehen? Oft haben sie ihr Handy am Ohr, was aber auch für den Rest der Bevölkerung gilt, etwa 50% Dauertelefonierer schätze ich hier. Sie gehen daher wie Notare, Wirtschaftsprüfer oder Kunsthändler, aber da viele Orthodoxe keinen Wehrdienst leisten wollen und ohne diesen zu vielen Berufen nicht zugelassen sind, wird es auch viele unter ihnen geben, die auf Staatskosten leben. Bei denen ist aber dann natürlich vollkommen unklar, warum sie so schnell und zielstrebig gehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Immer wieder fällt mir bei ihrem Anblick eine Geschichte von Isaac B. Singer ein. Darin entdeckt ein liberaler New Yorker Jude seinen Glauben wieder und beschließt, in Israel ein neues, frommes Leben zu beginnen. Auf dem Nachtflug nach Rom erliegt er der Versuchung, sich mit der neben ihm sitzenden fremden Frau auf ein erotisches Abenteuer einzulassen. Unter Wolldecken und im Schutze der Nacht kommt es zu ungeschickten und unbefriedigenden sexuellen Handlungen, und als der Morgen graut, wird dem Juden das ganze frustrierende Ausmaß seines Versagens klar. Gerade in diesem Moment kommt ein weiterer Jude den Gang entlang – anders als der erste an seiner Kleidung und seiner Kippa klar als frommer Jude zu erkennen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dem zerknirschten Sünder wird klar: nur mit den äußeren Zeichen der Frömmigkeit kann ein frommes Leben gelingen. Ihm geht der Sinn eines Bibelwortes auf, in dem es heißt, die Juden sollten sich sogar die Schuhe anders schnüren als die von den Nationen, damit sie unterschieden sind und ein heiliges Volk dem Herrn. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Heilig heißt "ausgesondert" und manchmal wohl auch "sonderbar".&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-XAc87kRdfwU/TyL8Sz8S2XI/AAAAAAAAB_k/qj8Cs5yIbCA/s1600/Orthodoxe+Internet.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3866806090199593314?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3866806090199593314/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3866806090199593314' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3866806090199593314'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3866806090199593314'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/rabbi-teitelbaum.html' title='Rabbi Teitelbaum'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-YCK1lj5iDLQ/TyL85qMBjGI/AAAAAAAAB_s/qh0Mex6vMCQ/s72-c/Orthodoxe+Internet.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2163262991296941170</id><published>2012-01-27T08:15:00.003+01:00</published><updated>2012-01-27T08:38:25.830+01:00</updated><title type='text'>Yad Vashem</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/--WgIy7fUWEE/TyJSqh1SjPI/AAAAAAAAB_M/qzP8D56Mvjw/s1600/a-yad+vashem2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="216" src="http://4.bp.blogspot.com/--WgIy7fUWEE/TyJSqh1SjPI/AAAAAAAAB_M/qzP8D56Mvjw/s320/a-yad+vashem2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;a href="http://www1.yadvashem.org/yv/en/museum/index.asp"&gt;Das Museum&lt;/a&gt; der Geschichte des Holocaust ist ähnlich geordnet, entlang einem Zeitstrahl, wie das Museum der Geschichte der Bundesrepublik Deutschlands in&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Bonn. Die beiden Häuser würden nahe aneinandergesetzt sogar zueinander passen, denn das Ende des einen, die Zerstörung Deutschlands und die Befreiung der Juden, ist der Anfang des anderen. Sie passen darüber hinaus noch aus einem tieferen Grund zueinander: beide erzählen die Geschichte Deutschlands.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die Geschichte meines Landes, die hier in Yad Vashem erzählt wird, ist dunkel und grausam. Sie ist außerdem laut und aufdringlich, und etwa nach der Hälfte des Museums fragt man sich, ob man nach all den „Maßnahmen“ und „Umsiedlungsbefehlen“ und „Säuberungen“ nicht lieber seine angestammte Sprache verleugnen und für den Rest des Lebens eine andere Sprache sprechen sollte. Niemand versteht in diesem in Hebräisch und Englisch aufgebauten Museum mehr als ein Deutscher, versteht im buchstäblichen Sinn, denn die meisten ausgestellten Dokumente der Grausamkeit sind ja in Deutsch geschrieben. Alles schreit mich als Deutschen an, auch durch die überall aufgestellten Monitore mit Zeugnissen von Überlebenden, die man sich manchmal ausgeschaltet wünschte, um einen Raum der Stille für sich selbst und für die Würde der Toten zu finden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-BtAJc-7U3xQ/TyJTV_U2V1I/AAAAAAAAB_U/1dKeIHK223s/s1600/a-yad+vashem3.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="217" src="http://1.bp.blogspot.com/-BtAJc-7U3xQ/TyJTV_U2V1I/AAAAAAAAB_U/1dKeIHK223s/s320/a-yad+vashem3.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Aber sie sollen ja nicht ruhen, die Toten, sie sollen im Tod das erhalten, was man ihnen im Leben genommen hat, einen Namen (schem) und einen Ort (yad, was eigentlich „Hand“ oder „Handzeichen“ bedeutet), einen Ort, an dem man sie kennt. Das gelingt auf beindruckende Weise, und wenn man am Ende unter der runden Kuppel mit Bildern und Lebensläufen vieler ermordeter Juden steht und die Akten rings an den Wänden betrachtet, in denen mittlerweile 3.500.000 Einzelschicksale namentlich dokumentiert (und jetzt auch ins Internet gestellt worden) sind, dann kehrt schließlich doch ein wenig Ruhe ein und man verläßt das Museum an seinem oberen Ende mit einem Blick in den Himmel, in die grünen Hügel von Judäa oder auch ins Nichts, je nachdem, wie man es betrachtet.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das Museum ist keilförmig in den Berg hinein gebaut, wie ein langes, kieloben gedrehtes Schiff. Es soll allein schon durch seine schneidende, spaltende Form dokumentieren, dass der Holocaust oder die Schoah, wie die Juden sagen, den elementaren Zusammenhalt der Erde zerstört hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe zu meinem Glück Eltern und Lehrer gehabt, die mir die Schändlichkeit dessen, was in Deutschland geschehen ist, nicht verschwiegen haben. Ausserdem habe ich selbst geforscht und gelesen, ein Leben lang, so dass mir viele Bilder dieser Ausstellung bereits lange vorher bekannt waren. Trotzdem haben sie mich erneut mit ihrer ganzen Wucht getroffen. Ich wünschte, alle Leugner und Phantasten dieser Welt, von den Neonazis bis zu Ahmedinejad in Teheran, würden für eine oder zwei Stunden durch diese Ausstellung gehen. Alles ist korrekt erzählt, alles ist wahr, furchtbar wahr.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Und ich wünschte mir ein zweites. Ich wünschte mir, dass die Geschichte der Täter noch genauer, noch unvoreingenommener erforscht wird. Das Museum setzt ohne Rückfragen voraus, dass man Menschen politisch so verblenden kann, dass in ihnen eine dumpfe Schlächtergesinnung entsteht, welche sie jedes Mitgefühl für sterbende Männer, Frauen und besonders Kinder verlieren läßt. Ich denke, dass dies zwar genügt, die Geschichte des erduldeten Grauens vollständig zu erzählen. Als Tätergeschichte, als deutsche Geschichte muss noch etwas hinzukommen. Aber das wäre wohl Gegenstand eines Museums, das noch in Deutschland gebaut werden müßte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Calibri&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;Erhaben und am Ende einen über alles Leid hinausführenden Weg weisend ein Gebet, das die Worte der Vernichtungsläger einflicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-sU_Kl5sOP-8/TyJTkeyqF-I/AAAAAAAAB_c/JXhJbr-mWeI/s1600/a-yad+vashem.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="306" src="http://3.bp.blogspot.com/-sU_Kl5sOP-8/TyJTkeyqF-I/AAAAAAAAB_c/JXhJbr-mWeI/s640/a-yad+vashem.jpg" width="640" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2163262991296941170?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2163262991296941170/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2163262991296941170' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2163262991296941170'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2163262991296941170'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/yad-vashem.html' title='Yad Vashem'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/--WgIy7fUWEE/TyJSqh1SjPI/AAAAAAAAB_M/qzP8D56Mvjw/s72-c/a-yad+vashem2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5416902244610841579</id><published>2012-01-26T08:30:00.005+01:00</published><updated>2012-01-26T08:57:21.279+01:00</updated><title type='text'>Er hat alles wohlgetan</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-LS5t9zqnHJ4/TyEEfvYOmII/AAAAAAAAB-0/Zzl_t6_Yeco/s1600/a-synagoge.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="320" src="http://2.bp.blogspot.com/-LS5t9zqnHJ4/TyEEfvYOmII/AAAAAAAAB-0/Zzl_t6_Yeco/s320/a-synagoge.jpg" width="203" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die Synagoge in Kapernaum ist der einzige Ort auf der Welt, an dem man archäologisch nachweisbar sagen kann, daß man sich wenige Meter von einem Platz entfernt aufhält, auf dem Jesus mit Sicherheit gestanden haben muß. Er hat in dieser Synagoge gepredigt, das berichten die Evangelien, und man hat die Synagoge vor einigen Jahren unter den Ruinen eines römischen Tempels (in dem ich hier sitze) wiedergefunden und eindeutig als solche identifiziert. Verglichen mit dieser Synagoge stehen die Kirchen über dem Fels von Golgatha, über dem Stall von Bethlehem und über vielen anderen Erinnerungsstellen nur der Tradition nach fest an ihrem jeweiligen Ort, auch wenn diese Tradition sicher vielfach richtiges Wissen festgehalten hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Bei unserem letzten Besuch las hier ein anglikanischer Geistlicher aus den USA mit fester Stimme seiner Gruppe&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;die Geschichte von „Centurion“ vor, dem Hauptmann von Kapernaum, das hat mich damals bewegt. Heute singen Koreaner hier, gleichzeitig wird eine holländische Gruppe von einem sehr sachkundigen Führer eingehend über die Ausgrabungen informiert und eine Gruppe mit Schwarzen aus London stellt sich zum Gruppenbild vor die große Statue des Petrus im Eingang. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich gehe in die über dem archäologischen Ruinenfeld des alten Kapernaum schwebenden modernen Kirche und lese an der Wand einige Inschriften von der hier in Kapernaum geschehenen Heilung der Schwiegermutter des Petrus und der dann folgenden weiteren Heilungen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="76" src="http://1.bp.blogspot.com/-cK0D5cHf1PI/TyEFTVDYP5I/AAAAAAAAB-8/BtWOuuuRjRA/s200/a-omnes+male.jpg" width="200" /&gt;Die Worte enden &lt;em&gt;et omnes male habentes curavit&lt;/em&gt; (wörtlich "und alle schlechtes habenden heilte er"). Sie ergreifen mich an diesem Ort, wo Jesus tatsächlich ganz in der Nähe heilte, sehr tief, und mir erscheint der Gedanke plötzlich vollkommen klar, dass in diesen wenigen Worten die ganze Sendung Jesu aufleuchtet, seine Liebe und seine Zuwendung zu Welt. Alles Böse, alles Schlechte – er heilte es.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Eine ältere Schwedin bittet mich in Englisch, ihr die lateinischen Worte zu übersetzen, aber ich bin so gerührt und &lt;em&gt;choked up&lt;/em&gt;, dass ich mehrfach neu ansetzen muss, um am Ende zu sagen: all evil, all bad – he cured. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Und ich füge hinzu: that is why he came.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Später rede ich mit Christiane, die meine Rührung bemerkt hat. Wenn man es genau betrachtet, so ist die Sendung Christi natürlich viel größer und umfassender als das in einigen Krankenheilungen deutlich wird. Und trotzdem – Menschen sehen immer wieder in dem heilenden Jesus des ganzen Jesus. In der Matthäus-Passion von Bach ist eins der anrührendsten Stücke das „Er hat uns alles wohlgetan“, in dem eine Frauenstimme zu einer sehr schönen Melodie die Wohltaten Jesu an den Menschen besingt und inmitten von Gewalt, Folter und Tod das Bild seiner sanften, den Menschen zugewandten Güte aufleuchten läßt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Auch der Evangelist Matthäus hat in den Heilungen von Kapernaum etwas Tieferes gesehen. Er kommentiert sie mit einem Hinweis – „damit erfüllt würde“ –&amp;nbsp; auf eine alte Prophezeiung aus Jesaja 53, &lt;em&gt;Er selbst nahm unsere Schwachheiten und trug unsere Krankheiten&lt;/em&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;That is why he came.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5416902244610841579?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5416902244610841579/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5416902244610841579' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5416902244610841579'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5416902244610841579'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/er-hat-alles-wohlgetan.html' title='Er hat alles wohlgetan'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-LS5t9zqnHJ4/TyEEfvYOmII/AAAAAAAAB-0/Zzl_t6_Yeco/s72-c/a-synagoge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-9178332712354865207</id><published>2012-01-25T06:45:00.004+01:00</published><updated>2012-01-25T07:19:19.043+01:00</updated><title type='text'>Palästina</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-27JGsONfYPA/Tx-d4OpQKUI/AAAAAAAAB-s/Uy6J0l4VHzE/s1600/DSC07293.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" gda="true" height="213" src="http://4.bp.blogspot.com/-27JGsONfYPA/Tx-d4OpQKUI/AAAAAAAAB-s/Uy6J0l4VHzE/s320/DSC07293.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;„How do you like it?“ fragt mich Mohammad, als wir das Gartengrundstück seines Vaters Chalid mit dem großen, 1985 gebauten Haus darauf betreten. Ich sage: „It is like Istanbul 1971“, und erzähle ihm von meinem damaligen Bankpraktikum in der Türkei. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Und tatsächlich erinnert mich alles hier in Palästina, besonders das bunte Leben und Treiben am Taxibahnhof von Jenin, von dem aus wir unsere Fahrt ins Heimatdorf von Mohammad antreten, an die fröhlichen und für meine europäische Augen immer etwas chaotisch wirkenden Zustände in der damaligen Türkei.&amp;nbsp;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich möchte nicht darüber spekulieren, wie lange ein freies und international anerkanntes Palästina brauchen wird, um den enormen Entwicklungsweg zu gehen, den die Türkei bereits erfolgreich zurückgelegt hat. Ich will lieber von der Freundlichkeit und Güte der Menschen erzählen, bei denen wir zu Besuch waren. Aufgefallen ist mir besonders die warmherzige und entspannte Art, mit der die Mitglieder der Großfamilie miteinander umgingen. Chalid, der wenige Wochen älter ist als ich, und seine Frau Dalal, die etwa so alt ist wie Christiane, ließen sich von dem 22jährigen Mohammad, ihrem vierten Sohn, alles genauestens übersetzen, was geredet wurde, &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;wobei deutlich heraus kam, daß besonders die originellen und manchmal zu anderen Themen leitenden Bemerkungen der &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Mutter mit viel Lachen aber gleichzeitig auch mit großem Respekt aufgenommen wurden. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dalal konnte uns lange nicht richtig einordnen, wobei die Ähnlichkeit der Worte „Almanya“ und „Ameryca“ wohl das Grundproblem war. Als sie wieder einmal beides verwechselte, schlug sie souverän&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;mit der Hand in die Luft und sagte auf Arabisch „Alles dasselbe!“ Ich habe ihr fröhlich zugestimmt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Mich nannte sie den „Hadschi“, weil hier in Palästina wohl alle älteren Männer, bei denen man &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;die Pilgerfahrt voraussetzt, so genannt wurden. Auch dagegen hatte ich keine Einwände.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dalals Essen hatte den tiefen, vollen Wohlgeschmack, den Frauen an Gerichte bringen, die sie aus alter Gewohnheit immer wieder kochen. Ein wunderbarer Safranreis mit gerösteten Mandeln und Joghurt, knusprige Hühner, würzige Köfte-Bällchen und Salat aus Vater Chalids Gewächshaus, einem großen Zelt aus dünnem Stoff, das die Wärme offenbar gut speichert. „Bio!“ sagte er stolz und zeigte auf seine kleinen wohlschmeckenden Gurken.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Zwei Enkelkinder stießen kurz zu uns, Mohammads jüngerer Bruder Tarik, ein mit einer angenehmen ruhigen Freundlichkeit gesegneter Architekturstudent, setzte sich zu uns, es war ein kleiner glücklicher Kreis, dessen angestammte Höflichkeit offenbar vollkommen ohne Zwang von einer Generation zur anderen vererbt wurde.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dass es hier gastfreundlich zuging, brauche ich nicht zu erwähnen. Erzählen sollte ich aber, dass kein böses Wort über Israel fiel. Vater Chalid hatte in früheren Zeiten in Tel Aviv gearbeitet, hatte Freunde dort und sprach ein wenig Hebräisch. Für den Frieden sah man viele Wege, es gäbe nur ein oder zwei Bedingungen, die aber alle für Israel akzeptabel seien. Jetzt müßten dort nur die richtigen Leute regieren und endlich den ersehnten Friedensvertrag verhandeln.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Calibri&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;Kritiker werden in Jenin das Chaos auf den Straßen (und auch auf manchen Gewerbehöfen entlang der Straße) sehen und der Bevölkerung einen langen schweren Weg bis zum Erreichen „unserer“ Ordnung voraussagen. Optimisten sehen den inneren Zusammenhalt von Familien wie Chalids und die Wärme ihrer Häuser. Eine solche Wärme ist als Entwicklungspotential nicht hoch genug zu schätzen, weil sie den Wert des wichtigsten Gutes auf der Erde steigert: den Wert eines Menschen. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-9178332712354865207?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/9178332712354865207/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=9178332712354865207' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/9178332712354865207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/9178332712354865207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/palastina.html' title='Palästina'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-27JGsONfYPA/Tx-d4OpQKUI/AAAAAAAAB-s/Uy6J0l4VHzE/s72-c/DSC07293.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8481722245536027277</id><published>2012-01-24T08:30:00.007+01:00</published><updated>2012-01-24T22:02:10.569+01:00</updated><title type='text'>Die Stadt Jesu</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;﻿﻿ &lt;br /&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-KT7unIDh1XA/Tx5ipnADFQI/AAAAAAAAB-k/UXtD3LlNiuA/s1600/A-Genezareth-DSC07278.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="201" nfa="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-KT7unIDh1XA/Tx5ipnADFQI/AAAAAAAAB-k/UXtD3LlNiuA/s320/A-Genezareth-DSC07278.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;See Genezareth von unserem Balkon aus gesehen&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;﻿ ﻿﻿ &lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Viele moderne Bibelausleger nehmen an, dass die Berichte über das Leben Jesu erst viele Jahre später verfaßt wurden und entsprechend ungenau sind. Diese Ausleger suchen im Neuen Testament deshalb keine in sich geschlossenen Erzählungen, sondern nur noch&amp;nbsp;einzelne Jesusworte, von denen sie annehmen, dass sie aufgrund ihrer Einzigartigkeit echte, unverfälscht tradierte&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Originalzitate sind. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Eigenartigerweise sind es unter anderem israelische Gelehrte gewesen, welche die Zuverlässigkeit der Berichte von Matthäus, Markus, Lukas und Johannes wieder stärker herausgearbeitet haben. Sie haben bezeugt, &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;dass die Forschung im modernen Israel geschichtliche Erkenntnisse gebracht hat, welche die neutestamentlichen Aussagen glaubwürdig erscheinen lassen. An prominenter Stelle wird das in der kleinen ro-ro-ro Biographie deutlich, die der Israeli David Flusser über Jesus geschrieben hat. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Meinem Glauben hat geholfen, dass der Papst in seinen Jesusbüchern diese Zuverlässigkeitshypothese neu aufgegriffen und die Wichtigkeit historisch belegter Fakten unterstrichen hat. Das Christentum sei auf die Glaubhaftmachung bestimmter historischer Ereignisse angewiesen, es sei von seinem Charakter her „geschichtspositivistisch“.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das alles ermutigt mich, mir auf einer solchen Reise zu historischen Orten der Jesusgeschichte immer wieder die Wege zu verdeutlichen, die Jesus in seinem Leben auf der Erde gegangen ist, und die Erinnerung daran in mir anklingen zu lassen. Gestern Abend sah ich am jenseitigen Ufer des Sees die Lichter einer kleinen Stadt, die ich unweit des alten Kapernaums vermutete. Kapernaum war die Stadt Jesu, die Stadt, in die er nach dem Bericht des Matthäus, von Nazareth kommend umzog. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Etwas weiter links davon bezeichneten die gelben Straßenlampen den Weg, den er den See entlang und dann, ansteigend, „hinauf nach Jerusalem“ gehen mußte, von seinen verständnislosen Jüngern begleitet und sicher schweren Herzens, da er sein Schicksal kannte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich darf heute in Freude leben und Frieden mit Gott dem Schöpfer haben, weil Jesus diesen Weg einschlug. Dankbar lasse ich den Blick über die gelben Laternen gleiten, wie über die Perlen eines Rosenkranzes.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Heute geht es hinauf zum Tabor, der Tradition nach dem in der Bibel namenlosen „Berg der Verklärung“. Dahinter liegt Afula und von dort geht es über die Grenze ins Land der Palästinenser zu Facebook-Freund Mohammad AlQadi.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8481722245536027277?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8481722245536027277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8481722245536027277' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8481722245536027277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8481722245536027277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/die-stadt-jesu.html' title='Die Stadt Jesu'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-KT7unIDh1XA/Tx5ipnADFQI/AAAAAAAAB-k/UXtD3LlNiuA/s72-c/A-Genezareth-DSC07278.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1908525205364248855</id><published>2012-01-23T20:00:00.004+01:00</published><updated>2012-01-23T20:59:40.016+01:00</updated><title type='text'>Im Hotel</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: &amp;quot;Calibri&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-MS_wxLhchFA/Tx25EV_E-CI/AAAAAAAAB-c/4O94Q8XIjDw/s1600/IMG_1074.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="238" nfa="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-MS_wxLhchFA/Tx25EV_E-CI/AAAAAAAAB-c/4O94Q8XIjDw/s320/IMG_1074.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Wenn man eines fernen Tages unsere Kultur anhand von Ausgrabungen rekonstruieren würde, die sich mit einem Hotel wie unserem „Riviera“ in Eilat beschäftigten, dann käme wohl als Ergebnis eine Täuferkultur heraus, die ihre Kultstätten oder Wohnanlagen um ein zentrales Wasserbecken gruppierten und in den vielen kleinen angrenzenden Zimmerchen vermutlich Mönche untergebracht hatten. Ganz falsch wäre diese Rekonstruktion nicht, denn es geht tatsächlich etwas Sakrales von dem blauen Pool aus, der am Abend unserer Ankunft glatt und heilig wie ein unberührbares Wesen inmitten der dreigeschossigen Häuser liegt, die ihn in Gruppen schweigend umstehen. Mallorca-unerfahren wie ich trotz meines fortgeschrittenen&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;Alters immer noch bin, erlebe ich zum ersten Mal staunend einen Ort, der in etwa dem entspricht, was, wenn ich aus den Erzählungen am Arbeitsplatz die richtigen Schlüsse ziehe, den Kern der deutschen Urlaubsformen bildet.&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp; &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Erstaunt bin ich über die sauber aufgereiten (und jetzt im Winter nur von wenigen Urlaubern genutzten) Liegestühle, die den Menschen offenbar mit dem Zweck aufnehmen sollen, ihm eine korrekte Haltung und eine ebensolche Richtung vorzugeben. Hier also findet in den großen Urlaubsmetropolen, der Revanchekampf der Luftschlacht um England statt, wo statt der Stukas die Handtücher fliegen und wo morgens in aller Frühe die strategisch wichtigen Stühle mit den Farben schwarz-rot-gold besetzt werden, während der Union Jack – die „Tabloids“ beklagen es immer wieder – viel zu spät auf dem Kampfplatz erscheint und angesichts eines Meers an deutschen Farben den Rückzug antreten muß.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich kann mir nicht vorstellen, länger als eine halbe Stunde an einem solchen Platz meinen sonnenempfindlichen Leib wie auf einen Grill zu legen und mich zwischendurch in den heiligen Wässern des Pools wieder so weit abzukühlen, dass meine Gedanken kurz aus der sonnentrüben Stumpfheit erwachen, um gleich wieder in sie zu versinken. Ich halte es lieber mit dem schlichten älteren Paar aus meiner Remscheider Heimat, das ebenfalls zum ersten Mal eine solche Ferienanlage besuchte und begeistert von den Annehmlichkeiten des Ortes nachhause schrieb. Die Betten, die Klimaanlage, die Aussicht vom Balkon – alles perfekt! „Am schönsten aber“, so schloß der Brief, „ist das Bad: Fliesen bis an die Decke, große Spiegel, zwei Waschtische, Bad und Dusche – Ihr könnt Euch vorstellen: wir freuen uns auf Freitag!“ &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1908525205364248855?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1908525205364248855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1908525205364248855' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1908525205364248855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1908525205364248855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/im-hotel.html' title='Im Hotel'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-MS_wxLhchFA/Tx25EV_E-CI/AAAAAAAAB-c/4O94Q8XIjDw/s72-c/IMG_1074.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2474374741026132731</id><published>2012-01-22T18:41:00.001+01:00</published><updated>2012-01-22T18:51:58.852+01:00</updated><title type='text'>In der Wüste</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-SZVHX1bGanc/TxxJzSMU-_I/AAAAAAAAB-M/wNP6m9pI52s/s1600/DSC07124.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="213" nfa="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-SZVHX1bGanc/TxxJzSMU-_I/AAAAAAAAB-M/wNP6m9pI52s/s320/DSC07124.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Wenn der Messias um das Jahr 1950 herum nach Israel gekommen wäre und sich dort nach den Wünschen des Staatsgründers David Ben Gurion gerichtet hätte, dann wäre er vermutlich als Wasserbauingenieur erschienen. Ben Gurion, der die letzten Jahre vor seinem Tod im Jahre 1973 in der Wüste gelebt hat, träumte von einem die Wüste beherrschenden und fruchtbar machenden Volk Israel. Am Eingang der Ben-Gurion-Universität, die unweit von seinem Grab (Foto rechts) in Sede Boqer gelegen ist, mitten in der Negev-Wüste, steht Ben Gurions Vision in Stein gemeißelt:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;We shall bloom the desolate land and convert the spacious Negev into a source of force and power, a blessing for the state of Israel.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Das sind zweifellos messianische Worte, die ein Intellektueller des 20. Jahrhunderts wie Ben Gurion einer war aber nicht religiös verstanden hat, sondern getrieben von einem starken Fortschrittsglauben. Eine von grünen landwirtschaftlichen Flächen durchzogene Negev-Wüste ist ihm möglicherweise als das letzte große Ziel allen Fortschritts erschienen, Daseinsberechtigung für ein Volk vertriebener europäischer Intellektueller, auch Daseinsberechtigung gegenüber den eingeborenen Palästinensern, diesen Wüsten-Arabern, die unverzüglich Frieden machen würden ,wenn sie den Segen bemerkten, den diese Wüstenbewässerer für die ganze Welt mit sich brachten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Heute ist rund um die Universität und den Kibbuz Sede Boqer herum immer noch dieselbe Wüste wie zu Ben Gurions Zeiten, und auch die kleinen Studenten-Häuser auf dem Campus schauen auf kahle Vorgärten aus braunem Wüstenmergel. Zwar sind die Straßen von Büschen gesäumt, die sorgfältig über im Boden verlegte Bewässerungsrohre getränkt werden – Geheimnis der Bewässerungskunst: nicht durch die Luft besprengen, sondern über den Boden beträufeln! – aber die Wüste ist überall ehern und unbesiegbar gegenwärtig, als Lebensprinzip.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-rFxdLiDB12I/TxxMaTGodPI/AAAAAAAAB-U/VmpCzqUS-wk/s1600/DSC07168.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="213" nfa="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-rFxdLiDB12I/TxxMaTGodPI/AAAAAAAAB-U/VmpCzqUS-wk/s320/DSC07168.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Von Eilat aus planen wir einen kurzen Weg durch die Wüste in der Nähe des ägyptischen Grenzübergangs in den Sinai, kommen aber überraschend in das trockene Flußbett des Zefahot mit einem gut bezeichneten Wanderweg, an dessen Ende wir über einen Berganstieg, der ähnlich steinig ist wie seine Verwandten in den Alpen, den 278 m hohen Gipfel des Zefahot erreichen, von dem aus man einen gewaltigen Blick auf den Golf von Aqaba hat. Die Berge Saudi Arabiens und Jordaniens liegen gegenüber, die Städte Aqaba (Jordanien, Foto) und Eilat (Israel) liegen friedlich am Ende des Golf bieinander, hinter uns türmen sich braune Wüstenberge auf, die teils zum Negev gehören, zum größeren Teil aber bereits zum ägyptischen Sinaigebiet. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Es ist bewölkt und es weht ein frischer Wind vom Meer, das macht den alle Anstieg erträglich. Weit im Süden haben sich die Wolken ein wenig geöffnet und werfen einen gleißenden Lichtkegel auf das Meer und die Küste der Sinai-Halbinsel.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In unseren Gedanken ist der Wüstenmann Mose die beherrschende Person, er könnte jederzeit hinter jeder Ecke auftauchen. An einer Stelle im etwas kiesigen Flußbett des Zefahot sind wir sicher: hier haben die ersten Kinder den Mose gefragt: „Mose, wann sind wir in Jerusalem?“ Und Mose hat einen Augenblick in seinem Loderzorn überlegt, ob er der Tafel mit den zehn Geboten nicht noch ein elftes hinzufügen wollte: „Nicht fragen sollst du!“ &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Thomas Mann hat Mose schön beschrieben, wie er allzeit dem Volke einprägen wollte: „Du sollst kein Gehudel sein vor dem HErrn, Deinem Gott!“ Aber die Hudelei der Menschen ist vermutlich ebenso unabänderlich wie die die Trockenheit der Wüste, die der moderne Mose Ben Gurion so gerne besiegt hätte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2474374741026132731?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2474374741026132731/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2474374741026132731' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2474374741026132731'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2474374741026132731'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/in-der-wuste.html' title='In der Wüste'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-SZVHX1bGanc/TxxJzSMU-_I/AAAAAAAAB-M/wNP6m9pI52s/s72-c/DSC07124.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1987325352069796698</id><published>2012-01-21T18:24:00.002+01:00</published><updated>2012-01-22T18:32:44.315+01:00</updated><title type='text'>Engelszungen auf dem Davidsstern</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-As5rmJ0-U-k/TxxHHtbBoSI/AAAAAAAAB-E/TNzn1BUsytU/s1600/IMG_1060.JPG" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="239" nfa="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-As5rmJ0-U-k/TxxHHtbBoSI/AAAAAAAAB-E/TNzn1BUsytU/s320/IMG_1060.JPG" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die sternförmige Kreuzung von Allenby-, King Georg- und Sheinken-Street im Herzen von Tel Aviv wird „Davidsstern“ genannt. Hier treffen wir auf eine etwa 30 Personen starke Gruppe von jungen Koreanern, die in zwei konzentrischen Kreisen um einen kleinen inneren Zirkel versammelt ist, in dem ein stämmiger Mann in einem hellen Hemd laut und schnell betet. Er stößt die Worte wie ein extatischer Prediger aus, drängend, bestimmend, seiner Sache sicher. Die Umstehenden quittieren sie mit zustimmenden Lauten, einige Männer haben die Hände zum Himmel erhoben, Mädchen weinen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;In das immer stärker werdende Beten des Mannes mischt sich mehr und mehr ein hohes Stimmenflimmern – die Umherstehenden beginnen einen Chor von vogelstimmenartigen Lauten, die sich wie „bl-bl-bl-bl-bl“ oder „lib-lib-lib-lib-lib“ anhören. Die Leute sind Christen aus der charismatischen Bewegung, da bin ich mir sicher, sie reden in Zungen, oder versuchen es, und der Anführer und Vorbeter wird in diesem Moment die Stadt und das Land unter die Herrschaft Christi stellen, den Sieg über den Satan und allen Unglauben und alle Verkehrtheit ausrufen, und die Verdammnis über alles heraufbeschwören , was sich Jesus in den Weg stellen will. Und die Umherstehenden sagen Amen dazu und bl-bl-bl und lib-lib-lib.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe oft bei Straßenevangelisten gestanden und habe trotz aller Exaltiertheit dieser Leute oft eine tiefe innere Sympathie für sie empfunden. Sie haben den Geist des Heidenapostels Paulus. Am Davidsstern will sich meine Sympathie nicht einstellen, auch wenn das Engagement dieser aus großer Ferne angereisten Missionare sicherlich überwältigend ist. Der nach innen gewandte Kreis, die fehlende sprachliche Brücke (der Mann betete in seiner eigenen Sprache), das Vogelgezwitscher, das ein Ersatz für das urchristliche Reden in (Engels-) Zungen sein soll, alles das schien mir ein Erweis einer ausschließlich menschengemachten Bewegung zu sein. Die Einheimischen zeigten sich entsprechend auch weder angegriffen noch beeindruckt, sie gingen rasch weiter.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In einigem Abstand zu der Gruppe saß ein weiterer Koreaner hinter einer Auslage von Anoraks, die er offenbar zum Verkauf anbot. Er blickt still und etwas unbeteiligt und gehörte nach meinem Eindruck nicht zu den Missionaren. Erst als diese den Gebetskreis auflösten, sah ich, daß sie sich den großen Vorrat an Anoraks bei dem jungen Mann wieder abholten. Er hatte also offenbar darauf aufgepaßt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe im Gespräch mit deutschen Türken oft die These aufgestellt, daß die Türkei erst dann wirklich als tolerant und frei gelten wird, wenn auf dem Taksim-Platz in Istanbul ein brasilianischer Missionar auf einer Apfelsinenkiste stehend predigen darf. Diesen Freiheitstest bestehen die Israelis offenbar recht gut, auf jeden Fall hier in Tel Aviv. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1987325352069796698?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1987325352069796698/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1987325352069796698' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1987325352069796698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1987325352069796698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/engelszungen-auf-dem-davidsstern.html' title='Engelszungen auf dem Davidsstern'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-As5rmJ0-U-k/TxxHHtbBoSI/AAAAAAAAB-E/TNzn1BUsytU/s72-c/IMG_1060.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2799549591373524579</id><published>2012-01-21T08:23:00.003+01:00</published><updated>2012-01-22T18:52:48.651+01:00</updated><title type='text'>Kibbuz Schefajim</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die ersten Siedler haben hier um 1935 die Dünenlandschaft am Meer als die „kahlen Höhen“ (schefajim) aus Jesaja 41, 18 identifiziert, auf denen Gott am Ende der Zeiten „Ströme öffnen“ wird.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Das Land ist der holländischen Küste um Domburg herum ähnlich, nur dass die Dünen eine echte Steilküste bilden („Don’t fall oft he cliff!“) und zur Landseite hin nicht gleich wieder abfallen, sondern recht weit ins Hinterland hinein reichen. Das Kibbuz-Dorf mit der großen, jetzt im Winter nur von wenigen Gästen bewohnten Hotelanlage liegt oben auf der Dünenlandschaft und bietet von vielen Punkten schöne Ausblicke aufs Meer. Die haben die Holländer, die sich schutzsuchend hinter die Düne ducken, nicht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Vermutlich haben die ersten Siedler kaum einen Blick für die Besonderheit der Vegetation hier gehabt, das haben spätere Generationen nachgeholt und am Rand der Küste ein Naturschutzgebiet geschaffen, in dem sich typische Dünenpflanzen mit den Pflanzen der nahen Wüsten begegnen. Statt Sanddorn wie in Holland gibt es hier Tamarisken und statt Eichen Eukalyptusbäume. Eine Lilienart ist „endemisch“, sie wächst nur hier. Im Unterholz wohnen Fuchs und Dachs aber auch das Stachelschwein, während draußen „antilopes“ grasen, so sagt es ein Schild, von der Parkverwaltung hier vor kurzem ausgesetzt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ein Wort zu den Lebensumständen: vom Frühstückbüffet grüßen mich neben Quark, Tomaten und Gurken auch schöne rote Zwiebeln, und dazu kleine Gläschen mit süß eingelegten Heringen. Das ist meine Welt! Ich muß wohl jüdische Wurzeln haben, wenn das jüdische Frühstück mir so gefällt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Am ersten Abend in Israel hatten wir ein wunderbares Willkommen bei David und Deborah. Es gibt viele persönliche Eindrücke, über die ich später mehr erzählen will, aber soviel: wir sind vermutlich noch nie in eine fremden Land von uns persönlich bis dahin nur von eMails bekannten Menschen so überwältigend freundlich empfangen worden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Am zweiten Tag ließen wir uns durch Tel Aviv treiben. Die Museen waren an diesem Freitag ab 14 Uhr geschlossen, wir kamen zu spät und erhielten einen Begriff von einem Großstadtwochenende, das gegenüber unserem um einen Tag verschoben ist. Am Sonntag wird gearbeitet, die Woche endet am Donnerstag. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Nach Sonnenuntergang, dem Anbruch des Sabbats, hielt das großstädtische Treiben unvermindert an – nächstes Wochenende in Jerusalem wird es anders sein, da setzen die orthodoxen Juden mehr und mehr ihr strenges Ruhe-Reglement für die ganze Stadt durch. Offenbar bildet sich dort eine Art jüdischer Groß-Vatikan, während Tel Aviv mit seiner Sekularität eher ein verkleinertes New York ist. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Unsere Gesprächspartner erzählen uns von den zunehmenden Problemen mit den Orthodoxen, die einer von steigenden Mieten und Lebenshaltungskosten geplagten Gesellschaft mehr und mehr auf der Tasche liegen. Noch aus Ben Gurions Zeiten haben sie das Privileg, statt des (immer noch) dreijährigen Wehrdienstes eine Art religiöser Ausbildung zu machen, mit dem hohen Preis allerdings, daß ihnen danach als „ungedienten“ jungen Männern viele zivile Berufe verboten sind. Viele leben deshalb von staatlicher Hilfe, viele zieht es außerdem in die preiswerten Wohngebiete der palästinensischen „Settlements“. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ihre säkularen Brüder sehen, dass hier zunächst nur einem &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Preisdruck nachgegeben wird, sehen aber natürlich auch die außenpolitischen Folgen dieser Siedlungen und betrachten sie offensichtlich als eine der vielen Plagen, die ihnen ihre religiösen Brüder bescheren. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Gleich fahren wir nach Eilat und hoffen dort ein komforatbleres Internet und Zeit zu Schreiben, Fotos hochzuladen etc. zu haben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2799549591373524579?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2799549591373524579/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2799549591373524579' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2799549591373524579'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2799549591373524579'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/kibbuz-schefajim.html' title='Kibbuz Schefajim'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-610646902368575821</id><published>2012-01-19T21:40:00.003+01:00</published><updated>2012-01-20T12:49:34.401+01:00</updated><title type='text'>Der sorgenvolle Reisende</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;br style="mso-special-character: line-break;" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Im Kibbuz Schefajim, nördlich Tel Aviv&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Weg wie der heutige, von Remscheid hierher, ist bei mir immer mit unverhältnismäßig vielen Sorgen gesäumt. Was kann an einem solchen Reisetag nicht alles schiefgehen! Gestern Abend habe ich fast eine Stunde damit verbracht, über das Internet ein Ticket für die Eisenbahn zum Düsseldorfer Flughafen zu bekommen, leider vergeblich. Ich blieb danach mit vielen Fragen allein: würde ich morgens um 4.30 Uhr auf dem eiskaltem Bahnhofsgelände einen intakten Fahrscheinautomaten finden? Was wäre, wenn nicht, die Konsequenz einer Schwarzfahrt, bei der ich erwischt würde? Handschellen, Erst-mal-mit-auf die Wache, Leibeskontrolle? Kann man verspätete Flüge ohne Zuschlag umbuchen, besonders, wenn man reisetechnisch sozusagen vorbestraft ist? Fragen über Fragen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;An solchen Tagen beneide ich die Dauerreisenden, die routiniert und ganz entspannt in Turnschuhen und Jogging-Hosen nach Rio de Janeiro fliegen und immer den Blick aufgesetzt haben „das mache ich jeden Tag so.“ Im nächsten Leben werde ich auch ein solcher Dauerreisender, mich hat es ja eigentlich immer in die Welt hinaus getrieben, ich gehöre von Natur aus zu diesen Leuten!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die Frage ist nur, ob mich nicht gerade dieser elende Sorgengeist, der mich lange Checklisten aufbauen, verwerfen und wieder neu beginnen lässt, von Anfang an daran gehindert hat (und wieder neu hindern würde, könnte ich mein Leben wiederholen), häufiger mal einen Zug oder ein Auto zu besteigen und einfach weit ins Land hinaus zu fahren. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich gestehe meine Feigheit: wenn es einmal geschah, dass eine Reise im letzten Moment abgesagt werden musste, dann bin ich wie ein Kind zur Weihnachtsgabe froh ins Haus zurückgeeilt und habe mein Bett, meine Dusche, meinen Sessel wie das neugewonnene Ziel einer wunderbaren Reise bestaunt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ascii-font-family: Calibri; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-hansi-font-family: Calibri;"&gt;Heute nun aber Tel Aviv! Alles hat geklappt, das Kibbuz-Hotel ist schön, es liegt auf einer großen Sanddüne am Meer, welche an die große Düne zwischen Westkapelle und Vlissingen in Zeeland / NL erinnert. Nur dass es hier nicht nach Fritten riecht. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-610646902368575821?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/610646902368575821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=610646902368575821' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/610646902368575821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/610646902368575821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/der-sorgenvolle-reisende.html' title='Der sorgenvolle Reisende'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7252675700185603261</id><published>2012-01-18T16:30:00.001+01:00</published><updated>2012-01-18T16:39:08.472+01:00</updated><title type='text'>Eine Begegnung der Dritten Art</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Noch etwas von unserer ersten Reise, bevor morgen die neue Reise beginnt:&lt;br /&gt;Qumran, 9.Januar 1999&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-jqsavxXi9-E/Txblv-3NrQI/AAAAAAAAB94/muHvPNKsGpY/s1600/Qumran.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-jqsavxXi9-E/Txblv-3NrQI/AAAAAAAAB94/muHvPNKsGpY/s320/Qumran.jpg" width="188" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dies schreibe ich von einer windgeschützten Stelle in den Felsen oberhalb von Qumran. Die &lt;em&gt;Israelean National Parks Authority&lt;/em&gt; hat hier einen Wanderweg angelegt, der sich wie ein Alpenpfad in die Berge hochwindet. Es ist alles genau wie in der Schweiz, sogar die Wegmarkierungen sind hier dreigestreift auf die Steine am Wegrand gemalt, nur dass der mittlere Streifen grün ist statt rot – und dass die Vegetation bereits kurz über der Talsohle aufhört.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich bin hier ebenso wenig schwindelfrei wie in der Schweiz, und so sind wir auch nur etwa fünfzig Meter weit ins Gebirge aufgestiegen, gerade soweit, dass man hinter einer Felsnase ein wenig Schutz vor dem kräftigen Südwind findet, der mittlerweile einige Wolken herangebracht hat und das im Tal liegende Jericho damit mehr und mehr in Dunst hüllt. Die jordanischen Berge stehen mächtig und grünblau auf der anderen Seite des Toten Meers – etwa wie das französische Ufer des Genfer Sees, von Lausanne aus gesehen. Von einem der Gipfel&amp;nbsp;muss Mose seinen letzten Blick ins gelobte Land getan haben – mit viel Glauben, denn was man von dort&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;sieht, ist eigentlich nur ein Stück judäische Wüste, durch die wir heute Morgen – „es ging ein Mann von Jerusalem nach Jericho“ – im gleißenden Sonnenlicht bergab gefahren sind.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Qumran liegt unter uns auf einer Geröll- und Mergelterrasse, die sich wie ein Handrücken mit mehreren Fingern in die Ebene schiebt, ähnlich wie die Geröllhalden in den Alpen, aber nicht steil abfallend sondern auf der kahlen Hochfläche fast völlig eben. An den Fingerspitzen sind einige&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;der berühmten Höhlen, in denen zwischen 1947 und 1956 die Qumran-Schriftrollen gefunden wurden, andere müssen hier in der Nähe im Berg sein. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die Lage des Ortes ist trotz der Wüstenlandschaft rings um das Tote Meer für eine Besiedlung günstig, denn in der Schlucht neben uns läuft in der kurzen Regenzeit Wasser aus den Felsen zu Tal, es kann mit wenig Aufwand aufgestaut und in Zisternen abgeleitet werden. Den Verlauf des Wassers aus dem Berg heraus kann man an einer kalkigen Färbung der Felsen gut erkennen. Das Wasser muss in gewissen Zeiten sogar stark kommen, denn es hat die Mergelterrasse an dieser Stelle bis fast auf Seehöhe durchschnitten und ein breites, glattes Flussbett ausgewaschen, in dem an diesem Tag tief unter uns einige Geländewagenfahrer einen idealen Spielplatz gefunden haben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Zwei Leute kommen den Berg zu uns herauf gewandert, ein Mann und eine Frau. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Hallo&lt;/em&gt;, sagt er, und mit Blick auf meinen Laptop: &lt;em&gt;nice place to work!&lt;/em&gt; Er ist etwa 35 Jahre alt und könnte vom Aussehen her ein Arzt oder Lehrer sein. Ich sage, dass ich meinen Kindern eine eMail schicke, zeige dann auf die steilen Felsen und sage: &lt;em&gt;take care, it´s very steep&lt;/em&gt;! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Er sagt: &lt;em&gt;I know, I have been here before&lt;/em&gt;, und fügt hinzu: &lt;em&gt;in my former life&lt;/em&gt;. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Ich gehe auf diesen sehr ernst und fest gesagten Satz eher scherzhaft ein und frage ihn, ob er aufgrund dieser alten Kenntnisse denn auch etwas zu den vielen Bassins sagen kann, die die Archäologen in der Siedlung ausgegraben haben. Waren sie wirklich allesamt nur für rituelle Waschungen da? &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er kann es nicht sagen, so detailliert sei seine Erinnerung nicht, aber er könnte gerne andere Leute mit besserem Gedächtnis fragen, die ebenso wie er in einem früheren Leben hier als Mönche gewirkt haben. &lt;em&gt;It was a healing place, &lt;/em&gt;sagt er&lt;em&gt;, and it still is&lt;/em&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er arbeitet als Psychologe in Jerusalem und lehrt seine Patienten die Worte Jesu, wonach man ohne Hass auf Vater und Mutter nicht zum Reich Gottes durchdringen kann. Er hat sie im Thomas-Evangelium gelesen und versteht sie so, dass man nur über die Abgrenzung, die radikale Selbstwerdung und den notwendig damit verbundenen Hass zur Liebe gelangen kann. Er sagt das allerdings sehr milde und freundlich. Die Liebe hebt am Ende den Hass auf, der Hass ist nur ein Durchgang, fährt er fort – sogar der Hass eines Menschen wie Hitler. Und dann erklärt er seine Theorie von der Würdigung des jüdischen und des deutschen Volkes, die beide durch eine höhere Bestimmung dazu ausersehen wurden, in dramatischer Form Opfer und Täter zu werden. Schuld gäbe es keine. Es war alles so bestimmt, um am Ende einer großen versöhnenden Liebe Platz zu machen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Man habe, fügt er hinzu, mittlerweile zur Seele Hitlers Kontakt aufgenommen und erfahren, dass er seine Taten bereut habe. So könne man ihm vergeben. Yuval, so heißt mein freundlicher Gesprächspartner, bekennt sich zu Gedanken des New Age und zu einem vor zwei Jahren verstorbenen Rabbi Lobkow oder ähnlich, der die Wiederkunft des Messias als eine inwendig in allen Menschen sich vollziehende Veränderung vorausgesagt hat. Ich vertraue Yuvals Telefonnummer und die eines seiner Lehrer dem Laptop an, bevor ich den Deckel mit dem nagenden Angstgefühl schließe, dass eine einzige falsche Bewegung das Gerät ins tief unter uns liegende Tal abgleiten lassen könnte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ein winziger Regentropfen ist kurz vorher auf den Bildschirm gefallen, die Wolken haben sich verdichtet und ein kleiner Regenfall beginnt – selten und kostbar, aber wohl kaum ausreichend, um die Wüste jauchzen zu lassen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7252675700185603261?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7252675700185603261/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7252675700185603261' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7252675700185603261'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7252675700185603261'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/eine-begegnung-der-dritten-art.html' title='Eine Begegnung der Dritten Art'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-jqsavxXi9-E/Txblv-3NrQI/AAAAAAAAB94/muHvPNKsGpY/s72-c/Qumran.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3446059444002244448</id><published>2012-01-17T18:00:00.014+01:00</published><updated>2012-01-28T20:57:07.399+01:00</updated><title type='text'>Jesus in Jaffa</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Tagebuch von vor 13 Jahren: &lt;br /&gt;Tel Aviv, 5.Januar 1999&lt;br /&gt;(unser allererster Abend in Israel) &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-65lzlRv6eaY/TxSMzYHUYrI/AAAAAAAAB9o/_-MfLBuS84U/s1600/jaffa.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="151" src="http://2.bp.blogspot.com/-65lzlRv6eaY/TxSMzYHUYrI/AAAAAAAAB9o/_-MfLBuS84U/s200/jaffa.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Vor unserem Hotel liegt die Uferpromenade.&amp;nbsp;Blickt man&amp;nbsp;von dort&amp;nbsp;nach Süden, dann sieht man in einiger Entfernung einen ins Meer ragenden Felssporn - Jaffa, den älteren Teil von Tel Aviv. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Der Weg dahin ist nicht allzu weit, er führt immer am Meer entlang, durch Parks, in denen auch an diesem dunklen Januar-Abend die Zikaden zirpen, oder auch direkt über den Sandstrand. Man hat nach wenigen Schritten und Atemzügen den vertrauten Mittelmeer-Geruch in der Nase, der hier ganz ähnlich angeweht wird wie in Marseille, Venedig oder Istanbul.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Jaffa hat eine verwinkelte Altstadt mit Geschäften und Restaurants. Wir wählen das "Aladin" aus, mit einer Terrasse hoch über dem Meer und fassen bei immer noch gut 20º C Außentemperatur den Entschluß, draußen zu essen. Zum Fladenbrot mit türkisch anmutenden Pürrées aus Auberginen und Kichererbsen gibt es eine bittere Kräuterpaste, die so schmeckt, als habe man im Sommer alle wundersamen Gerüche der Bäume und Büsche des Mittelmmers darin eingefangen. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Zusammen mit dem kalten Wein und der Aussicht auf die hell erleuchtete Uferstraße nach Norden belebt sie das Blut von uns zwei alten Silberhochzeits-Leutchen auf ganz ungewohnte Weise und stimmt uns auf einen angenehmen Aufenthalt in diesem Lande ein.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Und es wartet noch eine Überraschung auf uns. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Heraus auf unsere Terrasse tritt eine Gruppe junger Juden, deren Anführer das volle lange Haar, die scharfen, gleichzeitig klugen und milden Züge und die sensiblen Augen hat, die ihn in Hollywood unweigerlich für die Rolle aller Rollen qualifizieren würde: den Mann aus Galiläa.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich flüstere Christiane zu: "da trat Jesus mitten unter sie.“ Er war nicht allein, auch zwei seiner Jünger, die wir im Verlauf des Abends als Andreas und Thomas identifizierten, hatten zusammen mit ihm die Terrasse betreten.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Diese Drei wurden außerdem von drei Weibern begleitet, von denen eine Rothaarige wohl die Maria Magdalena war und eine andere, die (vermutlich tagsüber an einer PH studierte und) von uns als "die andere Maria" aus dem Matthäus-Evangelium &amp;nbsp;identifiziert wurde. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Sie hing mit feinem Lächeln beständig an den Lippen Jesu. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Die dritte Frau war zart und hatte dunkles, zu Rasta-Locken gedrehtes Haar, das dort, wo es zu Locken gerieben worden war, eine blonde Einfärbung zeigte. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Im Profil sahen wir später , daß letztere Frau einen schütteren Kinnbart trug, mithin also ein Mann war. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die Gruppe um Jesus bestellte mehrere Capuccinos (Jesus fröstelte im auffrischenden Meereswind und ließ sich von Maria Magdalena eine dunkelblaue Wolldecke auf seinen Schultern zurechtrücken), während wir im zweiten Hauptgang Gambas und einen Fisch namens "Denis" bekamen, beides sehr wohlschmeckend und von weiteren kalten Weinbeigaben angenehm begleitet.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Zu unserer Irritation mußten wir beobachten, daß Thomas und Andreas innig Händchen hielten, bzw. beim genaueren Hinsehen: daß Thomas seine Hand lange Zeit in des Andreas Schoß legte. &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Ich dachte kurz an die Synode der Rheinischen Landeskirche, die in diesen Tagen die Segnung homosexueller Paare berät, und an ihren leidvollen Weg.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Später stellte sich aber heraus, daß sich im Schoß des Andreas ebenfalls die Hand der rothaarigen Maria Magdalena befand, die wir nach längerer Beobachtung altersmäßig zur Mutter der beiden Jünger erklärten, und die sich wohl über den Andreas hinweg dem Thomas zugewandt hatte. Ganz konnten wir das Knäuel an Händen und Beziehungen aber nicht klären.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Nach einiger Zeit zahlte die Jüngergruppe und verließ die Terrasse. Übrig blieben noch für eine ganze Zeit eine heitere Aura von Freundlichkeit und die Erinnerung an das Lächeln der anderen Maria aus Matthäus 27,61. Ab morgen wird es wohl wieder der PH gehören.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3446059444002244448?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3446059444002244448/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3446059444002244448' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3446059444002244448'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3446059444002244448'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/jesus-in-jaffa.html' title='Jesus in Jaffa'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-65lzlRv6eaY/TxSMzYHUYrI/AAAAAAAAB9o/_-MfLBuS84U/s72-c/jaffa.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8910505040924477696</id><published>2012-01-16T18:00:00.001+01:00</published><updated>2012-01-16T18:24:21.439+01:00</updated><title type='text'>Mein Weg zu Mohammad in Dschenin</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-GEOLU6GJqUs/TxHWXWmlsZI/AAAAAAAAB9I/TV_-aFIvRAQ/s1600/Mohammad+2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="177" src="http://2.bp.blogspot.com/-GEOLU6GJqUs/TxHWXWmlsZI/AAAAAAAAB9I/TV_-aFIvRAQ/s320/Mohammad+2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Noch ist nicht sicher, ob Christiane und ich Mohammad am kommenden Dienstag in Dschenin treffen können. Er steckt mitten im Examen und hat unmittelbar danach eine Reise nach Tunesien geplant. Aber er hat über Facebook geschrieben, dass er sich ein oder zwei Stündchen freimachen will, auf jeden Fall. Nun hoffe ich außerdem, dass der freundliche Herr Zoar Berg, der auf israelischer Seite für eine gebietsübergreifende Entwicklungsagentur arbeitet, uns auch einen Weg durch die Grenzanlagen weisen wird. Wir schauten uns vorgestern den Film &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Herz_von_Jenin"&gt;&lt;em&gt;Das Herz von Dschenin&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; an und fanden die Tore und Sch&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;leusen doch recht ehrfurchtgebietend.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Für mich ist es ein recht langer Weg bis zu diesem Treffen mit einem palästinensischen Moslem an seinem Heimatort. Dieser Weg hat eigentlich im Jahre 1971 begonnen, als ich für zwei Monate zu einem Bankpraktikum in Istanbul war und erstmals ein islamisches Land kennenlernte. Zwar habe ich zunächst nicht viel vom modernen Islam gesehen, aber ich habe eine islamisch geprägte Kultur erlebt, für die ich von Anfang an hohen Respekt empfunden habe. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Praktizierende Muslime habe ich anfags nur beim Besuch von Moscheen gesehen, wenige verstreute Beter, wenn man nicht am Freitag zum Hauptgebet kam, aber dann auch, überraschend, in einem der dunklen Seitenräume meiner Bank, wo inmitten von ungenutzten Schränken und Tischen und anderem Gerümpel ein alter Mann, der für die Bank Botengänge verrichtete, am Boden kniete und betete. Er hat mich zu Tode erschrocken, weil ich fast auf ihn getreten wäre.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er hat gelächelt und mir mein Eindringen offenbar verziehen. Ich habe sehr viel später erfahren, dass die Muslime kein Problem haben, in der Öffentlichkeit zu beten. Sie kennen keine Anweisungen, die dem Jesuswort vom abgeschiedenen Beten &lt;em&gt;im stillen Kämmerlein&lt;/em&gt; entspricht. Vermutlich könnten sie solche Regeln auch gar nicht einhalten, denn ein fünfmaliges Gebet am Tag bringt es wohl ganz von selbst mit sich, dass man bei der Auswahl des Ortes nicht immer wählerisch sein kann.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Übrigens habe ich ebenfalls sehr viel später erfahren, dass die Muslime sich freuen, wenn sie Christen beten sehen. Weil sie selten Gelegenheit dazu haben, einen betenden Christen zu erleben, denken viele von ihnen, die Christen beteten überhaupt nicht. Wenn dann einer der Christen ein Tischgebet spricht, sind sie in vielen Fällen erleichtert und froh.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Zurück in meiner Heimatstadt habe ich nach der Türkeireise immer wieder einmal Kontakt zu den frommen Muslimen gesucht, aber zunächst wenig Möglichkeiten dazu gefunden. Das hat sich erst geändert, als die zweite Generation der eingewanderten Türken von sich aus mehr und mehr auf ihre deutschen Landsleute zuging und sie zum Gespräch einlud. So habe ich meinen frommen Freund Necattin bei einem offiziellen Essen zum Monat Ramadan im Jahre&amp;nbsp;2007 kennen gelernt. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Im Nachhinein kann ich sagen, dass diese Begegnung von Anfang an unter einem glücklichen Stern stand. Ich habe Necattin von meinem christlichen Engagement erzählt und ihn ein wenig überheblich gewarnt "ich bin ein Missionar!" Ich habe dann aber hinzugefügt, "und Sie vermutlich auch!" Necattin hat diese Bemerkung überaus freundlich aufgenommen und gesagt, dass nur Gott alleine über den Glauben im Herzen der Menschen entscheide, weshalb wir über alle Dinge des Glaubens frei reden könnten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das haben wir im Anschluss daran auch getan, und ich habe in Necattins Glauben eine vollständig neue Welt entdeckt, über die ich viel gelernt habe. Sie hat sich mir zwar letztlich nie ganz erschlossen, weil ich in meiner eigenen Glaubenswelt verwurzelt bin, aber sie ist mir doch wie ein Essen erschienen, das aus lauter ungewohnten Zutaten zubereitet wird, das aber einem Freund offenbar vorzüglich schmeckt und von dem man deshalb sagt, es kann ja nicht gar so schlecht sein! Was meinen christlichen Glauben betrifft, so habe ich ihn im Spiegel der islamischen Welt noch mehr zu schätzen und festzuhalten gelernt, und Necattin hat mir bestätigt, dass es ihm mit seinem muslimischen Glauben angesichts der christlichen Welt ganz ähnlich gegangen ist. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Mit Necattin war ich von Anfang an über viele Dinge des täglichen Lebens und der Welt um uns herum vollkommen einig. Dabei gab es allerdings eine große Ausnahme: Palästina und Israel. Das wurde nach wenigen Monaten unserer recht intensiven Gespräche deutlich, als die israelische Armee im Dezember 2008 im Gazastreifen einrückte. Necattin sah die harte Not der Palästinenser, ich sah den Versuch der Israelis, sich vor den Angriffen der Palästinenser zu schützen, den Kassam-Raketen und den Selbstmordanschlägen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Unser freundschaftlicher Konflikt über dieses Thema lebte dann erneut wieder auf, als die türkische Regierung in einer für mich sehr unangemessenen Weise im Sommer 2011 Druck auf Israel ausüben wollte, um Israel zu einer Entschuldigung für die Vorfälle um die "Gaza Flotilla" zu bringen. Mein Eindruck war, dass die von der türkischen Küste aus gestarteten Schiffe mit heimlicher Unterstützung der türkischen Regierung in provokativer Absicht unterwegs gewesen waren und dass der Einsatz der israelischen Truppen, der zu neun Toten führte, zwar schlecht geplant aber durch das Verhalten der türkischen Besatzungsmitglieder auch entscheidend mit herbeigeführt worden war.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Nach einem längeren Hin und Her an eMails war mir am Ende klar, dass Necattin und ich und mit uns die Palästinenser und Israelis, die wir jeweils verteidigen wollten, nur dann zu einem Ausgleich untereinander kommen würden, wenn wir lernten, die Geschichte der jeweils anderen Seite mit unseren eigenen Worten nachzuerzählen und zu verstehen. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Und das wollte ich also, das will ich jetzt lernen: die Geschichte eines Palästinensers so zu berichten, dass zunächst der Palästinenser bestätigt: Du hast mich verstanden, und dass dann jeder Gesprächspartner, der immer noch - wie ich - mit dem Herzen instinktiv auf Seiten der Israelis ist, sagen kann: ich verstehe die Position der anderen Seite. Und wenn er dann danach auch noch sagt: ich will mich dafür einsetzen, ein neues Kapitel in der Geschichte aufzuschlagen, dann hätte ich vielleicht sogar etwas erreicht.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8910505040924477696?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8910505040924477696/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8910505040924477696' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8910505040924477696'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8910505040924477696'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/mein-weg-zu-mohammad-in-dschenin.html' title='Mein Weg zu Mohammad in Dschenin'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-GEOLU6GJqUs/TxHWXWmlsZI/AAAAAAAAB9I/TV_-aFIvRAQ/s72-c/Mohammad+2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1002435242368591292</id><published>2012-01-15T18:00:00.001+01:00</published><updated>2012-01-15T18:25:57.975+01:00</updated><title type='text'>Flugübungen mit Google Earth</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-o1s6cnAX8zg/TxHXcxX4KEI/AAAAAAAAB9Q/uFJcbFHIwlU/s1600/Nablus.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="291" src="http://1.bp.blogspot.com/-o1s6cnAX8zg/TxHXcxX4KEI/AAAAAAAAB9Q/uFJcbFHIwlU/s400/Nablus.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Gerne würde ich auf dieser Reise das schmale Tal zwischen den beiden Bergen Garizim und Ebal im Norden Palästinas besuchen. Ich habe die Stelle in der Vorbereitung schon ein paar Mal mit Google Earth überflogen (siehe obiges Luftbild) und möchte jetzt nur zu gerne sehen, wie sich die Wirklichkeit darstellt. Im 5. Buch Mose erhält das Volk Israel von Gott die Anweisung, sich an dieser Stelle im Tal zu versammeln, um von den beiden Bergen links und rechts abwechselnd Worte des Segens und Worte des Fluchs zu hören.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das Tal ist an dieser Stelle tatsächlich kaum mehr als 500 m breit, so dass es technisch möglich gewesen sein muss, hier ohne Zuhilfenahme von modernen Mikrofonen und Verstärkern einer großen Menge von Leuten etwas mitzuteilen. Man musste sich dazu an die Abhänge der beiden steil aufragenden Hörner von Garizim und Ebal stellen. Die "Zwölf Fluchworte vom Garizim" sind in 5. Mose 27 überliefert, wir mussten sie im Hebräischunterricht als heilige Worte der Juden übersetzen. Sie erschienen uns in ihrer drastischen Umkehrung der Aussagen des Gesetzes wie schwarze Negativabdrücke der hellen Zehn Gebote.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In diesen Fluchworten heißt es nicht mehr, dass man das Hab und Gut seines Nächsten nicht begehren soll, hier wird konkret der verflucht, der das alles missachtet und die Grenze seines Nächsten verrückt. Die Fluchworte sind harte Konkretion der eher allgemein gehaltenen Gebote. Allein drei der zwölf Fluchworte beschäftigen sich mit krassen sexuellen Verfehlungen, und wer denkt, ein Wort etwa wie "verflucht ist, wer bei einem Tier liegt", könne nur hinter vorgehaltener Hand und nicht in Gegenwart von Kindern ausgesprochen werden, wird in Josua 8 eines Besseren belehrt. Hier wird zum ersten und einzigen Mal von einer großen kultischen Volkshandlung zwischen Garizim und Ebal berichtet, und es wird ausdrücklich gesagt, dass alle von Mose gebotenen Worte ausnahmslos dem Volk mitgeteilt wurden, auch den Frauen und Kindern.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In späteren Zeiten versammelte sich das Volk nicht mehr am Garizim und am Ebal (auf dem zunächst wohl auch die Bundeslade stand), sondern folgte der Bundeslade über ihre Standorte in Bethel und Silo nach Jerusalem. Das vergessene Heiligtum an alter Stelle wird erst wieder durch einen Besuch von Jesus weltbekannt. Er macht auf dem Weg von Jerusalem zum See Genezareth an einem Brunnen Rast, der nur wenige 100 m unterhalb von der engen Talstelle liegt, an der sich das Volk versammeln sollte. Das Johannesevangelium berichtet in Kapitel 4 von diesem "Jakobsbrunnen", und die Christen haben schon vor Urzeiten hier eine Kirche über den Brunnen gebaut.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-kFTPmN9H6PI/TxHXtYw26WI/AAAAAAAAB9Y/RoBhqZ0EvCg/s1600/Jakobskirche.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" src="http://2.bp.blogspot.com/-kFTPmN9H6PI/TxHXtYw26WI/AAAAAAAAB9Y/RoBhqZ0EvCg/s320/Jakobskirche.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das Schicksal dieser Kirche spiegelt das Schicksal des gesamten Landes wider. Die vier Vorgängerkirchen wurden teilweise in kriegerischen Auseinandersetzungen zerstört, einmal, 1927, aber auch bei einem Erdbeben. Nach einigen Auseinandersetzungen zwischen radikalen Juden und den griechisch-orthodoxen Christen, welche die vorletzte Kirche 1860 gebaut hatten, wurde erst in den letzten Jahren ein Neubau errichtet, der wieder von den griechisch-orthodoxen Christen unterhalten wird. Er enthält auch heute noch einen Brunnen in der Krypta. Das Wikipedia-Foto unten ist aus den 30er Jahren.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-tdrfGarzGUs/TxHX4K3EZBI/AAAAAAAAB9g/DvmJs-xmygM/s1600/Jakobsbrunnen+1934.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://4.bp.blogspot.com/-tdrfGarzGUs/TxHX4K3EZBI/AAAAAAAAB9g/DvmJs-xmygM/s320/Jakobsbrunnen+1934.jpg" width="216" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Es spricht einiges dafür, dass die Lage der Kirche&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;und des Brunnens dem Bericht aus Johannes 4 entspricht, denn in dem ungewöhnlich lang erzählten Dialog, der sich an dieser Stelle entwickelt, kommt das Gespräch auch auf das Heiligtum am Garizim. Das Volk von Samaria, auf dessen Gebiet der Garizim liegt, hatte das Heiligtum bereits lange vor Jesus Zeiten wieder reaktiviert, nachdem die Juden im benachbarten Jerusalem sie nicht mehr zum Gottesdienst im Tempel zugelassen hatten. Zu sehr hatte sich der aus dem Exil zurückkehrende jüdische Bevölkerungsteil von Samaria mit der einheimischen Fremdbevölkerung vermischt, um noch als wirkliche Juden gelten zu können.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Als die Frau aus Samaria, mit der Jesus hier spricht, die Frage&amp;nbsp;nach der&amp;nbsp;Bedeutung von Garizim und Tempelberg in Jerusalem stellt, entwickelt Jesus eine große Vision: in Zukunft wird Gott nicht mehr an festen Plätzen verehrt werden, sondern da, so würde man heute sagen, &lt;em&gt;wo der Geist weht&lt;/em&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Es kommt aber die Stunde und ist jetzt, da die wahren Anbeter den Vater in Geist und Wahrheit anbeten werden.&lt;/em&gt; &lt;br /&gt;(Johannes 4,23)&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Calibri&amp;quot;,&amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;Jesus hat die den Juden verhassten Leute aus Samaria offenbar gemocht. In einem seiner berühmtesten Gleichnisse lässt er einen von ihnen die befreiende gute Tat tun, zu der seither alle Menschen aufgerufen sind: die mitleidende Handlung des barmherzigen Samariers. &lt;em&gt;Samariter&lt;/em&gt; hat Luther übersetzt und das Wort tief in unser gemeinsames Unterbewusstsein gesenkt&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1002435242368591292?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1002435242368591292/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1002435242368591292' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1002435242368591292'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1002435242368591292'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/flugubungen-mit-google-earth.html' title='Flugübungen mit Google Earth'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-o1s6cnAX8zg/TxHXcxX4KEI/AAAAAAAAB9Q/uFJcbFHIwlU/s72-c/Nablus.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7308894335155910499</id><published>2012-01-14T18:00:00.003+01:00</published><updated>2012-01-14T19:06:36.544+01:00</updated><title type='text'>Israel 2001 – Israel 2012</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;&lt;br style="mso-special-character: line-break;" /&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Unsere Reise unterscheidet sich in mehrerer Hinsicht von unserer letzten Israel-Reise im Jahre 2001. Da sind zunächst meine 2005 neu erworbenen Kenntnisse in (Alt-) Hebräisch, mit deren Hilfe ich jetzt zumindest die Schilder auf den Straßen entziffern kann. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 26pt; line-height: 115%;"&gt;&amp;nbsp;בראשית ברא אלהים את השמים ואת הארץ׃&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;(oben: die ersten Worte der hebräischen Bibel)&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Als ich vor zwei Jahren die Fotos ansah, die ein Freund in Israel gemacht hatte und auf vielen davon einzelne Worte lesen konnte, erschien mir das Land so, als habe dort jemand ein Licht für mich angemacht.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-hvCxxZess88/TxBkI_S4dNI/AAAAAAAAB84/5nl0pMGyMFY/s1600/iPhone.png" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" kba="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-hvCxxZess88/TxBkI_S4dNI/AAAAAAAAB84/5nl0pMGyMFY/s320/iPhone.png" width="212" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Zweitens ist das iPhone zu erwähnen, das ich jetzt auf meine dritte Reise mitnehme. Zwar ist noch nicht sicher, ob die Telefongesellschaften in Israel mir eine Flatrate anbieten wie ich sie in Italien hatte, wo ich für ein paar Euro pro Woche überall mit 3G online sein könnte (was zur Nutzung von Google Maps unterwegs hilfreich ist). Aber im Internet war zu lesen, dass einen bereits der Flughafen Ben Gurion mit kostenlosem W-Lan empfängt und dass in Jerusalem das Netz an freien W-Lans so dicht ist, dass man selbst im fahrenden Bus darüber online bleiben kann. Das sollte das Umherfahren und eventuelle Absprachen an Ort und Stelle erleichtern. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-no2uSiC4nX4/TxHCZLukPtI/AAAAAAAAB9A/sxf_jFl6PXc/s1600/facebook.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-no2uSiC4nX4/TxHCZLukPtI/AAAAAAAAB9A/sxf_jFl6PXc/s200/facebook.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Drittens ist da aber auch noch Facebook. Drei Leute wollen wir besuchen, die ich über Facebook kenne: Avi in Tel Aviv und seinen Freund Mohammad in Dschenin, außerdem dessen Facebook-Freundin Malaka in Nablus. Avi ist ein israelischer Bankangestellter, Mohammad und Malaka sind Studenten in Palästina. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;Und ab und zu etwas melden, und wenn es nur die Position ist, wollen wir über Facebook auch.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7308894335155910499?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7308894335155910499/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7308894335155910499' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7308894335155910499'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7308894335155910499'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/israel-2001-israel-2012.html' title='Israel 2001 – Israel 2012'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-hvCxxZess88/TxBkI_S4dNI/AAAAAAAAB84/5nl0pMGyMFY/s72-c/iPhone.png' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8623908565885486080</id><published>2012-01-13T16:30:00.002+01:00</published><updated>2012-01-13T16:45:12.434+01:00</updated><title type='text'>Israel, Palästina und meine muslimischen Freunde</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-sv1YozmcUuE/Tw_KKu79MMI/AAAAAAAAB8o/D8it35hR_fk/s1600/A-T%25C3%25BCrkei.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;img border="0" height="245" kba="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-sv1YozmcUuE/Tw_KKu79MMI/AAAAAAAAB8o/D8it35hR_fk/s320/A-T%25C3%25BCrkei.jpg" width="320" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt; &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Meine muslimischen Freunde (rechts: einige davon, vor dem Fernseher, bei einem Fußballspiel Türkei - Deutschland) haben mich in der Vergangenheit immer wieder einmal gedrängt, Partei für Palästina zu ergreifen. Das habe ich zwar prinzipiell zu umgehen versucht, bekenne aber, daß ich mit den Wünschen und Ermahnungen von Freund Necattin und anderen im Nacken die Reise ins heilige Land anders angehen werde als die früheren Reisen in 1999 und 2001. Ich habe über das Internet Kontakte zu Palästina gesucht und zu meiner großen Freude Menschen kennengelernt, die ihrerseits Kontakte über die Grenzen hinweg finden wollten und sich deshalb &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/yalaYL"&gt;&lt;span style="color: blue; font-family: Tahoma;"&gt;YALA&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt; angeschlossen haben, einer Plattform, die Facebook speziell für den Dialog zwischen jungen Palästinensern und jungen Israelis geschaffen hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-qIdBQ_GvFHg/TxBQ5FgAomI/AAAAAAAAB8w/irvbxiQrViQ/s1600/A-Yalajpg.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" kba="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-qIdBQ_GvFHg/TxBQ5FgAomI/AAAAAAAAB8w/irvbxiQrViQ/s1600/A-Yalajpg.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Helvetica Neue&amp;quot;, Arial, Helvetica, sans-serif;"&gt;Hört man sie miteinander reden, bekommt man neue Hoffnung für ein friedliches Miteinander im Nahen Osten. Nach meinem Eindruck erkennen sie einander als eine Generation, die viel Gemeinsames hat und lieber im Ausland studieren oder arbeiten als dort mit der Waffe in der Hand einfallen will. Die jungen Juden erkennen die Würdelosigkeit, zu der die Besatzung der palästinensischen Gebiete die dortigen Bewohner zwingt, und würden die Situation vermutlich ändern, wenn sie die Mehrheit im Lande hätten. Die jungen Palästinenser sehen umgekehrt die Hoffnungslosigkeit des mittlerweile über 60jährigen Blutvergießens und sind bereit, neue Wege zum Frieden zu gehen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Facebook ist ein Friedensbuch. Man kann sich schlecht vorstellen, daß ein radikaler Dschihadist oder ein jüdisch-orthodoxer Fanatiker es dort lange im Gespräch mit anderen Leuten aushält, ohne seine Position wackeln zu sehen. Ein Psychologe hat gesagt, daß selbst ein so kaltblütiger Killer wie der Norweger Anders Breivik möglicherweise lange auf der Suche nach einem Gesprächspartner im Internet war, der seine extremen Meinungen angehört und diskutiert hätte – und der ihm vielleicht hätte helfen können, zu einer Sinnesänderung zu kommen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Ich bemühe mich vor diesem Hintergrund, immer wieder mal ins Gespräch auch mit extremen Facebook-Teilnehmern zu kommen. Oft spritzen sie zunächst Gift und Galle, werden aber friedlich und zahm, wenn man sie mit Namen anspricht und auf ihre Aggressivität nicht eingeht. Vieles entschärft sich außerdem, wenn sie merken, dass sie in mir einen älteren Menschen vor sich haben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Ich gl&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/" name="_GoBack"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;aube an den Frieden! Schalom / Salam / Friede mit Euch allen!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8623908565885486080?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8623908565885486080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8623908565885486080' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8623908565885486080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8623908565885486080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/israel-palastina-und-meine-muslimischen.html' title='Israel, Palästina und meine muslimischen Freunde'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-sv1YozmcUuE/Tw_KKu79MMI/AAAAAAAAB8o/D8it35hR_fk/s72-c/A-T%25C3%25BCrkei.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1788101251807847481</id><published>2012-01-12T17:20:00.002+01:00</published><updated>2012-01-12T17:29:49.259+01:00</updated><title type='text'>Gebietsentwicklung über Grenzen hinweg</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-U9GDFpxxtQs/Tw8InwEN82I/AAAAAAAAB8g/MEK7US1URlI/s1600/Gilboa.JPG" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" kba="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-U9GDFpxxtQs/Tw8InwEN82I/AAAAAAAAB8g/MEK7US1URlI/s1600/Gilboa.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Unsere Reise nach Israel und Palästina soll nicht durch Probleme an Grenzübergängen behindert werden. Deshalb frage ich bei Yoram Ehrlich, unserem auf Israel spezialisierten &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.reisen-ehrlich.de/"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Reiseveranstalter in Saarbrücken&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt; nach und bekomme von ihm zu meiner Überraschung den Link zu einer &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.hagilboa.org.il/image/users/147755/ftp/my_files/projects/gilboa-jenin/C__Users_tour_Downloads_%D7%9C%D7%9E%D7%A9%D7%A7%D7%99%D7%A2%D7%99%D7%9D%20%D7%9C%D7%9E%D7%99%D7%99%D7%9C_%D7%97%D7%93%D7%A9.pdf?id=7779098"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Gebietsentwicklungsagentur in Gilboa&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;, welche Gewerbeansiedlung und Tourismus in Gilboa und Jenin fördert. Nun liegen die beiden Städte allerdings nördlich und südlich des „fence“ zwischen Israel und Palästina, Gilboa also in Israel und Jenin in den Palästinensergebieten. Eine Kooperation zwischen Feinden? Ich werde mehr darüber erfahren und dann berichten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Telefon in Gilboa ist die freundliche Sigal. Ihr Kollege Zoar wird Kontakt mit mir aufnehmen, sagt sie in Englisch. Ich könne mein Auto bis an die Grenze fahren, man würde dafür sorgen, daß ich auf der anderen Seite abgeholt und nach Jenin gebracht werde. Dort will ich Mohammad AlQuadi treffen, einen Freund auf Facebook, wo er auf sympathische Weise für den Frieden mit Israel wirbt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;Vielleicht bringt er mich nach Nablus (ehemals Neapolis, davor Sichem) – dahin, wo Jesus mit der Frau am Jakobsbrunnen saß und auf das gewaltige Naturheiligtum der Berge Garizim und Ebal blickte. Ich würde gerne meinen zweiten Facebook-Gottesdienst am 18.März bei den Baptisten in Remscheid mit Bildern und Eindrücken von dort anreichern.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1788101251807847481?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1788101251807847481/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1788101251807847481' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1788101251807847481'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1788101251807847481'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/gebietsentwicklung-uber-grenzen-hinweg.html' title='Gebietsentwicklung über Grenzen hinweg'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-U9GDFpxxtQs/Tw8InwEN82I/AAAAAAAAB8g/MEK7US1URlI/s72-c/Gilboa.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3892553478516174075</id><published>2012-01-09T18:20:00.001+01:00</published><updated>2012-01-12T17:30:27.229+01:00</updated><title type='text'>Celalettins Lied</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt;&lt;span style="font-size: 16pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ein Staubkorn bin ich im Sonnenlicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne bin ich in ihrer Kreisbahn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Staubkorn sage ich: „Halt!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Sonne: „Weiter! Bleibe nicht stehen!“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Morgennebel bin ich &lt;br /&gt;und der Atem des Abends. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin der Wind in den Baumwipfeln, &lt;br /&gt;und die Welle bin ich, die sich an steiler Klippe bricht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittelmast, Ruder, Rudergänger und Kiel bin ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch die Klippe aus Korallen, &lt;br /&gt;auf die sie geworfen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein Baum und ein Papagei in seinen Ästen. &lt;br /&gt;Schweigen, Denken und ein klingender Ton.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Luftharmonien aus der Rohrflöte, &lt;br /&gt;Funken von einem Stein, ein zitterndes Metall. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichermaßen Kerze und Motte, &lt;br /&gt;verrückt im Kreis um sie herum. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Rose, &lt;br /&gt;und die Nachtigall, &lt;br /&gt;verloren im Wohlgeruch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin alle Arten von Wesen, &lt;br /&gt;bin die kreisende Milchstraße, &lt;br /&gt;der werdende Geist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bleiben und Gehen.&lt;br /&gt;Was ist und was nicht ist. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du, &lt;br /&gt;der Du Celalettin kennst, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Du, &lt;br /&gt;der Eine in Allem, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;sag, &lt;br /&gt;wer ich bin. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sag, &lt;br /&gt;daß ich Du bin.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3892553478516174075?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3892553478516174075/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3892553478516174075' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3892553478516174075'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3892553478516174075'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/celalettins-lied.html' title='Celalettins Lied'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7019781002286764677</id><published>2012-01-07T14:06:00.002+01:00</published><updated>2012-01-07T16:07:37.729+01:00</updated><title type='text'>Eine Rede zwischen den Kulturen</title><content type='html'>&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Pzd8ESlil4A/TwdFJSQQ3NI/AAAAAAAAB8Q/HlLgaJpeOEQ/s1600/Zwischenkultur.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" rea="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-Pzd8ESlil4A/TwdFJSQQ3NI/AAAAAAAAB8Q/HlLgaJpeOEQ/s400/Zwischenkultur.jpg" width="283" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Besucher der Ausstellung von Mirza Odabaşı, liebe Angehörige, liebe Freunde,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA; mso-fareast-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-fareast-language: DE;"&gt;Der Philosoph&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ernst Bloch hat 1963 über seine „&lt;a href="http://www.amazon.de/T%C3%BCbinger-Einleitung-die-Philosophie-1/dp/B000L68NZW/ref=sr_1_2?ie=UTF8&amp;amp;qid=1325876622&amp;amp;sr=8-2"&gt;Tübinger Einleitung in die Philosophie&lt;/a&gt;“ die folgenden Worte geschrieben: &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ich bin. &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Aber ich habe mich nicht. &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Darum werden wir erst. &lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Diese Worte sind meiner Generation, die in den sechziger Jahren ihre Jugend verlebt hat, als ein dunkles Rätsel erschienen, aber auch als eine Verheißung, deren Inhalt man eher erfühlen als klar erkennen konnte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt; - das sollte uns damals einerseits deutlich machen, dass unsere bloße Existenz nicht ausreicht, diese auch zu erklären, sich also in den Worten von Bloch "selbst zu haben." Und es sollte zweitens sagen, und das ist der eher rätselhafte Teil des Satzes, dass diese Erklärung wohl nur über den Weg über ein "wir" zu erhalten war.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ich verstehe den Gedanken heute so, dass Ernst Bloch, der ein Sozialist war, gleich an den Anfang seiner Überlegungen auf einen gesellschaftlichen Prozess hinweisen wollte. Er sagt: ich kann nicht alleine wissen, wer und warum ich bin, ich brauche dazu die Gesellschaft meiner Mitmenschen. Diesen Satz kann man sicherlich unterschreiben, auch ohne Sozialist zu sein. Wir sind das, was wir sind, auch immer vor dem Hintergrund der großen oder kleinen Menschengruppe, aus der wir abstammen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Deshalb vermute ich, dass sich Ernst Bloch, der 1977 gestorben ist, gefreut hätte, hier heute einen jungen Mann zu finden, der über seine radikalen Fotos der Frage nachgeht, wie eine Kultur es erreicht, dass aus ihrem „wir“ ein „ich“ wird, dass also ihre Mitglieder eine Identität, ein Gesicht erhalten – oder aber auch, wie sie es manchmal verhindert.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Mirza Odabaşı hat diese Frage erst einmal verkompliziert, Sie werden das an seinen Bildern und dem Video, das er gemacht hat, gleich sehen. Mirza hat die widersprüchliche gesellschaftliche und kulturelle Situation in den Blick genommen, in der er mit seiner Generation steht. Was ist, so fragt er, wenn das "wir" um uns herum gar keine geschlossene Gesellschaft oder Kultur ist, sondern vielmehr aus einem Zwischenraum zwischen zwei unterschiedlichen Kulturen besteht? Und schlimmer noch: was ist, wenn diese beiden Kulturen, die uns also sagen sollten, wer wir sind, gar keine eindeutigen Antworten geben? &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;&lt;br /&gt;Zwei Beispiele dazu: der deutsche Bundespräsident Wulff findet einladende Worte gegenüber den deutschen Türken, sich als Teil der deutschen Kultur zu verstehen, wird aber von dem lauten Lärm seiner Kritiker kurz danach schon fast wieder unhörbar gemacht. Oder: der türkische Ministerpräsident Erdogan kommt nach Deutschland zu Besuch und versichert uns, dass eine blutende Nase von seinen Landsleuten hier in Deutschland ihm so weh tut, als ob es seine eigene Nase wäre. Aber es bleibt undeutlich, was er wirklich fern von zuhause tun kann, was er gegen das Nasenbluten ausrichten kann. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;In der täglichen Praxis drücken sich dann die deutschen Deutschen auch entsprechend undeutlich darum herum, den deutschen Türken klar zu sagen, dass sie in diesem Land ohne wenn und aber willkommen sind. Die türkischen Türken schauen umgekehrt den als Touristen angereisten Almancı ebenfalls kritisch an und wissen nicht recht, wie sie ihn einordnen sollen. Das alles versetzt&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Mirza und seine Generation in die Zwischenkultur, von der er hier berichtet.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ich habe vor zwei Wochen lange mit Mirza über seine Bilder geredet und mit ihm über das große Fragezeichen nachgedacht, das er mit jedem einzelnen Bild heute an die Wände gehängt hat. Ich habe ein wenig von den Wegen seines Vaters Metin und seines Großvaters, der ebenfalls Mirza heißt und vor 40 Jahren nach Deutschland gekommen ist, erfahren. Es sind Wege, die in gewisser Weise typisch für die 50 Jahre währende Geschichte der deutschen Türken sind. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Diese Geschichte habe ich selbst fast vollständig beobachten können, auf jeden Fall 40 Jahre davon, und das recht intensiv, nachdem ich im Jahre 1971 für zwei Monate ein Praktikum in einer Istanbuler Bank gemacht habe. Danach war die Türkei ein ganz natürliches Objekt meines Interesses, und ich habe ab dann auch immer die Namen der führenden Politiker gekannt und oft auch die Tabellenplätze von Galatasaray, Fenerbahce und Besiktas - und das in einer Zeit, als die deutschen Fernsehsprecher noch BeSICKtas und Gasalataray zu diesen Mannschaften sagten. Und ich habe natürlich gerade in meiner Heimatstadt Remscheid mit ihrem hohen Anteil an zugewanderten Türken ganz aus der Nähe beobachten können, was mit den Menschen geschah, die aus dem sonnigen Anatolien in meine regnerische Heimat kamen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ich habe aus der Sympathie für ihr schönes Herkunftsland und seine Menschen über die Jahre eine kleine private Vision entwickelt, über die ich jetzt voller Freude sagen kann, dass Mirza sie mit mir teilt. Wir waren uns in unserem Gespräch recht schnell darüber einig, dass nach seinem Fragezeichen - wer bin ich in einer zweifachen Kultur, von der sich keine als vollkommene Heimat anbietet? - am Ende ein Ausrufungszeichen stehen könnte. Dieses Ausrufungszeichen könnte so aussehen, dass aus der hier in Mirzas Bildern noch einmal sehr deutlich dargestellten Zwischenkultur, dass mitten aus dieser Kultur in den nächsten Jahren eine neue eigene Kultur entsteht, die nicht mehr "zwischen", nicht mehr deutsch ist und nicht mehr türkisch, sondern etwas Neues, europäisch oder vielleicht sogar global. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Manchmal stelle ich mir das anhand der deutschen Fahne vor, die man ja nicht einmal ändern muss, wenn man das Rot der Türkei in sie integrieren will. Es ist ja bereits da. Vielleicht baut man diese Fahne eines Tages ganz neu zusammen und integriert weitere Farben in sie hinein, wie etwa das Grün des Islam. Vielleicht darf in den roten Balken auch ein kleiner Mond mit einem Stern hinein, aber bevor sie hier Beifall klatschen, sage ich natürlich umgehend, dass dann in den schwarzen Balken auch ein Kreuz hinein gehört (und meinetwegen auch ein weißer Fleck in den gelben Balken, damit auch die Atheisten ihren Punkt haben).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Wie auch immer - wenn die zweite und dritte Generation der deutschen Türken die sicherlich nicht immer einfache Last auf sich nimmt, das Wort "deutsch" und das Wort "türkisch" für sich ganz neu zu definieren, dann könnte das Wort von Bloch - ich bin, aber ich habe mich nicht, darum werden wir erst – und die zögernden und tastenden Fragen, die in Mirzas Bildern stecken, am Ende eine kräftige und zukunftsfähige Antwort bekommen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-FI_6IPiUC9Y/TwdGSlBKTeI/AAAAAAAAB8Y/5pgVIZgka98/s1600/Bloch.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" rea="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-FI_6IPiUC9Y/TwdGSlBKTeI/AAAAAAAAB8Y/5pgVIZgka98/s200/Bloch.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Und noch etwas Zweites, zum Schluss. Ich war mir mit Mirza außerdem auch darüber einig, dass es über die Frage der nationalen und kulturellen Identität etwas Drittes, Höheres gibt, von dem wir beide überzeugt sind, dass es unsere letzte "Heimat der Identität" (auch das ein Wort von Ernst Bloch, das Ziel seiner Anfangsworte sozusagen) begründet, unser Glaube nämlich. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Die Menschen des Glaubens sind im Himmel zuhause, und das verbindet sie, auch wenn ihre jeweiligen Textbücher, Koran und Bibel, ganz unterschiedliche Aussagen darüber treffen, wie es dort aussieht und wie man dorthin kommt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Ich habe in den letzten vier oder fünf Jahren unter Mirzas Freunden eine Reihe von neuen Freunden gefunden, mit denen mich bei allen religiösen Differenzen doch dieser Blick zum Himmel vereint, und dazu die Gewissheit, dass die Frage, wer wir sind und wie wir unserer selbst „habhaft“ werden können, um in der Sprache von Ernst Bloch zu bleiben, nicht in Ankara und Berlin entschieden wird. Nein, sie wird in einem lebenslangen Prozess beantwortet, der aus der Beschäftigung mit Gott, mit dem Glauben und mit den heiligen Büchern entsteht. Auch das gehört zu Mirzas Bildern, dass sie mit den Augen eines Menschen aufgenommen sind, der in der Hoffnung lebt, dass der Schöpfer all dieser Gesichter aus ihren undeutlichen Zügen nach und nach etwas Fertiges und Festes und Schönes macht. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Wir leben alle von der Gnade dieses Schöpfers und vertrauen, dass er unsere Gesichter so verändert, dass sie schließlich ein wenig von seiner Größe und seiner Barmherzigkeit widerspiegeln können. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt; mso-layout-grid-align: none;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Arial&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt;"&gt;Inschallah! Es möge so werden!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7019781002286764677?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7019781002286764677/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7019781002286764677' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7019781002286764677'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7019781002286764677'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2012/01/eine-rede-zwischen-den-kulturen.html' title='Eine Rede zwischen den Kulturen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Pzd8ESlil4A/TwdFJSQQ3NI/AAAAAAAAB8Q/HlLgaJpeOEQ/s72-c/Zwischenkultur.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2593516418508603587</id><published>2011-12-15T19:45:00.005+01:00</published><updated>2012-01-07T16:08:05.772+01:00</updated><title type='text'>Das Schaf des Großvaters</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-iGcrm_vqwUw/TupGNYvcCrI/AAAAAAAAB78/Eq2Anulgl10/s1600/A-Guter+Hirte.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;img border="0" height="320" oda="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-iGcrm_vqwUw/TupGNYvcCrI/AAAAAAAAB78/Eq2Anulgl10/s320/A-Guter+Hirte.jpg" width="201" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Mein Großvater baute nach dem Krieg sein von Bomben zerstörtes Haus in der Nordstr. 82 wieder auf. Durch Hinzunahme von bis dahin unbebauten Nachbargrundstücken entstand die Häuserzeile 76 – 86, in deren erstes Haus meine Eltern mit mir und meiner Schwester Sigrid im Jahre 1952 einzogen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Am Giebel des Hauses hatte der Opa einen etwa 6 m hohen guten Hirten aus Eisenbändern anbringen lassen, den ein künstlerisch versierter Schlosser nach den Linien einer Vorlage hergestellt hatte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Unter diesem freundlichen Symbol habe ich elf Jahre lang im Erdgeschoß des Hauses 76 gewohnt und habe mich so an das Hirtenbild gewöhnt, dass ich es später fast kaum noch beobachtet habe, wenn ich gelegentlich einmal durch die Nordstraße fuhr. Erst neulich habe ich mir den Hirten und sein Schaf einmal länger angesehen und Einzelheiten des Bildes neu wahrgenommen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ER0RehyUM6Y/TupHV01KTAI/AAAAAAAAB8E/jcUt5JGfW_I/s1600/A-H%25C3%25A4userblock.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="214" oda="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-ER0RehyUM6Y/TupHV01KTAI/AAAAAAAAB8E/jcUt5JGfW_I/s320/A-H%25C3%25A4userblock.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Einige Details legen die Vermutung nah, dass es mein Vater war, der die Vorlage gezeichnet hat. Das wäre in den Zeiten knapper Mittel nach dem Krieg auch naheliegend gewesen. Mein Vater arbeitete damals teils als Bauleiter, teils als Architekt im Büro seines Vaters, und wenn der Auftrag für Hirte und Schaf nicht an den feinsinnigen Herrn Heinrich Hadem ging, der später die Weihnachtskarten der Firma kalligraphisch gestaltete und irgendwann auch einmal von der Industrie- und Handelskammer den ehrenhaften Auftrag erhielt, in deren Gebäude ein großes Flurfenster zu gestalten, wenn der es also nicht war, dann kann eigentlich nur mein Vater mit seinem nicht unbeträchtlichen Zeichentalent als Vorlagengeber in Frage kommen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Die klobigen Schuhe des Hirten erinnern mich an die Hufe eines kleinen Esels, den mein Vater mir als Schulanfänger ebenfalls als Vorlage auf eine Schiefertafel malte, was mich damals aus verschiedenen Gründen sehr in Verlegenheit brachte. Auch die linke, den Stab haltende&amp;nbsp;Hand ist grob, der Kopf des Hirten dagegen ist eher zu klein geraten, ihm fehlt auch der Heiligenschein, den solche Figuren sonst immer haben, und den ich mir, wie ich jetzt bemerkte, fast schon ein wenig dazu erinnert hatte. Natürlich war mein Großvater viel zu calvinistisch, um Heiligenscheine auch nur zu denken, geschweige denn, in Auftrag zu geben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Am meisten wundert mich das Schaf. Es ist vollkommen anders als alle Schafsdarstellungen, die ich kenne. Es versucht nämlich, seinen Kopf in einer anrührenden Geste so zu heben, dass es in die segnende warme Hand des Hirten hineingerät, macht dabei aber eine Bewegung, die man bei Schafen nie sehen würde. Es ist eher die Bewegung eines Hundes, der am Kopf gestreichelt oder gekrault werden will, und der außerdem voller Stolz seine Brust herausstreckt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma; font-size: large;"&gt;Trotz dieses eigenartigen Fehlers finde ich das Bild insgesamt gelungen. Schließlich ist das Schaf ja gar kein Schaf, es ist ein Mensch, ein Anhänger des guten Hirtens – und als Mensch ist es ja nicht verboten, auch einmal eine Bewegung zu machen, die mehr Gefühl und mehr Wissen verrät als die natürliche Art und Weise wie ein gewöhnlicher &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/" name="_GoBack"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Tahoma;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;Schafskopf sich auf seinen Hirten zubewegt.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-size: large;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2593516418508603587?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2593516418508603587/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2593516418508603587' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2593516418508603587'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2593516418508603587'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/12/das-schaf-des-grovaters.html' title='Das Schaf des Großvaters'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-iGcrm_vqwUw/TupGNYvcCrI/AAAAAAAAB78/Eq2Anulgl10/s72-c/A-Guter+Hirte.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1130001557237553244</id><published>2011-12-04T17:30:00.004+01:00</published><updated>2011-12-04T17:57:20.194+01:00</updated><title type='text'>Zehn kleine Unsinnigkeiten (Zusammenfassung aus meinen Facebook-Posts)</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;br /&gt;In Facebook habe ich im Oktober 2011 &lt;a href="http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/zehn-kleine-weisheiten-zusammenfassung.html"&gt;zehn kurze Weisheiten&lt;/a&gt; veröffentlicht, jeden zweiten Tag eine, im November dann die hier gleich nachfolgen Unsinnigkeiten, sozusagen als Gegenprogramm. Beide sollen auf ihre Art Zeugnis davon ablegen, dass Weisheit und Unsinn sich wie Planeten um eine helle Sonne drehen, die unser Leben mit Licht und Wärme erfüllt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(I)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe mein Leben lang daran geglaubt, daß die Welt voller Sinn ist. Sie ist die Schöpfung Gottes und hat von ihm Ziel und Sinn erhalten. Es klingt paradox, aber gerade die großen Meister des Unsinns haben mir immer wieder die Sinnhaftigkeit der Welt bestätigt. Man kann intelligente Systeme nur dann krachend und zum Gelächter aller einstürzen lassen, wenn sie zuvor randvoll mit Sinn waren.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Beginnen soll &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Woody Allen (*1935): &lt;em&gt;I hate reality but it's still the best place to get a good steak.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich hasse die Realität, aber sie ist immer noch der beste Platz, um ein gutes Steak zu bekommen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(II)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Mit einer Verbeugung vor dem großen Meister des Nonsense.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Robert Gernhardt (1937 - 2006):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Kafka sprach zu Rudolf Steiner:&lt;br /&gt;"Von Euch Jungs versteht mich keiner!"&lt;br /&gt;Darauf sagte Steiner: "Franz,&lt;br /&gt;ich versteh Dich voll und ganz!"&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Wenn man zwei berühmte Namen, hoch angereichert mit schwerster Bedeutung, so ungebremst aufeinanderprallen lässt wie hier, dann entsteht eine Explosion und ein Loch, durch das freie Luft strömt. Ich kann an keiner Waldorfschule vorbeigehen, ohne an dieses Gedicht zu denken und sogleich Abstriche am heiligen Ernst ihrer Betreiber zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br style="mso-special-character: line-break;" /&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(III)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Für die Jüngeren erklärt: hier kommt ein Komiker aus der Zeit, als die Filme langsam auch Töne erhielten. Er wurde als Julius Henry Marx geboren, Sohn deutsch-jüdischer Einwanderer. Als „Groucho“ hat er zusammen mit seinen „Marx Brothers“ die Kinos der 20er und 30er Jahre mit skurrilem Humor durcheinander gewirbelt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-GB;"&gt;Groucho Marx (1890 – 1977): &lt;em&gt;Behind the Alps are more Alps.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-GB;"&gt;&lt;em&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Ein im Leben immer wieder hilfreich anwendbares Wort. Ich habe es besonders auf Wanderungen mir und anderen immer wieder gerne gesagt. Ich habe es mir dabei etwas vereinfacht, als Wanderversion sozusagen. Das vollständige und korrekte Original stammt aus einer uralten Marx-Brothers-Show, in welcher Groucho als Napoleon sich anschickt die Alpen zu überqueren und sich theatralisch von Josephine verabschiedet: &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;Farewell, my Queen. Beyond the Alps lies more Alps, and the Lord ‘Alps those that ‘Alps themselves. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Vive la France!&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(IV)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Den Münchner Sprachverwirrer brauche ich nicht vorzustellen, oder?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Karl Valentin (1882 – 1948): &lt;em&gt;Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das ist in seiner Unsinnigkeit schon wieder ganz nahe an der Wahrheit.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(V)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Hier kommt nun das Frankfurter Comedy-Duett „Badesalz“ &lt;a href="http://www.badesalzfans.de/album%20metzger.html"&gt;mit einem Sprechgesang&lt;/a&gt;, einem „Rap“, der den billigen Gebrauch modern-heiliger Worte wie „Em-mo-tion“ und „Solidarität“ sehr schön entlarvt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hendrik_Nachtsheim" title="Hendrik Nachtsheim"&gt;&lt;span style="color: windowtext; font-size: 14pt; line-height: 115%; text-decoration: none; text-underline: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Henni Nachtsheim&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt; (* 1957) und &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerd_Knebel" title="Gerd Knebel"&gt;&lt;span style="color: windowtext; font-size: 14pt; line-height: 115%; text-decoration: none; text-underline: none;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Gerd Knebel&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt; (*ca. 1950):&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Denn wer Emotionen wie im Krieg vermient&lt;br /&gt;Hat den Solidaritätszuschlag nicht verdient&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(VI)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Der teilweise pathetische Nonsens von Garrison Keillor (* 1942 in Lake Wobegon, Minnesota, jedenfalls erzählt er immer, das sei seine Heimatstadt) verliert leider einen Teil seiner Wirkung, wenn man ihn übersetzt. Ich will es trotzdem mal versuchen, Keillor erzählt hier von einer Reise nach Oslo, der Heimat seiner Vorfahren: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Du sitzt in einem Straßencafé, die Sonne scheint, und du ißt dein offen belegtes Sandwich, und große blonde Frauen gehen vorüber, denen du, wenn sie sich umdrehten und sagten „Folge mir“, folgen würdest, sie halten dein Leben in ihren Händen, aber offenkundig wissen sie das nicht, und sie fordern dich nicht auf, ihnen zu folgen, und sie gehen die Straße hinunter, vorbei am Tabakgeschäft, am „Biograf“ und der „Apotek“ und du vergisst sie nie.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;You sit in an outdoor café, the sun shining, and eat your open-face sandwiches and tall blonde women walk past who if they turned to you and said, "Follow me," you would follow, they hold your life in their hands, but evidently they don't know this, and they don't ask you to follow them, and they walk down the street past the tobacco shop and the Biograf and the Apotek and you never forget them.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(aus &lt;a href="http://prairiehome.publicradio.org/programs/2006/05/13/scripts/syttende.shtml"&gt;Keillors Radioshow&lt;/a&gt; vom 13.Mai 2006, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;die Show läuft seit 1974)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(VII)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Von den modernen Comedians kann kaum einer seine Geschichten so schön aufbauen und dann einstürzen lassen wie Helge Schneider.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Über Jahre haben mich einzelne Worte aus seiner kleinen Szene begleitet, in der er das Leben seines Aquarium-Haifisches erzählt, der nach und nach gegen die Wände des Aquariums gewachsen ist und jetzt genau die quadratischen Formen seiner Behausung angenommen hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dieses Aquarium wird von Helge Schneider in dem sachkundigen und jeden Zweifel ausschließenden Tonfall beschrieben, der in deutschen Heimwerkermärkten vorherrscht.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Helge Schneider (*1955): &lt;em&gt;Es ist 40 mal 40 mal 40 tief.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Helge Schneider zieht hier der bräsigen Fachmannsprache den Stöpsel und läßt ihr die Luft heraus.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(VIII)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Der Meister soll hier ein zweites Mal zu Wort kommen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Robert Gernhardt (1937 - 2006): &lt;em&gt;Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe gehört, dass dieses Wort mittlerweile in Stabsbesprechungen großer Behörden als Teil einer ernsthaften Argumentation akzeptiert wird. Bei diesem Wort ist es die durch den Reim plötzlich möglich scheinende Verwandlung von Elchen, welche die an sich alltägliche Aussage „Du hast früher ganz anders geredet als heute!“ ins Unsinnige wendet.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(IX)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Unsere erste Begegnung mit dem Unsinn ist der erste Witz, den man uns erzählt. Meiner spielte in Köln – wo sonst? – und ging so:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Tünnes sitzt am Rhein und heult.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;„Was ist denn mit dir?“ fragt ein mitleidiger Passant.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;„Der Schääl hat mein Butterbrot in den Rhein geworfen.“&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;„Mit Absicht?“&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;„Nää, mit Stinkkääs.“&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Was ist dein erster Witz, an den du dich erinnerst, mein verehrter Leser?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;(X)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Zum Schluss etwas, das ich als unsinniges Lebensprinzip gewinnbringend angewendet habe.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Der bereits zitierte Groucho Marx soll das Folgende an den Golf-Club geschrieben haben, in dessen Nachbarschaft er ein neues Haus bezogen hatte, und der ihn als Mitglied gewinnen wollte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;span lang="EN-GB" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-GB;"&gt;Groucho Marx (1890 – 1977): &lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;&lt;em&gt;I don't care to belong to a club that accepts people like me as members. &lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich mache mir nichts daraus, zu einem Club zu gehören, der solche Leute wie mich als Mitglieder akzeptiert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In den 80er Jahre habe ich mir diesen Satz leise vorgesagt, während ein feiner Herr der Remscheider Wirtschaft mir die Mitgliedschaft im örtlichen Rotary-Club antrug. Danach habe ich freundlich dankend abgelehnt und später gefunden, dass es die &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/" name="_GoBack"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;richtige Entscheidung war. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1130001557237553244?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1130001557237553244/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1130001557237553244' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1130001557237553244'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1130001557237553244'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/12/zehn-kleine-unsinnigkeiten.html' title='Zehn kleine Unsinnigkeiten (Zusammenfassung aus meinen Facebook-Posts)'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1391414755037481599</id><published>2011-11-25T20:15:00.002+01:00</published><updated>2011-11-25T20:37:27.134+01:00</updated><title type='text'>Weiteres Tonmaterial zum Tod meines Großvaters</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Gerne möch&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.blogger.com/" name="_GoBack"&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;te ich meinen vorigen Blogeintrag hier noch etwas ergänzen und weitere Tonbandabschnitte ins Netz stellen. Mir ging es beim ersten Hören des Tonbandes so, dass ich eigentlich nur die pathetische Rhetorik bemerkt und dabei das gestalterische Geschick des Großvaters übersehen habe. Während des Schneidens habe ich dann aber Einzelheiten entdeckt, die nach meinem Eindruck bemerkenswert sind, weil sie eine mich überraschende Gestaltungsfreiheit des Großvaters belegen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-5028643f105cf26d" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v3.nonxt3.googlevideo.com/videoplayback?id%3D5028643f105cf26d%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D6BB273ABF621528D402E7C1E611C5C8C823E4E3E.5C6E22417C22B765B438FC84C73B34C2D025DF62%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D5028643f105cf26d%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3Dd_dqbGbSQXtHZn438sQVX5u4IEM&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v3.nonxt3.googlevideo.com/videoplayback?id%3D5028643f105cf26d%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D6BB273ABF621528D402E7C1E611C5C8C823E4E3E.5C6E22417C22B765B438FC84C73B34C2D025DF62%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D5028643f105cf26d%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3Dd_dqbGbSQXtHZn438sQVX5u4IEM&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er liest einen für die Ohren der anwesenden Baptisten fremd klingenden Text, nämlich Worte aus seiner vertrauten Elberfelder Bibel von 1871. In dieser wird, für jeden Zuhörer erkennbar, der Gottesname JHWH mit „Jehova“ wiedergegeben, das ist anders als bei den meisten anderen Übersetzungen, die „Herr“ haben. Übrigens hat später die revidierte Elberfelder Bibel von 1985 ebenfalls die Übersetzung „Herr“.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Der Opa führt geschickt in die Szene der salomonischen Tempelweihe ein, indem er nicht (wie in vielen Freikirchen üblich) respektvoll den unveränderten Originaltext liest, sondern etwa bei der Erwähnung des „Vorhofs“, in dem die Szene spielt, ergänzt „in den Vorhof &lt;i style="mso-bidi-font-style: normal;"&gt;des Hauses Gottes“&lt;/i&gt;. Er liest „Salomo“ statt „er“ und lässt die technische Beschreibung eines „Gestells“ (&lt;em&gt;fünf Ellen seine Länge, und fünf Ellen seine Breite, und drei Ellen seine Höhe&lt;/em&gt;) ganz weg. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Bei der zweimaligen Erwähnung der „Versammlung“, der &lt;em&gt;kehal&lt;/em&gt; im Hebräischen, übernimmt er zunächst das „Versammlung“ der Elberfelder Bibel, ändert beim zweiten Mal aber das Wort in freier Entscheidung in „Gemeinde“, so wie es auch bei Luther steht und wie es den Zuhörern, darunter auch Vertretern der Kirche, sicherlich geläufig war.&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-5aea9cf14f72f03f" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v18.nonxt6.googlevideo.com/videoplayback?id%3D5aea9cf14f72f03f%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3DF890C8F5E6454AEF7D8582C3FEF7168F34DAC74.4B7B5CDABDEB39637A1FB522367CA95E2B2C4935%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D5aea9cf14f72f03f%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DoUyGvYko1jEkX7hRdAm9UE-edpM&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v18.nonxt6.googlevideo.com/videoplayback?id%3D5aea9cf14f72f03f%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3DF890C8F5E6454AEF7D8582C3FEF7168F34DAC74.4B7B5CDABDEB39637A1FB522367CA95E2B2C4935%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D5aea9cf14f72f03f%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DoUyGvYko1jEkX7hRdAm9UE-edpM&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Das ist für einen Mann der Brüderbewegung, in der die Gemeinden durchgängig „Versammlung“ hießen, eine bemerkenswerte Öffnung. Und die vollzieht er im Gebet noch weiter, indem er sich sehr deutlich mit der großen, weltumspannenden Gemeinde der Christen verbindet. In meiner Erinnerung redete man damals in den Freikirchen weitgehend noch nicht so. Der Großvater hatte aber in der Nazi-Zeit einen Blick über den Tellerrand tun können, als seine kleine „Versammlung“ unter Hitler verboten wurde und er sich den Baptisten anschloss. Nach dem Krieg wollte ihn die nun wieder legale Versammlung nicht mehr aufnehmen, und er schloss sich einer freien Brüdergemeinde an, die zunächst im Wohnzimmer eines Bauern zusammenkam und dann eine kleine Kapelle baute. Dort ging es offener zu, die Allianz mit anderen evangelischen Gemeinden und Kirchen wurde gepflegt.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-805b58d5e1d456a4" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v3.nonxt3.googlevideo.com/videoplayback?id%3D805b58d5e1d456a4%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D58690B8F84EFCBC18E2EC293C890320E1A13EF28.69B327B4C44CDB946C7D228A60D170B1484FB5B2%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D805b58d5e1d456a4%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3D_iQ2MMGoGIjF1NaFchfaMwOACqs&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v3.nonxt3.googlevideo.com/videoplayback?id%3D805b58d5e1d456a4%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D58690B8F84EFCBC18E2EC293C890320E1A13EF28.69B327B4C44CDB946C7D228A60D170B1484FB5B2%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D805b58d5e1d456a4%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3D_iQ2MMGoGIjF1NaFchfaMwOACqs&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Eindrucksvoll finde ich, wie er das Gebet vor der Schlüsselübergabe in die eigentliche Übergabehandlung hinüberzieht und einfach weiterbetet, wo alle die säkulare Aushändigung des Schlüssels erwarten. „Herr ich übergebe den Schlüssel vor Deinem Angesicht!“ sagt er, noch betend. Es wäre naheliegender, die Übergabe anders zu gestalten und einfach in der Rede zu sagen: „Und nun übergebe ich den Schlüssel vor Gottes Angesicht“. Aber die Du-Anrede im Gebet ist natürlich ungleich stärker und beschwört die Gegenwart Gottes in mächtiger Weise herauf.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-c0d36a3088ed9e73" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v21.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3Dc0d36a3088ed9e73%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D25509EA666345BC866892272876FAA90AD38F49E.34B610EAD1575F15C8492A74FC2C5B3A0FA6826B%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3Dc0d36a3088ed9e73%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DIYf1yWVhX9D7riHJQkm3Rc4nwE0&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v21.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3Dc0d36a3088ed9e73%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D25509EA666345BC866892272876FAA90AD38F49E.34B610EAD1575F15C8492A74FC2C5B3A0FA6826B%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3Dc0d36a3088ed9e73%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DIYf1yWVhX9D7riHJQkm3Rc4nwE0&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Am Schluss werden dann seine allerletzten Worte auf dieser Erde zu einem Lied – aber zu was für einem! Er ändert das Programm, welches das etwas blumige „Tut mir auf die schöne Pforte“ vorsieht, und lässt den Segensspruch vom Ende des Zweiten Korintherbriefes singen: D&lt;em&gt;ie Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen&lt;/em&gt;! (in der Liedstrophe am Schluss geändert auf &lt;em&gt;mit uns allen&lt;/em&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er stimmt es selbst an und dominiert, vor dem Mikrofon stehend, die ganze Aufnahme. Sein letztes Lebenszeichen, der Ton auf dem abschließenden „Amen“, misslingt ihm gräulich, er rutscht ab und verlässt diese Welt fast einen&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;ganzen Ton unterhalb der restlichen Gemeinde, gerade so, als ob jetzt seine Lebenskraft am Ende sei. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="mso-bookmark: v12;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Schief, aber wunderbar – wem ist es schon vergönnt, sein Leben mit einem "Amen" abzuschließen, das außerdem auch noch so menschlich klingt?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1391414755037481599?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1391414755037481599/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1391414755037481599' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1391414755037481599'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1391414755037481599'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/weiteres-tonmaterial-zum-tod-meines.html' title='Weiteres Tonmaterial zum Tod meines Großvaters'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3509126909146275650</id><published>2011-11-22T22:30:00.016+01:00</published><updated>2011-11-23T18:17:12.049+01:00</updated><title type='text'>Die letzten Minuten meines Großvaters</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Vor ein paar Wochen habe ich über den eigenartigen Tod meines Großvatrers hier &lt;a href="http://christianrunkel.blogspot.com/2011/10/der-tod-meines-grovaters-am-22-oktober.html"&gt;im Blog berichtet&lt;/a&gt;.&amp;nbsp;Mittlerweile habe ich aus der Gemeinde Hunsheim die Tonbandaufzeichnung bekommen, auf der die Rede zu hören ist, die er wenige Minuten vor seinem Tod hält, aber auch der Moment, in dem sich wenig später der nächste Redner unterbricht und man im Hintergrund hören kann, wie der vom Schlag getroffene Großvater hinausgetragen wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich gehe der Reihe nach vor: der Großvater verliest zunächst das Gebet des Königs Salomo bei der Einweihung des Jerusalemer Tempels aus 2. Chronik 6, 12 - 21, hier ein kurzer Abschnitt mit den ersten Worten:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-7f963ae3ba9ab818" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v12.nonxt5.googlevideo.com/videoplayback?id%3D7f963ae3ba9ab818%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D3D42F7E97FCA354B9B12A812FFDF9C2D48564071.2CE46DE12281D1C8A65E83558683E30BA64AB123%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D7f963ae3ba9ab818%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DvwhKl4WncBOxSBRFVKdaaaY0f-8&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v12.nonxt5.googlevideo.com/videoplayback?id%3D7f963ae3ba9ab818%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D3D42F7E97FCA354B9B12A812FFDF9C2D48564071.2CE46DE12281D1C8A65E83558683E30BA64AB123%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D7f963ae3ba9ab818%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DvwhKl4WncBOxSBRFVKdaaaY0f-8&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Danach fügt er ein paar eigene Worte an, bevor er dann seinerseits ein langes Gebet anschließt und den Schlüssel übergibt. Die Pathetik in seiner Stimme ist für heutige Ohren sehr ungewöhnlich, sie wiederholt sich aber in den Reden der anderen Beteiligten in ganz ähnlicher Weise. Hier seine Rede, etwas über drei Minuten lang:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-29cf34fdda64771b" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v6.nonxt8.googlevideo.com/videoplayback?id%3D29cf34fdda64771b%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D56DC8ECE8339CA5D91BA891AC71F572938DC39B.7C3D179D5600352DB69D48ED740981ECF7CF2874%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D29cf34fdda64771b%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DHvcXZ-0HVA32Z41uLQBrmcsPblY&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v6.nonxt8.googlevideo.com/videoplayback?id%3D29cf34fdda64771b%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D56DC8ECE8339CA5D91BA891AC71F572938DC39B.7C3D179D5600352DB69D48ED740981ECF7CF2874%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3D29cf34fdda64771b%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DHvcXZ-0HVA32Z41uLQBrmcsPblY&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Calibri; font-size: large;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Calibri&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Auf dem folgenden, etwa eine Minute langen Ausschnitt&amp;nbsp;aus der Tonbandaufzeichnung ist zu hören, wie der Gemeindeälteste Ernst Decker, der den Schlüssel übernommen hat,&amp;nbsp;den zweiten Teil der Kapelleneinweihung beginnt. Die Gemeinde hat die Feierlichkeiten zunächst draußen vor der Tür verfolgt hat und ist dann ins neue Haus gegangen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object width="320" height="266" class="BLOG_video_class" id="BLOG_video-ac0bc2504a4178f5" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/get_player"&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF"&gt;&lt;param name="allowfullscreen" value="true"&gt;&lt;param name="flashvars" value="flvurl=http://v17.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3Dac0bc2504a4178f5%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D14DCF773C933AACBB2D7E87B5683247A63119F7D.2663858EF14956FD434AF401E6340C384C71F7ED%26key%3Dck1&amp;amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3Dac0bc2504a4178f5%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DfpLrELswqhbuevhGJqGCC2y8Q1U&amp;amp;autoplay=0&amp;amp;ps=blogger"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/get_player" type="application/x-shockwave-flash"width="320" height="266" bgcolor="#FFFFFF"flashvars="flvurl=http://v17.nonxt7.googlevideo.com/videoplayback?id%3Dac0bc2504a4178f5%26itag%3D5%26app%3Dblogger%26ip%3D0.0.0.0%26ipbits%3D0%26expire%3D1330364995%26sparams%3Did,itag,ip,ipbits,expire%26signature%3D14DCF773C933AACBB2D7E87B5683247A63119F7D.2663858EF14956FD434AF401E6340C384C71F7ED%26key%3Dck1&amp;iurl=http://video.google.com/ThumbnailServer2?app%3Dblogger%26contentid%3Dac0bc2504a4178f5%26offsetms%3D5000%26itag%3Dw160%26sigh%3DfpLrELswqhbuevhGJqGCC2y8Q1U&amp;autoplay=0&amp;ps=blogger"allowFullScreen="true" /&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Bereits nach wenigen Worten unterbricht er sich, man hört im Hintergrund Geräusche, der Großvater, der mit den Ehrengästen vorne auf dem Podium Platz genommen hat, ist (wie man mir später erzählte) nach vorne gesackt und mit dem Kopf auf den vor ihm stehenden Tisch gesunken. Nach etwa einer halben Minute wird nach einer Decke gerufen. Hier hört der obige kurze Abschnitt auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Originalband hört man später dann weitere Geräusche, zwei Männer beginnen zu beten, es werden weitere Helfer zum Tragen „unseres Vaters Runkel“ nach vorne beordert, bereits zweieinhalb Minuten nach der Unterbrechung kommt die Nachricht, dass der Großvater „wahrscheinlich heimgerufen wurde“. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenige Minuten später wird nach weiteren Gebeten angesagt, dass man mit Rücksicht auf „unser Gefühlsleben“ noch etwas Stille walten lassen will, dann aber&amp;nbsp; mit dem Weihegebet Fortsetzung im geplanten Programm machen wird.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3509126909146275650?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3509126909146275650/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3509126909146275650' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3509126909146275650'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3509126909146275650'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/die-letzten-minuten-meines-grovaters.html' title='Die letzten Minuten meines Großvaters'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7184949093358951698</id><published>2011-11-11T18:30:00.021+01:00</published><updated>2011-11-12T17:07:59.219+01:00</updated><title type='text'>Eine kurfürstliche Grabstätte wiederentdeckt</title><content type='html'>&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/--ARquKOfSEo/Tr1heECm0bI/AAAAAAAAB7o/a--YohdSYSM/s1600/Schloss+Burg.bmp" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;strong&gt;&amp;nbsp;&lt;/strong&gt;Mit etwas Wikipedia läßt sich&amp;nbsp;eine Meldung des &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.rga-online.de/lokales/bergisches3Land.php?userid&amp;amp;publikation=2&amp;amp;template=phparttext&amp;amp;ausgabe=57821&amp;amp;redaktion=2&amp;amp;artikel=109896815"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Remscheider General-Anzeigers &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;aus meinem lieben Altenberger Heimatdom im Bergischen Land schnell ergänzen: die wiedergefundene Grabplatte gehört zum Grab eines Herzogs von Berg und seiner aus einer kurfürstlich Brandenburgischen Familie stammenden Frau S&lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sibylle_von_Brandenburg"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;ybille&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;.&amp;nbsp; Ihr Vater, Ihr Bruder, Ihr Neffe usw. waren jeweils Kurfürsten der immer erfolgreicher werdenden Preußen, wie ma&lt;span class="text_exposed_show"&gt;n sie später nach Zuerwerb der preußischen Gebiete nennen wird. Sechs Generationen nach ihr wird in ihrer Familie der „&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Wilhelm_(Brandenburg)"&gt;Große Kurfürst&lt;/a&gt;“ und drei weitere Generationen später &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Preu%C3%9Fen)"&gt;Friedrich der Große&lt;/a&gt; geboren. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Zeitungsartikel legt nahe, daß die späteren Preußenkönige etwa um 1835 ein Interesse am Wiederaufbau des verfallenen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Altenberger_Dom#Baugeschichte_und_Ausstattung"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Altenberger Domes&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt; bekamen, unter Anderem auch, weil sie um die Tante dort wussten. &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Warum waren Sybille und ihr Mann nun aber die letzten Edelleute, die im Dom beerdigt wurden? Die Antwort ist: im Gegensatz zu ihren Berliner Verwandten hatte Sybille kein Glück mit dem Gebären von männlichen Nachkommen. Aus der Not wurde eine Tugend, indem man ihre einzige Tochter Maria mit fünf (!) Jahren dem nur ein Jahr älteren &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_(J%C3%BClich-Kleve-Berg)"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Herzog von Kleve &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;anverlobte und damit einen „Merger“ mit Namen „Jülich, Kleve, Berg, Mark &amp;amp; Partner“ abschloss, der die Ländereien fast des gesamten Rheinlandes vereinte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img border="0" nda="true" src="http://2.bp.blogspot.com/--ARquKOfSEo/Tr1heECm0bI/AAAAAAAAB7o/a--YohdSYSM/s1600/Schloss+Burg.bmp" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;In Schloß Burg bei Solingen hängt ein schönes Gemälde, das die Verlobung im Jahre 1496 zeigt, die auf den ersten Blick eher nach einem Kindergeburtstag aussieht. Später haben die Kinder auch brav geheiratet und ihrerseits Kinder in die Welt gesetzt, darunter &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_von_Kleve"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Anna von Kleve&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;, die weltberühmte &lt;/span&gt;&lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anne_of_Cleves"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Anne of Cleves&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;, die vom englischen Henry VIII im Jahre 1540 geheiratet und sogleich wieder verschmäht wurde. Sie soll es mit Fassung getragen haben – immerhin ließ er sie, anders als die meisten von ihm verschmähten weiteren Frauen – am Leben. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt;Laut Wikipedia ist sie als Kind oft in besagtem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Burg"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt;Schloß Burg&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt; bei Solingen gewesen. Das hat sie mit mir und vielen Bergischen Kindern gemeinsam, die dort ihre Schulwandertage verlebten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Beim vermeintlichen Verlust der Grabplatte ihrer Brandenburger Großmutter spielt der Hückeswagener Notar und Heimatforscher &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vinzenz_Jakob_von_Zuccalmaglio"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Zuccalmaglio&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt; (im Bergischen „Zuckal-MACH-lijo“ gesprochen, Bruder des Dichters von „Kein schöner Land in dieser Zeit“) eine unrühmliche Rolle: er hatte die im Bereich des Nordeinganges gelegene und von vielen Füßen blank und unleserlich getretene Platte ebenfalls um das Jahr 1835 herum als nicht mehr auffindbar gemeldet. Das stimmte nicht und wurde jetzt also nach fast 200 Jahren durch Frau Dr. Petra Janke, eine in Altenberg ehrenamtlich tätige Kunsthistorikerin korrigiert.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7184949093358951698?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7184949093358951698/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7184949093358951698' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7184949093358951698'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7184949093358951698'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/eine-kurfurstliche-grabstatte.html' title='Eine kurfürstliche Grabstätte wiederentdeckt'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/--ARquKOfSEo/Tr1heECm0bI/AAAAAAAAB7o/a--YohdSYSM/s72-c/Schloss+Burg.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-523410344492338560</id><published>2011-11-10T20:30:00.007+01:00</published><updated>2011-11-10T21:01:12.723+01:00</updated><title type='text'>Zehn kleine Weisheiten (Zusammenfassung aus meinen Facebook-Posts)</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;In Facebook habe ich im Oktober 2011 zehn kurze Sätze veröffentlicht, jeden zweiten Tag einen. Sie sind mir alle irgendwann einmal als gute Ratschläge in meinem Leben gegeben worden. Die Hälfte davon wurde mir im persönlichen Gespräch weitergegeben, die andere Hälfte der Sätze ist allgemein bekannt; einer stammt aus der Bibel.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;(I)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Ich beginne mit einer kleinen eher bäuerlichen Familienweisheit, die der Schriftsteller John Updike (1932 – 2009) von seinen Vorfahren übernommen hat:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Streiche die Butter auf den Rand zu, es kommt ganz von alleine genug in die Mitte.&lt;/em&gt; &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span lang="EN-US" style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%; mso-ansi-language: EN-US;"&gt;(Butter towards the edges, enough gets into the middle anyhow). &lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Updike hat gesagt, er habe das auch auf seine Kunst anwenden können: mit Sorgfalt in einigen Details gelingt der Rest des Kunstwerkes ganz von selbst.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;(II)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als zweiten Satz habe ich etwas zum Thema „Auftreten vor größeren Zuhörerschaften“:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Wallace Haines (1910 – 2006): &lt;em&gt;Wenn du etwas öffentlich sagen mußt, sage dabei immer auch etwas Persönliches von Dir und gehe bis an die Grenze der Peinlichkeit&lt;/em&gt; (embarrassment).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das ist der Ratschlag eines US-Amerikaners, eines väterlichen Freundes und geistlichen Inspirators. Er ist nicht immer auf deutsche Verhältnisse anwendbar, enthält aber die ernste Warnung, die Aufmerksamkeit einer größeren Gruppe von Zuhörern nicht als etwas zu nehmen, was man geschenkt bekommt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;(III)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Als dritten Satz habe ich etwas aus dem Geschäftsleben. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Johannes Runkel (1925 – 2003): &lt;em&gt;Wenn Du mit einem schwächeren Kontrahenten verhandelst, achte darauf, daß Gott sich nicht auf dessen Seite schlägt.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Mein Onkel war meine erster Chef. Er war ein konsequenter, konservativer Marktwirtschaftler aber auch ein sensibler Christ. Es gelang ihm immer wieder (wenn auch nicht durchgängig), seine Verhandlungspartner mit den Augen Jesu zu sehen und deshalb ihre Schwächen als etwas zu erkennen, das man nicht ausnutzen durfte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;(IV)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Als viertes habe ich eine menschlich-geistliche Weisheit vom langjährigen Leiter der Gefährdetenhilfe Scheideweg, einer christlichen Arbeit unter Strafgefangenen:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Friedel Pfeiffer (*1935): &lt;em&gt;Wenn ein Mensch zm Glauben kommt und dadurch eine radikale Lebenswende erfährt, beläßt ihm Gott meist eine schlechte Charaktereigenschaft als Rest des alten Lebens. Der Mensch soll etwas behalten, für das er Gottes Hilfe nötig hat.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;So oder ähnlich hat es mir Friedel vor Jahren einmal gesagt und mir damit geholfen, das Zusammenwirken von Menschlichem und Göttlichem besser zu verstehen und außerdem ganz allgemein im Umgang mit Christen deren Unzulänglichkeiten zu akzeptieren, meine eigenen eingeschlossen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;(V) &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="mso-bookmark: _GoBack;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;Heute ein weiteres Wort aus dem Geschäftsleben:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="mso-bookmark: _GoBack;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Rudolf Augstein (1923 – 2002): &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;em&gt;Man soll nie ein Geschäft schließen, das der Partner nicht einhalten kann.&lt;/em&gt;So leicht und selbstverständlich sich dieses Wort anhört, so schwer ist es gerade für junge Leute, sich daran zu halten. Für sie erscheint der Sinn alles Wirtschaftens gerade darin zu bestehen, dem Geschäftspartner extrem ungünstige Bedingungen abzuhandeln. Aber was hilft es, wenn der am Ende darüber pleite geht?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="mso-bookmark: _GoBack;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Ich habe für mich selbst den Satz etwas erweitert:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="mso-bookmark: _GoBack;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Wenn Du einen Vertrag abschließen willst und den Grund nicht erkennst, warum die Gegenseite aus diesem Vertrag keine Vorteile ziehen will, dann schließe ihn nicht ab.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; mso-bookmark: _GoBack;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;(VI)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Heute habe ich nochmal etwas über die öffentliche Rede, wobei eine Rede auch ein kurzes Referat oder ein Wortbeitrag vor einem kleinen Kreis von Personen sein kann:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Adalbert Bohle (1922 – 1998): &lt;em&gt;Wenn Du eine Rede beginnst, halte dich nicht lange mit Vorworten auf, sondern falle mit der Tür ins Haus.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Mein Onkel Adalbert war Medizinprofessor und ein wunderbarer Redner, dem die Tübinger Studenten in ihren internen Umfragen jahrelang den ersten Platz für lebendige Vorlesungen gegeben haben. Ich habe nie gehört, daß bei ihm am Anfang einer Rede Worte wie „erstmal“ oder „vorausschicken“ vorkamen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(VII)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Ein Wort meines Großvaters, ebenfalls aus dem Geschäftsleben, aber vielseitig anwendbar:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Adolf Runkel (1889 – 1961): &lt;em&gt;Habe immer etwas zu schreiben dabei.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Der Opa war als junger Mann mit einem wichtigen Auftraggeber über eine große Baustelle gegangen und hatte von diesem ein gutes Dutzend Änderungswünsche entgegengenommen. Zum Schluß sagte der Kunde: „Ich glaube nicht, daß Sie meine Wünsche ausführen wollen.“ Auf die entsetze Frage des Großvaters, warum er das nicht glaube, sagte der Kunde: „Weil Sie sich nichts aufgeschrieben haben.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;„Seither“, sagte der Großvater, wenn er die Geschichte seinen Mitarbeitern belehrend weitererzählte, „habe ich&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;i m m e r&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;etwas zu schreiben dabei!“ Und zog dann mit großer Geste sein Notizbuch aus der Brusttasche.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;(VIII)&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Hier soll ein Theologe zu Wort kommen:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Karl Barth (1886 – 1968): &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;em&gt;Wenn ich wählen müßte zwischen der historisch-kritischen Methode der Bi­belforschung und der alten Inspirationsmethode, ich würde entschlos­sen zu der letzteren greifen: sie hat das größere, tiefere, wichtigere Recht. Ich bin froh, nicht wählen zu müssen.&lt;/em&gt;Mir gefällt neben dem Inhalt der Aussage im ersten Satz auch der befreiende Grundgedanke des Nachsatzes: man soll sich nicht mit den scheinbar einzigen Alternativen abfinden, die sich einem anbieten. In den 70er Jahren benutzte der damalige Bundeskanzler Schmidt eine ganz ähnliche Denkfigur, indem er (in einer Fernsehdiskussion zur Nachrüstung) auf die Frage, wie er sich bei „lieber rot als tot“ entscheiden würde, sagte: „Gnädige Frau, ich habe mein Leben lang dafür Politik gemacht, daß sich mir diese Frage nicht stellt.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;(IX)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Hier etwas Lokalkolorit.&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Rheinische Weisheit: &lt;em&gt;Rechne damit, daß man sich immer ein zweites Mal begegnet.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Die Bürger der Stadt Köln sind seit mehr als 1000 Jahren nie von einem Fürstenhaus regiert worden. Ihr oberster Landesherr war jahrhundertelang der Erzbischof. Sein diffiziles Verhältnis zur Bürgerschaft hat – so wird in Köln gerne erzählt – zu einem fein austarierten Verhältnis von Herrschern und Beherrschten geführt, das noch heute im „Kölner Klüngel“ fortexistiert. Die unsympathische Seite dieser Kölschen Spezialität ist Korruption und Vetternwirtschaft. Die angenehme Seite ist das freundliche Lächeln, mit dem man sich begrüßt und verabschiedet. „Man kennt sisch!“ und möchte angenehm bekannt bleiben. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Freunde, ich denke: ihr wißt Bescheid!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;(X)&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Und zum Schluß ein Wort aus der Bibel:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Paulus von Tarsus (ca. 20 n. Chr. – ca. 65): &lt;em&gt;Prüft alles und behaltet das Gute.&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Dem ist nichts hinzuzufügen, außer vielleicht: ganz so liberal wie der Satz klingt, ist er nicht. Er bezieht sich auf das vorangestellte „Den Geist dämpft nicht, Weissagungen verachtet nicht.“ Es wird hier also nur das geprüft, was zumindest einen Hauch von übernatürlicher Inspiration hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich verabschiede mich und wünsche allen meinen Lesern ab und an ein wenig Wind aus dieser Richtung!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-523410344492338560?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/523410344492338560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=523410344492338560' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/523410344492338560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/523410344492338560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/zehn-kleine-weisheiten-zusammenfassung.html' title='Zehn kleine Weisheiten (Zusammenfassung aus meinen Facebook-Posts)'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-788308522139339644</id><published>2011-11-03T22:15:00.002+01:00</published><updated>2011-11-03T22:33:28.644+01:00</updated><title type='text'>Ein schönes Lob</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;&lt;br /&gt;Tochter Eva ist nach zwei Konzerten in Leverkusen und Kiel wieder in Berlin zurück und schickt mir diese schöne Lobeshymne einer Rezensentin der "Kieler Nachrichten"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Zerbrechlich und stringent&lt;/strong&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;Sängerin Eva Jagun mit ihrem Debüt „My Blue Hour“ im KulturForum&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;Von Almut Behl&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span&gt;&lt;strong&gt;Kiel&lt;/strong&gt;. Bescheidenheit ist eine Zier. Und was für eine! &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;Eva Jagun steht im marineblauen Mini auf der Bühne wie dereinst die blutjunge Marianne Rosenberg. Ihr Charme wirkt schüchtern, mädchenhaft, introvertiert, ihre &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;faszinierende Stimme mit leicht gebrochenem Vibrato eine Mischung aus reifem Babydoll-Touch, metallisch und schmelzend, immer wieder Akzente in den Höhen setzend, aus denen sie startet und wie aus dem Nichts in medias res geht. &lt;/div&gt;&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;Diese Verbindung aus Zerbrechlichkeit und Stringenz, gepaart mit einer an die 60er Jahre gemahnenden Schlagerbühnenpräsenz mag harmlos sein, das 50köpfige Publikum im KulturForum fand es am Mittwoch Abend zurecht hinreißend. Natürlich ist die schöne Blonde Projektionsfläche für vielleicht nicht nur musikalische Traumreisen, die im Konzert vorwiegend nach Südamerika führen und mit Bossa und Samba eigentlich ein Fall für die Dance Night bei Jazz Baltica wären. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;Ein bisschen komisch ist es schon, wenn die best gelaunte Band sich durch das herrliche Mahlwerk der Rhythmen arbeitet, ohne dass sich vor der Bühne mehr als ein Fußwippen regt. Vielleicht hat man genug mit der Augen- und Ohrenweide zu tun: Dem verschmitzten Hamburger Matthias Trippner, der mit hochgezogenen Schultern nach hinten gelehnt spielt, als köchelte in den Drumkesseln eine gefährlich dampfende Suppe. Wie emsig-zart er Besen rührt und gern stumpfe Synkopen an die Trommelränder setzt, zur späteren Stunde mit Karacho die Hihat-Feuerwehr klingeln lässt! Der Oberösterreicher Manuel Zacek am Bass glänzt mit Mimik und Körperseinsatz zu virtuosen Soli. Hochkonzentriert am Flügel die formvollendete Disziplin von Kelvin Sholar (Detroit), der aufrecht sitzend Läufe aus dem Handgelenk perlen lässt und nonchalant improvisierend ins American Songbook lugt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;Die Combo und ihre sympathische Sängerin verharren in den Eigenkompositionen und mit Hommagen an Carlos Jobim und Joao Bosco nicht in gefälligem Brasil-Kitsch und Partyklängen, sondern reiben sich auch an und in Gegensätzen, bleiben trotz treibender Rhythmen bedächtig, lassen sich mit Unschuldsmiene zu melodischen Spielereien hinreißen und haben dabei einen existenziell seriösen oder melancholischen Unterton. Schön, wenn Eva Jagun das Publikum mit einer „Ode an die Melancholie“ oder betörenden Wiegelied-Anklängen namens „Why“ hypnotisiert, sich Publikum und Begleitung stets freundlich zuwendet, gestisch unaffektiert Summen oder Scat unterstreicht. Oben Frohsinn, unten norddeutsche, leicht narkotisierte Gebanntheit, in die auch Evas bluesiger Titel „Tell me some lies“ mit wunderbarer Louisiana-Leisure passt. Diese Stimme wird ihren Weg machen, auf der neuen Brigitte-Compilation ist sie soeben neben Till Brönner gelandet. Man möchte dieser Perle mehr als Lounge-Langeweile wünschen, ein Schrittchen ins Experimentelle vielleicht? Wir sind gespannt auf das Wiedersehen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Cambria&amp;quot;, &amp;quot;serif&amp;quot;; font-size: 14pt; mso-ascii-theme-font: major-latin; mso-bidi-font-size: 12.0pt; mso-hansi-theme-font: major-latin;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 0pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-788308522139339644?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/788308522139339644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=788308522139339644' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/788308522139339644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/788308522139339644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/ein-schones-lob.html' title='Ein schönes Lob'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-469230210704578457</id><published>2011-11-01T11:00:00.010+01:00</published><updated>2011-11-01T14:01:46.727+01:00</updated><title type='text'>Mit Goethe in kleiner Runde</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Erinnerungen an den 1. November 1991, heute vor 20 Jahren&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-1-QL-lA0fv4/Tq--Oaj--II/AAAAAAAAB6o/FeBHFH18fmg/s1600/Ernst_Juenger_stamp.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" ida="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-1-QL-lA0fv4/Tq--Oaj--II/AAAAAAAAB6o/FeBHFH18fmg/s1600/Ernst_Juenger_stamp.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Jeder träumt davon, einmal im Leben mit einem berühmten Mann, sagen wir: Goethe, in kleiner Runde zusammen zu sitzen und diesen ganz persönlich fragen zu dürfen: "Sagen Sie mal, Herr Goethe, was haben Sie sich eigentlich dabei gedacht, als Sie..." Mir ist das einmal im Leben passiert, zwar nicht mit Goethe, logisch, aber immerhin mit dem in seiner Beherrschung der deutschen Sprache an Goethe heranreichenden Schriftsteller Ernst Jünger. Mir ist bewußt, daß ich jetzt eine Geschichte erzähle, deren Zweck es sein könnte, mich in ein besonders günstiges Licht zu stellen. Aber da sonst niemand in meinem Umkreis etwas erzählen will, fange ich hier einfach einmal an.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ernst Jünger war am Abend des 1. November 1991 im Haus meines Onkels Adalbert Bohle in Tübingen zu Gast, und ich durfte als Neffe dabei sein und ein wenig die weitere Familie vertreten. Mein Onkel war als Medizinprofessor mit einer Reihe von prominenten Leuten bekannt und war vor einigen Jahren bereits einmal mit Ernst Jünger zusammen eingeladen gewesen, im Hause des ehemaligen Regierungspräsidenten. Er hatte den von ihm schon in früher Jugend verehrten Schriftsteller häufiger in seinen Vorlesungen und Reden zitiert und dem Meister davon auch gelegentlich, nicht ganz uneitel, Kopien zugeschickt. Dieser hatte auf die eine oder andere Rede freundlich geantwortet, was den Onkel eines Tages nach wochenlangem Nachdenken den mutigen Entschluss fassen ließ, eine schriftliche Einladung nach Wilflingen zu schicken.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ernst Jünger war dann mit seiner Frau per Taxi aus seinem eine gute Autostunde im Landkreis Biberach gelegenen Haus abgeholt worden und betrat am Begrüßungskomitee vorbei, das aus meinem Onkel und mir bestand, nun also das schöne Haus meines Onkels. Ich wurde als der Neffe Christian Runkel vorgestellt, wobei mein Onkel, der in ungewohnten Lebenssituationen immer wieder überraschende Einfälle entwickeln konnte, hinzufügte "Er ist Reserveoffizier". Nie vorher und auch nie wieder im späteren Leben bin ich an irgendeinem Ort der Welt so vorgestellt worden, auch wenn die Sache mit dem Leutnant der Reserve stimmt. Aber es wirkte irgendwie unangemessen, und ich hatte auch den Eindruck, dass Ernst Jünger mit dieser Vorstellung wenig anfangen konnte und nach einem flüchtigen Blick auf mich entschlossen weiter ins Innere des Hauses vordrang.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-jU-aFfNS7_c/Tq--6uMz16I/AAAAAAAAB6w/Wx0aJJGh-KY/s1600/LiselottexJxnger.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" ida="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-jU-aFfNS7_c/Tq--6uMz16I/AAAAAAAAB6w/Wx0aJJGh-KY/s1600/LiselottexJxnger.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Liselotte Jünger&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dass er ein kleiner Mann war, wenig mehr als 1,70 m, wusste ich von Fotos, dass er trotz seiner 96 Lebensjahre noch sehr rüstig, fast drahtig ging, hatte ich erwartet, war aber dann trotzdem von so viel Spannkraft überrascht. Seiner um 22 Jahre jüngeren Ehefrau Liselotte, die Jünger 1962 als rüstiger Witwer geheiratet hatte, bereitete es nach meinem Eindruck einige Mühe, den federnden Schritten ihres Mannes die Treppe hinauf ins Obergeschoss zu folgen. Zu meiner Freude erkannte ich vom ersten Moment an den Gesichtszügen von Frau Liselotte die Merkmale, die ihr in seinen Büchern den Namen "Stierlein" eingetragen hatten: eine gerade Stirn, die im oberen Teil fast ein wenig nach vorne gewölbt war und die ihr zusammen mit einem kräftigen, etwas gedrungenen Körperbau, tatsächlich etwas Stierhaftes und Willensstarkes gaben. In meiner späteren Erinnerung sind in der Stirn zwei kleine Hornansätze vorhanden und darüber ein leicht gekräuseltes Stierhaar, aber hier spielt mir meine Fantasie offenkundig einen Streich.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Im Verlauf des Abends wurde recht bald deutlich, dass der verehrte Meister in allem das geblieben war, was er mit seinen Kriegstagebüchern in der Erinnerung der meisten seiner Leser war: ein Soldat. Er saß kerzengerade in seinem Sessel, sprach ein wenig näselnd und hätte nach meinem Eindruck keine Probleme gehabt, sogleich auch in einen schnarrenden Kasernenhofton zu verfallen, wenn es nötig gewesen wäre. Allerdings blieb er den ganzen Abend über der freundliche Gast, der auf Bemerkungen der anderen Gäste häufig mit einem nachfragenden "Äh, ja?" reagierte und der sich während der etwa drei Stunden seines Besuches lebhaft am Gespräch beteiligte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Im Vorfeld war befürchtet worden, dass er schlecht gelaunt und schweigend in der Runde sitzen könnte, das war wohl bei früheren Besuchen im Haus des Regierungspräsidenten gelegentlich der Fall gewesen. Mein Onkel hatte deshalb den mir im Nachhinein waghalsig erscheinenden Entschluss getroffen, den Abend in gewisser Weise einem Moderator zu überlassen. Dieser erschien in der Form eines jungen Philosophieprofessors, Sohn eines ebenfalls anwesenden Kollegen des Onkels. Dieser Sohn, ein gut aussehender, medial gewandter Mann, ergriff zu einer längeren Vorrede das Wort, in welchem er umständlich davon berichtete, dass Jünger auch "für unsere Generation interessant" sei und deshalb auch "in meinem Werk vorkommt". Tatsächlich brachte er dann wenige Monate später auch ein Buch über Jünger heraus.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich hatte erwartet, dass Ernst Jünger ob dieser eher in eine Talkshow passende "Anmoderation" jetzt die befürchtete schweigende und missgelaunte Phase einlegen würde, aber offenbar war auch ihm daran gelegen, für die jüngere Generation "interessant" zu sein, und er beantwortete bereitwillig alle Fragen des jungen Professors, die leider allesamt wenig mit dem zu tun hatten, was mich persönlich an Ernst Jünger interessierte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Bald merkte ich, dass Ernst Jünger eine ganz eigene Taktik benutzte, um nur auf&amp;nbsp;solche Fragen antworten zu müssen, die ihn selbst interessierten: er spielte seine Schwerhörigkeit aus. Wenn ihm ein Redebeitrag aus der Runde, in der natürlich nur ein einziges Gespräch verfolgt wurde, interessant zu sein schien, legte er eine Hand hinters Ohr und fragte dann wohl auch gelegentlich - "Äh, ja?" - beim Sprechenden nach. Oft kreisten seine Antworten dann allerdings um ganz andere Aspekte als die Fragen. Manches ignorierte er sogar voll und ganz – er hatte wohl bei sich beschlossen, es nicht gehört zu haben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Hier muss ich einfügen, dass insgesamt 15 Personen im Raum waren, das waren außer Ernst Jünger und seiner Frau, meinem Onkel und meiner Tante noch drei weitere Ehepaare, außerdem die Witwe des bekannten Tübinger Philosophen Otto Friedrich Bollnow und ein alter schwäbischer Pastor und Freund meines Onkels. Die Gäste waren bereits längere Zeit vor Ernst Jünger eingetroffen, und es hatte sich bald ein reger Austausch über das, was jeder einzelne ihn fragen wollte, ergeben. Zettel wurden gezückt und wieder in Anzugtaschen verstaut, Themenschwerpunkte wurden angedeutet, die direkten Fragen aber ausgeklammert, offenbar aus Furcht, jemand anders könnte sie einem wegnehmen. Es stellte sich bald heraus, dass die meisten Gäste mit dem präzise vorbereiteten Plan hierhergekommen waren, für den Rest ihres Lebens die eine Geschichte erzählen zu können, die mit den Worten beginnen würde, "Ich habe Ernst Jünger einmal gefragt".&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Nach meiner Erinnerung sind zumindest die fünf älteren Herrn und der junge Philosophieprofessor hier mit einem kleinen Schatz an zitierfähigen Passagen nachhause gegangen. Ich selbst bin leer ausgegangen, weil ich angesichts der sich mächtig aufbauenden Eitelkeit und meiner sich parallel dazu verstärkenden Schüchternheit meine eigene Frage aufgegeben und sie an meinen Onkel abgetreten habe, der sie im weiteren Verlauf dann auch stellte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich hatte damals die neueren Tagebücher von Ernst Jünger gelesen, und zwar sehr gerne gelesen. Sie kamen seit 1980 in kurzer Folge unter dem Serientitel "Siebzig verweht" heraus, der sich auf die Zeit nach Ernst Jüngers 70. Geburtstag im Jahre 1965 bezog. Mir gefielen die mutigen Reisen des älteren Herrn und seines "Stierleins", die wunderbar präzisen Beschreibungen von Flora und Fauna (Ernst Jünger ist ein sehr kundiger Biologe), seine eingestreuten Gedanken über andere Schriftsteller, die tieferen Urgründe in den Sitten und Gebräuche der von ihm besuchten Völker und vieles andere mehr. Ich glaubte damals in ihm einen Seher entdeckt zu haben, der einen vollkommen natürlichen Zugang zur jenseitigen Welt hatte und bei dem deshalb auch nie ein einziges kritisches Wort gegenüber einem Zeugnis des Glaubens zu finden war. Ich konnte deshalb mit Recht sagen, dass er mir geholfen hatte, einige Zweifel und Bedenken in meinem eigenen Glauben auszuräumen, und meine Frage an ihn wäre also gewesen, ob ihm die Rolle als Förderer des Glaubens gefalle.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Als mein Onkel gegen Ende des Abends auf seinen vorbereiteten Zettel blickte und dann Ernst Jünger fragte, ob er etwas dagegen hätte, wenn sich Menschen durch seine Bücher im christlichen Glauben bestätigt fühlten, ließ er sich erst - "Äh, ja?" - die Frage wiederholen und antwortete dann, nein, er habe nichts dagegen, aber das gleiche gelte auch für Moslems. In meiner Erinnerung ließ er danach ein meckerndes Kasernenhoflachen erklingen und wendete sich schnell anderen Themen zu.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-Lv7VvtFMGWw/Tq_THd4xEEI/AAAAAAAAB7g/dZNOcJm9uRk/s1600/Der+Arbeiter.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" ida="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-Lv7VvtFMGWw/Tq_THd4xEEI/AAAAAAAAB7g/dZNOcJm9uRk/s1600/Der+Arbeiter.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Spätestens in diesem Moment ist er für mich zu einem Orakel geworden, dessen Aussagen bewusst unpräzise gehalten waren. In einem eigenartigen Gedankengang hatte er zuvor erklärt, dass er gerne die französische Übersetzung seiner Texte lese, die seien „weniger ambivalent“ als die Originale. Die Originale seien allerdings, so sagte er,&amp;nbsp;"genauer". Wie sollte man das verstehen? Bestand die Genauigkeit seiner Werke in ihrer Ambivalenz? Mir erschienen am Ende alle seine Antworten - Hand an das schwerhörige Ohr - eher unbestimmt und ins Allgemeine gehend. Präzise war er nur bei einem wichtigen Punkt seines Lebenswerkes, der Erkenntnis eines heraufkommenden Imperiums von "Titanen". Hier habe er sich in die Erbfolge von Hölderlin und Nietzsche eingereiht und immer wieder über das Heraufkommen eines Staates geschrieben, in welchem "Der Arbeiter" als Repräsentant einer übermächtigen Maschinenwelt regiert. Aber gerade diese Erkenntnisse sind nach meinem Eindruck in seinen Büchern so allgemein gehalten, dass sie für eine tiefere Durchdringung der heutigen Welt bestenfalls vorsichtige Ansätze liefern können.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-IDtKnyD6qLA/Tq_HZK0HpVI/AAAAAAAAB7Q/bh61Y_N9cPE/s1600/Christian+1991.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" ida="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-IDtKnyD6qLA/Tq_HZK0HpVI/AAAAAAAAB7Q/bh61Y_N9cPE/s320/Christian+1991.jpg" width="210" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Der Chronist, in 1991&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich bin ein Mensch, der schnell für die Bewunderung großer Menschen zu gewinnen ist. Ich habe bei einer anderen Einladung im Hause meines Onkels zwei Theologen der Tübinger Fakultät aus der Nähe kennen gelernt und meine Verehrung für sie in großem Maße gesteigert. Bei Ernst Jünger war es eher umgekehrt. Mir gefielen zwar zunächst seine soldatische Art und der Eindruck, dass der ganze Abend auch an einem Lagerfeuer im Felde stattfinden könnte. Ernst Jünger stellte sein Weinglas, das ich ihm in schneller Folge mit Châteauneuf-du-Pape nachfüllte, auf sein linkes Knie und bedeckte es fast während der ganzen Zeit mit der Hand, gerade so, als ob er es vor Insekten schützen müsste, die um ein imaginäres Feuer flogen. Ich erinnerte mich daran, dass er gelegentlich den Herausgeber des "Spiegel", Rudolf Augstein, zu einem Trinkgelage nach Wilflingen "einbestellte", wie Augstein das nannte. Die beiden sehr unterschiedlichen Männer schätzten sich. Aber trotz aller soldatischer Erdverbundenheit und Trinkfestigkeit erschien mir bei Jünger doch am Ende alles zu unbestimmt, zu sehr in eine Meta-Welt abgehoben, von der niemand sagen konnte, ob sie wirklich existierte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Eine Viertelstunde nach Neun wurde dann das Taxi wieder gerufen, und Ernst Jünger schritt zum Auto, noch steifer als bei der Ankunft. Ich führte das auf die etwa eineinhalb Flaschen Châteauneuf-du-Pape zurück, mit denen ich ihm im Verlaufe des Abends sein Glas nachgefüllt hatte. Das Stierlein verabschiedete mich höflich als "Herr Bohle", was mich freute, der Meister selbst gab mir und den meisten anderen keine Hand, er war aber auch zu sehr damit beschäftigt, beim aufrechten Gang zu bleiben. Und ich war also bei meinem ganz persönlichen Goethe zu Tisch gewesen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;﻿﻿﻿ &lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="clear: left; cssfloat: left; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-XSt5Eh35ELM/Tq_OocB8wZI/AAAAAAAAB7Y/NfpWR7fcCk8/s1600/Wilflingen.JPG" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" ida="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-XSt5Eh35ELM/Tq_OocB8wZI/AAAAAAAAB7Y/NfpWR7fcCk8/s1600/Wilflingen.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Jünger-Haus in Wilflingen bei Biberach, &lt;a href="http://www.juenger-haus.de/"&gt;heute Museum&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Nachzutragen ist, daß zu Jüngers 100. Geburtstag im Jahr 1995 Helmut Kohl und François Mitterrand in Wilflingen erschienen und mit Jünger am Küchentisch letzte, erhabene Weisheiten austauschten. Das heißt - ganz so kann es nicht gewesen sein, denn ein Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes erzählte mir später, Helmut Kohl habe nicht verstanden, was dieser von ihm als Pressegag empfundene Auftritt darstellen sollte.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;﻿ &lt;br /&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-OPDa9Yln1cs/Tq_G4AEz3yI/AAAAAAAAB7A/6V_dp2ZlGsw/s1600/Adalbert+und+Hilla3.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="320" ida="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-OPDa9Yln1cs/Tq_G4AEz3yI/AAAAAAAAB7A/6V_dp2ZlGsw/s320/Adalbert+und+Hilla3.jpg" width="234" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;Tante und Onkel, im Sommer 1991&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;﻿ ﻿ &lt;br /&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ernst Jünger ist 102 Jahre alt geworden und im Februar 1998 gestorben. Mein Onkel ist in Wilflingen auf der Beerdigung gewesen und hat mir in einem langen Telefonat davon berichtet. Es war eins der letzten unserer lebenslangen Gespräche, denn wenige Wochen danach ist er selbst gestorben, im Mai 1998, plötzlich und friedlich, beim Golfspielen. Das "Stierlein" hat bis 2010 gelebt und ist 93 Jahre alt geworden, sagt Wikipedia. Noch am Leben ist zu meiner großen Freude meine Tante. Sie wird in diesem Jahr 90 Jahre alt - und spielt immer noch Golf.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Jetzt habe ich aber alles erzählt!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-jU-aFfNS7_c/Tq--6uMz16I/AAAAAAAAB6w/Wx0aJJGh-KY/s1600/LiselottexJxnger.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-469230210704578457?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/469230210704578457/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=469230210704578457' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/469230210704578457'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/469230210704578457'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/11/mit-goethe-in-kleiner-runde.html' title='Mit Goethe in kleiner Runde'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-1-QL-lA0fv4/Tq--Oaj--II/AAAAAAAAB6o/FeBHFH18fmg/s72-c/Ernst_Juenger_stamp.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5471358587915031762</id><published>2011-10-23T12:00:00.006+02:00</published><updated>2011-10-25T22:32:22.624+02:00</updated><title type='text'>Fünfzig Jahre später</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-s-uxx9c0aHk/TqccQgZ45iI/AAAAAAAAB6Y/_MUHoy13PrE/s1600/Immanuel+Kapelle.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" ida="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-s-uxx9c0aHk/TqccQgZ45iI/AAAAAAAAB6Y/_MUHoy13PrE/s320/Immanuel+Kapelle.jpg" width="149" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Hunsheim: die Gemeinde hat heute das 50jährige Jubiläum ihres Kapellenbaus gefeiert - siehe meinen gestrigen Eintrag. Auch an den Tod des Großvaters wurde erinnert, es gab Bilder und&amp;nbsp;ein Tonband seiner letzten Rede. Ich habe im Namen der Familie ein Grußwort gesagt:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Liebe Schwestern, liebe Brüder,&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;ich überbringe Ihnen die herzlichen Grüße der Familie Runkel, das sind die 17 Enkelkinder des Mannes, der hier in diesem Raum heimgegangen ist, und deren Familien. Ich stehe vor Ihnen als ein lebendes und anschauliches Zeugnis für das, was die Zahl "50 Jahre" bedeutet. Ich war nämlich 12 Jahre alt, als ich am 22. Oktober 1961 hier unten auf dem Hof stand und mich nicht traute, zu meinem toten Großvater zu gehen, weil ich nie zuvor im Leben eine Leiche gesehen hatte. Ich kenne das Bild, wie er unten auf einer Bank liegt, noch im kompletten Anzug, den er getragen hatte, aber ich kenne es nur deshalb, weil es mein Onkel fotografiert und mir später gezeigt hat. Ich war mit meinem Vater nicht weit von hier, in Siegen, in einem Gottesdienst, mein Vater wurde herausgerufen, und als wir hier ankamen - Euer Festgottesdienst war bereits vorbei - stand mein Onkel da und sagte, unser Vater ist im Himmel. Heute bin ich 62 und damit nur noch 10 Jahre von den 72 Jahren entfernt, mit denen mein Großvater gestorben ist. So sehen also 50 Jahre aus (ich denke man erkennt auch unschwer die Wachstumsringe)!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Ich habe in der vergangenen Woche mit Matthias Pfeifer telefoniert und ihn etwas gefragt, ich habe gefragt, ob es in der Gemeinde jemals als ein Unglück empfunden worden ist, als eine Art schlechtes Omen, dass ausgerechnet zur Einweihung dieses Hauses der Architekt nach der Schlüsselübergabe tot umfiel. Matthias meinte, das habe man wohl nie so gesehen, ich solle Sie oder Euch aber ruhig danach fragen und beim Mittagessen gleich auf Reaktionen hören. Ich möchte von meiner Seite aussagen, dass in unserer Familie der Name Hunsheim niemals mit etwas Dunklem oder Traurigem in Verbindung gebracht worden ist. Im Gegenteil, vom Tod des Großvaters wurde immer so gesprochen, dass bei allem Verlust doch ein großer Segen damit verbunden war. Ein schöner Tod war das, ein Tod, wie man sich ich wünschte. Die Söhne, die damals zwischen 35 und 40 Jahre alt waren, haben am folgenden Montag das Geschäft weitergeführt, als ob nichts geschehen sei. Der Großvater war eine wuchtige Persönlichkeit, er hatte bis zum letzten Tag seines Lebens gearbeitet, aber eigenartigerweise habe ich nie über ihn gehört, dass er eine Lücke hinterlassen hat. Vielleicht gab es eine solche Lücke im Leben meiner Großmutter, aber auch sie hat davon nie geredet. Sie hat ohne ihn noch fast 25 Jahre in guter Gesundheit und großem Gottvertrauen gelebt und ist 90 Jahre alt geworden.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Für mich war es dann nach 1961 so, dass sein ungewöhnlicher Tod sogar eine gewisse Prominenz mit sich brachte. Ich habe ein Mädchen aus der Baptistengemeinde Derschlag geheiratet, Christiane Werkshage aus Wiedenest, hier sitzt sie, und ich konnte mich im Kreis ihrer Familie und auch sonst im Oberbergischen immer wieder als der Enkel des Mannes vorstellen, der in Hunsheim bei der Einweihung der Kapelle tot umgefallen war. Das verschaffte Respekt. Also - falls Sie, falls Euch der Tod meines Großvaters je beunruhigt hat: Ihr solltet wissen, dass in meiner Familie das Wort Hunsheim einen hellen Glanz hat.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Es gibt über dem Leben von Christen, es gibt über dem Leben von Gemeinden kein schlechtes Omen, keinen Unstern. Ich sage das sehr bewußt und vor dem Hintergrund, dass es allerdings zuvor in der Familie meines Großvaters drei eigenartige Todesfälle gegeben hat, alle nach dem gleichen Muster: seine beiden jüngeren Brüder waren jeweils nach einem Redebeitrag umgefallen und in kürzester Zeit verstorben - der eine mit 52 Jahren bei einer Bauunternehmerkonferenz, der andere mit 62 Jahren bei einer Konferenz der Brüdergemeinden. Dies wiederholte sich also bei dem 72 jährigen Großvater. Ich erinnere mich noch daran, wie mein Vater einmal zu seinem jüngeren Bruder, der ebenfalls irgendwo einen Redebeitrag zu liefern hatte, mahnend sagte: Hermann, Du weißt, wie unsere Vorväter gestorben sind! Nun sind mein Vater und seine beiden Brüder eines natürlichen Todes und ohne die Einwirkung von Redebeiträgen heimgegangen, aber - - -&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;in Remscheid warten natürlich meine 16 Vettern und Cousinen ein bisschen bange darauf, dass ich gesund nach Hause komme!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Nein, ich sage das im Scherz. Ich wiederhole, dass es über dem Leben von uns Christen keinen Fluch gibt, kein böses Omen und keinen Unstern. Und deshalb möchte ich euch alle unter den einen wunderbaren Stern stellen, von dem es ganz am Ende der Bibel heißt: I&lt;em&gt;ch bin der glänzende Morgenstern&lt;/em&gt;, Offenbarung 22,16. Danach kommen die bekannten Worte, dass der Geist und die Braut sagen: Komm! Und dann sind wir bald am Ende der Bibel. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Der glänzende Morgenstern! Von den vielen schönen Worten, die über Jesus gesagt werden - Hirte, Licht, Brot und vieles mehr - ist dies das letzte: Morgenstern! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;Ich wünsche Euch, dass dieser Stern weiterhin über diesem Haus leuchtet, und nicht nur über diesem Haus, sondern über dem Leben eines jeden Menschen, der hier ein und aus geht. Gott segne Euch!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5471358587915031762?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5471358587915031762/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5471358587915031762' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5471358587915031762'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5471358587915031762'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/10/funfzig-jahre-spater.html' title='Fünfzig Jahre später'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-s-uxx9c0aHk/TqccQgZ45iI/AAAAAAAAB6Y/_MUHoy13PrE/s72-c/Immanuel+Kapelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3795957934104823678</id><published>2011-10-22T08:00:00.014+02:00</published><updated>2011-11-22T20:25:43.014+01:00</updated><title type='text'>Der Tod meines Großvaters am 22. Oktober 1961</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-mYdBavERxnE/TqHGEe0iG7I/AAAAAAAAB50/vVCrNrkl4bs/s1600/JohannesRunkel.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;div style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;img border="0" height="320" rda="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-F8S1DjzxibM/TqHCt8FcQEI/AAAAAAAAB5k/zXQFb2ej83A/s320/a-Schl%25C3%25BCssel.jpg" width="222" /&gt;&lt;/div&gt;﻿﻿ ﻿ &lt;br /&gt;﻿﻿ ﻿ &lt;br /&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-F8S1DjzxibM/TqHCt8FcQEI/AAAAAAAAB5k/zXQFb2ej83A/s1600/a-Schl%25C3%25BCssel.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Heute vor 50 Jahren starb mein Großvater Adolf Runkel. Es war ein eigenartiger Tod, denn er geschah in aller Öffentlichkeit an einem hellen Sonntagmorgen. Der Opa hatte als Bauunternehmer in Hunsheim bei Gummersbach eine Kirche gebaut, oder besser: eine &lt;em&gt;Kapelle&lt;/em&gt;, wie es bei uns Baptisten heißt, und hatte draußen vor der Tür den Schlüssel übergeben. Danach war er mit der Gemeinde feierlich in ihr neues Gotteshaus eingezogen, hatte sich vorne zu den Honoratioren aufs Podium gesetzt und war dann plötzlich bewußtlos&amp;nbsp;nach vorne auf den Tisch gesunken. Man trug ihn in einen Nebenraum, wo der herbeigerufene Arzt nur noch seinen Tod feststellen konnte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Mein Vater, damals 41 Jahre alt, und ich, damals zwölf, waren in diesem Moment unweit von Hunsheim ebenfalls in einem Gottesdienst, in der etwa eine halbe Autostunde entfernten Stadt Siegen. Mein Vater wurde aus dem Gottesdienst herausgerufen und fuhr schweigend zum toten Großvater, mit mir auf dem Beifahrersitz. Vermutlich hatte man meinem Vater die Todesnachricht bereits überbracht, mir sagte er allerdings nur, es sei &lt;em&gt;etwas mit dem Opa passiert&lt;/em&gt; und dann nach einer Pause: solche Wege wie heute müsse jeder Mensch in seinem Leben einmal gehen. Eines Tages wäre ich meinerseits damit an der Reihe. So oder ähnlich äußerte er sich und hinterließ mich verwirrt aber in der Ahnung, Zeuge eines bedeutungsvollen Geschehens zu sein.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-mYdBavERxnE/TqHGEe0iG7I/AAAAAAAAB50/vVCrNrkl4bs/s1600/JohannesRunkel.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="200" rda="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-mYdBavERxnE/TqHGEe0iG7I/AAAAAAAAB50/vVCrNrkl4bs/s200/JohannesRunkel.jpg" width="123" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: small;"&gt;Johannes Runkel (1925 - 2003)&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;﻿ &lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;In Hunsheim angekommen trat mein Onkel Johannes, damals 36 Jahre alt, an unser Auto und sagte mit beschlagener aber würdevoller Stimme: &lt;em&gt;Unser Vater ist im Himmel.&lt;/em&gt; Auch er war herbeigerufen worden, was aber offenbar früher geschehen war, denn er hatte von Remscheid aus eine ganze Stunde Fahrzeit. Daß er als jüngster Sohn bei dieser Sache irgendwie das Regiment hatte, fand ich in Ordnung. Onkel Johannes war mein Lieblingsonkel und mit seiner großen, massiven Gestalt der würdevollste der drei Söhne des Opas. Später hat er mir erzählt, daß ihn die Organisation der großen Beerdigung, an der mehrere hundert Leute teilnahmen und bei der die Polizei den Verkehr regelte, an die Grenze der körperlichen Erschöpfung geführt habe. Aber es war eben seine Aufgabe gewesen, das alles zu organisieren, denn immer wenn etwas feierlich sein sollte, überließen ihm seine älteren Brüder die Arbeit.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Über die Reaktion meiner Großmutter, damals 66 Jahre alt – sie hat danach noch 24 Jahre gelebt und ist genau an ihrem 90. Geburtstag gestorben – weiß ich nichts, sie war an diesem Tag in Remscheid zum Geburtstag meines Vetters Michael geblieben. Später bei der Trauerfeier sah ich sie weinen, das war, als unsere Gemeinde &lt;em&gt;Wenn nach der Erde Leid, Arbeit und Pein / ich in die goldenen Gassen zieh ein&lt;/em&gt; anstimmte, ein Lied, das die Gemeinde so schön wie kein anderes singen konnte, und bei dem die Menschen auch dann Tränen vergossen, wenn es an einem normalen Sonntag gesungen wurde und niemand gestorben war. Ich sollte bei dieser Feier als ältester Enkel in der ersten Reihe sitzen, fand aber alle Plätze besetzt und wurde in eine Heizkörpernische verwiesen, wo ich unbequem saß, aber die erste Kirchenbank gut im Blick hatte. Außer meiner Oma weinte niemand. Bei uns weint man nicht, wenn einer stirbt, man weint, wenn man gerührt ist, etwa von der Gnade, die den Sünder rettet, &lt;em&gt;a wretch like me&lt;/em&gt;.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;In Hunsheim war vor dem Eintreffen &lt;/span&gt;meines Onkels und meines Vaters von seiten unserer Familie nur der Großvater anwesend, begleitet allerdings von einem Freund meines Onkels namens Karl-Friedrich Rübeling, der sich gelegentlich ein Zubrot verdiente, indem er den Opa auf längeren Strecken fuhr. Der Großvater hatte den Führerschein erst in einem&amp;nbsp;recht hohen Alter gemacht, nachdem er bereits in jungen Jahren wohlhabend genug gewesen war, um sich die Dienste eines Chauffeurs leisten zu können. Der Opa war&amp;nbsp;zu Beginn des Jahrhunderts noch als halbes Kind in die gerade neu gegründete Firma seines Vaters Christian Runkel eingetreten, hatte dort seine hohe Intelligenz, die sich etwa in seinem vielbewunderten Kopfrechen-Talent zeigte, auf die Arbeit im Büro konzentriert und hatte entsprechend im Leben nie einen einzigen Stein vermauert. Er wurde bereits mit zwanzig Jahren von den Maurern respektvoll &lt;em&gt;Der Alte&lt;/em&gt; genannt und trug auf allen Bildern, die ich von ihm sah, einen dunklen&amp;nbsp;Anzug mit Weste. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;span style="line-height: 115%;"&gt;Seine sechs Jahre jüngere Frau Elise, ein Nachbarskind, siezte ihn, wenn sie ihm auf der Straße seilchenspringend entgegenkam, während er &lt;em&gt;Lieschen&lt;/em&gt; zu ihr sagte. Das Lieschen lebte im Hause ihrer Eltern in einer Art von früher Emanzipation und machte kurz nach dem Ersten Weltkrieg als eine der ersten Frauen in Remscheid den Führerschein. Der Opa dagegen, &lt;em&gt;Der Alte&lt;/em&gt;, ließ sich fahren, in schönen, großen Autos .&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Wir Enkel fanden seine spät erlernte und des deshalb unbeholfene und übertrieben langsame Fahrweise peinlich und waren froh, wenn er zu einem gemeinsamen Ausflug noch einmal einen Fahrer bestellte und entspannt vom Vordersitz aus mit uns reden konnte. Die Oma dagegen fuhr nie, wir erfuhren von ihrem Führerschein erst, nachdem sie sich als Witwe einen braunen Volkwagen Käfer anschaffte und uns damit besuchen kam.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: right; margin-left: 1em; text-align: right;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-wFx-OzCr-YQ/TqHIBbdwkDI/AAAAAAAAB6E/dlgfOnP6lT8/s1600/a-paul.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="200" rda="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-wFx-OzCr-YQ/TqHIBbdwkDI/AAAAAAAAB6E/dlgfOnP6lT8/s200/a-paul.jpg" width="148" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: small;"&gt;Paul Runkel (1896 - 1948)&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;﻿In Hunsheim stand Karl-Friedrich Rübeling ein wenig verlegen neben des Großvaters wunderbar dunkelblau in der Sonne leuchtenden Opel Kapitän RS – AZ 13. Er sah gerade so aus, als habe man ihn, den armen Karl-Friedrich, den mein Onkel ein wenig neumodisch &lt;em&gt;Charles&lt;/em&gt; nannte, für den Tod des Großvaters verantwortlich gemacht, und er war doch nur der Chauffeur gewesen. Der Großvater lag auf einer Bank in einem Seitenraum, immer noch in dem Sonntagsanzug, den er zur Feier des Tages angelegt hatte, allerdings war der Schlips gelockert und der Kragenknopf geöffnet. Ich habe ihn deutlich vor Augen, wie er so da liegt, obwohl ich das Bild nur von einem Foto meines Onkels kenne. Ich habe es erst sehr viel später gesehen. Am Todestag selbst wollte ich mir den Anblick einer Leiche ersparen, und mein Vater, der mich sonst immer gern – &lt;em&gt;was ist denn schon dabei?&lt;/em&gt; – zu unangenehmen Dingen zwang, drängte diesmal nicht. Ich habe erst mit 40 Jahren meine erste Leiche gesehen und bin damit in meiner Erinnerung meinem Erwachsensein ein großes Stück näher gekommen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="float: left; margin-right: 1em; text-align: left;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-5dzvrUlcptA/TqHHUeBBVGI/AAAAAAAAB58/F46226jt5og/s1600/a-Gustav.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="200" rda="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-5dzvrUlcptA/TqHHUeBBVGI/AAAAAAAAB58/F46226jt5og/s200/a-Gustav.jpg" width="149" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: small;"&gt;Gustav Runkel (1891 -1953)&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Der Tod des Großvaters weckte damals in den Erwachsenen eigenartige Erinnerungen. Seine beiden Brüder waren genau wie er nach einer öffentlichen Rede umgesunken und innerhalb von wenigen Minuten verstorben. Den Bruder Paul traf es 1948 nach einem Diskussionsbeitrag auf einer Bauunternehmerkonferenz, er wurde nur 52 Jahre alt. Der Bruder Gustav sprach 1953 auf einer Bibelkonferenz in Berlin und fiel danach, 62 jährig, tot um. Und nun also der Großvater, weitere zehn Jahre älter, 72jährig. Verlief unser Leben und Sterben nach festen Regeln und Gesetzmäßigkeiten?&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Der Vater und ich fuhren schweigend heim. Ich kann mich auch bei meinem Vater an keine Trauer erinnern. Der Opa war ja im Himmel und nicht an einem Ort der Verzweiflung. Später erfuhr ich, daß mein Großvater ein übermäßig strenger und mißtrauischer Erzieher und Chef seines ältesten Sohnes war. Mein Vater muß also auch so etwas wie Erleichterung verspürt haben, als &lt;em&gt;Der Alte&lt;/em&gt; nicht mehr war. Er hat mir später erzählt, daß er am Tag drauf mit gehöriger Angst in die Firma gegangen ist, um zusammen mit seinen&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;beiden Brüdern und einem Vetter die Geschäfte weiterzuführen, über denen der Großvater bis zum letzten Arbeitstag gewacht hatte. Er war nie in Rente gegangen. Aber dann ging alles viel leichter von der Hand, als man es gedacht hatte, und man war schließlich wohl auch offen froh darüber, daß die schwere Hand des Patriarchen nicht mehr auf einem lastete. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; line-height: 115%;"&gt;Eine der ersten gemeinsamen Amtshandlungen der vier neuen Chefs war die Demontage einer klobigen Telefon-und Sprechanlage, mit welcher der Großvater von seinem Schreibtisch aus in jedes Büro seiner Angestellten hineinsprechen und der Legende nach wohl auch heimlich hineinhören konnte. Solche autoritären Geräte empfand man nun als unangemessen. Heute denke ich: die 60er Jahre hatten begonnen!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;﻿ ﻿ &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;table cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-x-RcFhc_4e4/TqHI30dVBEI/AAAAAAAAB6M/8WG2tYTAvlk/s1600/Adolf+Senior.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; margin-bottom: 1em; margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;&lt;img border="0" height="320" rda="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-x-RcFhc_4e4/TqHI30dVBEI/AAAAAAAAB6M/8WG2tYTAvlk/s320/Adolf+Senior.jpg" width="240" /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif; font-size: small;"&gt;Adolf Runkel (1889 - 1961)&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;﻿ &lt;span style="font-family: Verdana, sans-serif;"&gt;﻿﻿&lt;/span&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-F8S1DjzxibM/TqHCt8FcQEI/AAAAAAAAB5k/zXQFb2ej83A/s1600/a-Schl%25C3%25BCssel.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;img height="96" src="http://3.bp.blogspot.com/-F8S1DjzxibM/TqHCt8FcQEI/AAAAAAAAB5k/zXQFb2ej83A/s200/a-Schl%25C3%25BCssel.jpg" style="filter: alpha(opacity=30); left: 547px; mozopacity: 0.3; opacity: 0.3; position: absolute; top: 316px; visibility: hidden;" width="67" /&gt; &lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3795957934104823678?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3795957934104823678/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3795957934104823678' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3795957934104823678'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3795957934104823678'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/10/der-tod-meines-grovaters-am-22-oktober.html' title='Der Tod meines Großvaters am 22. Oktober 1961'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-F8S1DjzxibM/TqHCt8FcQEI/AAAAAAAAB5k/zXQFb2ej83A/s72-c/a-Schl%25C3%25BCssel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3463389393368548544</id><published>2011-09-23T10:00:00.001+02:00</published><updated>2011-10-22T19:44:40.106+02:00</updated><title type='text'>Frieden</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-EIc8f8XfK4A/TnwttPxIXCI/AAAAAAAAB4g/bYKazFa7nrA/s1600/a-blaue+berge.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" hca="true" height="155" src="http://4.bp.blogspot.com/-EIc8f8XfK4A/TnwttPxIXCI/AAAAAAAAB4g/bYKazFa7nrA/s400/a-blaue+berge.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Lieber N.,&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;unsere eMails der letzten 14 Tage zum Thema „Türkei und Israel“ haben ebenso meinen Urlaub ausgefüllt und bestimmt wie die Wanderungen, das Wetter und die vielen Dinge, die ich hier in Südtirol gesehen und über die ich teilweise in diesem Blog berichtet habe. Darum will ich auch – zusammenfassend und abkürzend – von unserem Gespräch erzählen und von dem Frieden, der für mich am Ende daraus entstanden ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Unsere Freundschaft ist ja von Anfang an mit dem Anspruch verbunden gewesen, daß man sie ansehen und nachmachen kann – der Deutschtürke und der Deutschdeutsche, ein Kunstwort, über das wir lächeln, an dem wir aber festhalten, wenn wir unser Verhältnis genau bestimmen wollen, der fromme Moslem und der in seiner Kirchengemeinde aktive Christ. Sie hat sich wunderbar leicht entfaltet, mit Übereinstimmungen auch auf glaubensmäßig komplizierten Gebieten, aber sie hat auch ihre Untiefen, und die gefährlichste davon heißt Israel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Das war schon 2009 so, als Israel Gaza angriff und Du mich gedrängt hast, nicht einseitig für Israel Partei zu ergreifen, und das Ganze ist jetzt neu aufgelebt, nachdem die Türkei einen enormen Druck auf Israel aufgebaut hat, sich für die neun Toten bei der Besetzung der „Gaza Flotilla“ zu entschuldigen. Ich habe diesen Druck und die damit verbundenen Drohgebärden als unangemessen empfunden und habe Erdogans Erwähnung von Kriegsschiffen, die er schicken will, mit der „Kanonenbootpolitik“ des Kaisers Wilhelm vor 1914 verglichen und gesagt, daß man einen Krieg nicht durch stolze Worte und ein starres Bestehen auf eine Entweder / Oder herbeireden sollte.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Mittlerweile ist bekannt geworden, daß die türkische Politik durchaus flexibel war, und daß eine eingeschränkte Entschuldigungsformel für operative Fehler bereits ausgehandelt war.&amp;nbsp;Netanjahu hat sie aber mit Rücksicht auf seinen konservativen Koalitionspartner Lieberman zurückgezogen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Mein Vorwurf, Erdogan entwickle sich auf der Welle seiner wirtschaftlichen Erfolge zu einem zweiten Kaiser Wilhelm, ist also von diesem Punkt her nicht aufrecht zu erhalten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Du bist in den ersten eMails diesem Vorwurf entgegengetreten und hattest also Recht. Du hast außerdem einen weiteren, schwierigeren Punkt aufgegriffen, über den ich lange nachgedacht und bei dem ich zu neuen Erkenntnissen gekommen bin. Du hast verlangt, daß ich als Person, daß aber auch die Deutschen allgemein, die Israelis schärfer als bisher für das Unrecht verantwortlich machen sollen, das täglich in Palästina, also in Gaza und in den Westbanks geschieht. Ich habe mich nicht grundsätzlich dagegen ausgesprochen, habe aber immer gewollt, daß auch das palästinensische Unrecht gleichzeitig genannt wird, daß die ganze Geschichte erzählt wird.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Das ist juristisch vielleicht korrekt, aber Dein Bestehen auf diesem Punkt und auch einige andere Eindrücke der letzten Tage haben in mir ein Umdenken bewirkt. Dazu gehört ein Interview, das ein etwas müde und wenig charismatisch wirkender Palästinenserchef Abbas vor wenigen Tagen in New York gegeben hat. Sein Volk wolle Frieden, hat er gesagt, und resigniert hinzugefügt, er sei allein, von Israel und den USA verlassen und enttäuscht. Aber er wolle Frieden. Was wäre, habe ich mich gefragt, wenn dieses Volk gar nicht mehr Recht und Unrecht gegeneinander aufwiegen will, wenn es nicht einmal mehr groß kämpfen will, sondern einfach nur sagt: so, wie es ist, kann es nicht bleiben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Auch der Facebook-Kontakt zu einem palästinensischen Studenten aus Jenin hat diesen Eindruck verstärkt. Er hat seinen besten Freund durch eine israelische Kugel neben sich sterben sehen und weiß bis heute nicht, warum auf die damals noch jugendliche Meute, die vor den Israelis weglief, geschossen wurde. Aber er bohrt nicht tiefer, er sieht nach vorn und hat sich der Facebook-Initiative zum Frieden zwischen Israel und Palästina angeschlossen. Vor ein paar Tagen meldete er sich aus Tel Aviv, wo er an einem Microsoft-Seminar teilgenommen hat, das ebenfalls aus der Facebook-Initiative entstanden ist. Er war zum ersten Mal im Leben in Israel. Auch er will in Verhältnissen leben, die grundsätzlich anders sind, als die derzeitigen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Ich glaube seither, daß der Ansatz für einen Frieden in Nahost tatsächlich über den Blick auf die nicht länger erträgliche Lage der Palästinenser gehen sollte. Wenn die Völkergemeinschaft hier etwas ändern will – Staatlichkeit und wirtschaftliche Entwicklung des Landes, offene Grenzen – dann wird sie Mittel und Wege finden, auch die Juden zufrieden zu stellen, die immer dann die Verhandlungen abbrechen, wenn auch nur ein Schatten auf das Existenzrecht Israels fällt. Wenn die Palästinenser Frieden wollen, dann ist damit die Existenz Israels als selbstverständlich vorausgesetzt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Schließlich – über dem Frieden zwischen Israel und Palästina sollte ein größerer Frieden aufgehen, der Frieden zwischen der westlichen Welt und der Welt des Islams. Die Trennlinie zwischen dem Juden und Christen auf der einen Seite (USA, EU, Israel) und der muslimischen Umma verläuft zwischen Israel und Palästina, sie verläuft aber auch in millionenfacher Weise hier bei uns zwischen den Deutschtürken und den Deutschdeutschen wie Dir und mir, und mehr noch: für Menschen wie uns beide, die sich beiden Welten verbunden fühlen, verläuft sie manchmal mitten durch unsere Herzen. Mein größter Wunsch ist, daß an dieser Trennlinie Frieden wird. Deshalb war es gut, in diesen 14 Tagen über das alles geredet zu haben und am Ende zu wissen, daß der Friede trotz mancher Gegensätze bei Dir und mir längst begonnen hat.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Ich danke Dir für Deine Geduld, aber auch für Deine Hartnäckigkeit. Man braucht beides, um etwas zum Frieden hin zu bewegen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Friede mit Dir, Salam, Schalom!&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;Dein Christian &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3463389393368548544?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3463389393368548544/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3463389393368548544' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3463389393368548544'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3463389393368548544'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/frieden.html' title='Frieden'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-EIc8f8XfK4A/TnwttPxIXCI/AAAAAAAAB4g/bYKazFa7nrA/s72-c/a-blaue+berge.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-344955264200509982</id><published>2011-09-21T21:00:00.005+02:00</published><updated>2011-10-22T19:45:25.789+02:00</updated><title type='text'>Karl May auf dem Karerpass</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-66HZX9QFd6A/Tno3trrevQI/AAAAAAAAB4Y/-wO2ul4aAdU/s1600/a-may2a.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" hca="true" height="320" src="http://3.bp.blogspot.com/-66HZX9QFd6A/Tno3trrevQI/AAAAAAAAB4Y/-wO2ul4aAdU/s320/a-may2a.jpg" width="220" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Heute haben wir über den Karerpass das Gebiet des Schlern und des Rosengartens umrundet und haben schließlich auf der höchsten Stelle des Sellajochs bei strahlender Sonne und wolkenlosem Himmel die weiße Marmolata und das rotbraune Sella-Massiv von unzähligen bunten Gleitschirmfliegern wie von Schmetterlingen umflattert gesehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Auf dem Karerpass hat Christiane mich in ähnlicher Weise fotografiert wie Karl May, der an dieser Stelle&amp;nbsp;vor genau hundert Jahren aufgenommen wurde, etwas kunstlos, wie er da 69jährig unterhalb der Südspitze des Rosengartens im Gras sitzt. Das war also 1911. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einige Jahre zuvor, 1897, war May zum ersten Mal im nördlichen Tirol, als ein mittlerweile reicher und berühmter Mann. Zwei Jahre später ist er dann endlich in die Gebiete des Orients aufgebrochen, die er so lebhaft in seinen Büchern beschreibt, ohne sie zuvor je gesehen zu haben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-SfNP7bybx4c/Tno37wABrHI/AAAAAAAAB4c/LlW0tTpwTgA/s1600/a-may.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" hca="true" height="290" src="http://3.bp.blogspot.com/-SfNP7bybx4c/Tno37wABrHI/AAAAAAAAB4c/LlW0tTpwTgA/s400/a-may.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;br /&gt;Er wurde dabei von seiner Frau Emma May, geb. Pollmer begleitet und vom Ehepaar Plöhn. 1900 kamen die Vier zurück, und Karl May machte auf dieser Reise&amp;nbsp;(die bis Sumatra ging und auf der er zweimal einen Nervenzusammenbruch erlitt) nun erstmals in Südtirol Station, auf dem Rückweg. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er weilt ein paar Tage in Bozen, wo es ihm gefällt, so daß er 1902 wiederkommt, wieder mit Frau Emma und mit den Plöhns, genauer: mit Frau Klara Plöhn, der Mann ist mittlerweile verstorben. Diesmal steigt man in einem Luftkurort ab, „dem Mendel“ südlich von Bozen. Dort kommt es zum Bruch mit Emma und zur Entscheidung für Klara, mit der Karl May schließlich abreist. Von Emma wird er 1903 geschieden, die halbe Hotelbesatzung vom "Mendel" wird nach Bozen als Zeugen für den Prozeß geladen. Danach heiratet er Klara und lebt bis 1912.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-family: &amp;quot;Calibri&amp;quot;, &amp;quot;sans-serif&amp;quot;; font-size: 14pt; line-height: 115%; mso-ansi-language: DE; mso-ascii-theme-font: minor-latin; mso-bidi-font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;; mso-bidi-language: AR-SA; mso-bidi-theme-font: minor-bidi; mso-fareast-font-family: Calibri; mso-fareast-language: EN-US; mso-fareast-theme-font: minor-latin; mso-hansi-theme-font: minor-latin;"&gt;Daß er den Winnetou geschrieben hat, habe ich ihm lange geneidet, daß ich von hier in tiefem Frieden mit meiner Emma abreisen werde, ohne eine Klara als Alternative in der Entourage zu haben, darum würde umgekehrt er mich sicherlich beneiden.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-344955264200509982?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/344955264200509982/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=344955264200509982' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/344955264200509982'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/344955264200509982'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/karl-may-am-karerpass.html' title='Karl May auf dem Karerpass'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-66HZX9QFd6A/Tno3trrevQI/AAAAAAAAB4Y/-wO2ul4aAdU/s72-c/a-may2a.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2817500955590517639</id><published>2011-09-20T08:00:00.016+02:00</published><updated>2011-10-22T19:45:44.870+02:00</updated><title type='text'>Zwei Urlaube</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-qAqdsgUfAWI/TneO5KatTjI/AAAAAAAAB4E/-1aDSNL8iG0/s1600/a-schneeund+blumen.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="228" rba="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-qAqdsgUfAWI/TneO5KatTjI/AAAAAAAAB4E/-1aDSNL8iG0/s320/a-schneeund+blumen.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Über Nacht hat sich das Wetter dramatisch geändert und auf der Seiser Alm ist 20 – 30 cm Schnee gefallen. Wir wandern in Pullover und Anoraks gehüllt über Wege, auf denen wir vor zwei Tagen noch Schweiß vergossen haben und atmen die kalte Schneeluft in unsere Lungen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Zunächst ist die Alm noch in Nebel gehüllt, aber im Laufe des Nachmittags werden alle majestätischen Dolomitenberge im Umkreis sichtbar, von der wiedergekehrten Sonne bestrahlt. Erstmals sehen wir im Osten weit bis in die Schweiz hinüber und sehen den mit ewigem Eis und Schnee bedeckten „König Ortler“. Er liegt noch auf Südtiroler Gebiet und ist mit 3.905 m der höchste Berg im deutschen Sprachraum.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-dVkM2jdJP-A/TnePLiTCAQI/AAAAAAAAB4I/sYkZJdAEK6s/s1600/a-ortler.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="118" rba="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-dVkM2jdJP-A/TnePLiTCAQI/AAAAAAAAB4I/sYkZJdAEK6s/s400/a-ortler.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;(Bildmitte: Ortler)&lt;/span&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;﻿ &lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die plötzliche Versetzung in eine vollkommen andere Welt macht glücklich. Man wandert wie im Traum, gerade so, als ob alles nicht wahr wäre, was man sieht. Aber es ist wahr – und die Einheimischen sind nicht zufrieden, denn die Sommertouristen können oben auf den mit dickem, nassen Schnee bedeckten Wanderwegen nicht (mehr) wandern, für die Skifahrer ist der Schnee dagegen (noch) nicht tauglich. Wir liefen gestern in unserer Bewegung eingeschränkt über die asphaltierten Straßen der Alm, aber der wechselnde Blick auf besonnte und dann wieder in Wolken getauchte Berge wog alle Einschränkungen auf. Heute wollen wir wieder mit der Gondelbahn hinauf! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;table align="center" cellpadding="0" cellspacing="0" class="tr-caption-container" style="margin-left: auto; margin-right: auto; text-align: center;"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style="text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-st4eWvs5m5I/TneP9eqwCiI/AAAAAAAAB4M/phcbZv4j7p8/s1600/a-plattkofelSchnee.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: auto; margin-right: auto;"&gt;&lt;img border="0" height="261" rba="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-st4eWvs5m5I/TneP9eqwCiI/AAAAAAAAB4M/phcbZv4j7p8/s400/a-plattkofelSchnee.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td class="tr-caption" style="text-align: center;"&gt;(Langkofel und Plattkofel)&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2817500955590517639?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2817500955590517639/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2817500955590517639' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2817500955590517639'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2817500955590517639'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/zwei-urlaube.html' title='Zwei Urlaube'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-qAqdsgUfAWI/TneO5KatTjI/AAAAAAAAB4E/-1aDSNL8iG0/s72-c/a-schneeund+blumen.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3394360845177116138</id><published>2011-09-19T14:00:00.004+02:00</published><updated>2011-10-22T19:46:04.393+02:00</updated><title type='text'>Zu Besuch bei Messners</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-LlHWDPUYIIw/Tncvs0oo6aI/AAAAAAAAB3s/rTAjLaN8pSk/s1600/a-juval.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="278" rba="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-LlHWDPUYIIw/Tncvs0oo6aI/AAAAAAAAB3s/rTAjLaN8pSk/s400/a-juval.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Nein, in Reinhold Messners Wohnzimmer waren wir nicht, gestern beim Besuch auf Schloß Juval, aber fast. Den Keller haben wir gesehen, mit etwa 30 sauber aufgestellten Paar Bergschuhen (die Mehrzahl von Adidas), mit Wein und Marmelade und aufgesetzten Früchten und mit einem Heerlager an Zelten und Kletter- und Expeditionsgeräten, darunter der bootartige Schlitten, mit dem er die Antarktis überquert hat. Den großen Rittersaal im Obergeschoß mit einem fast 10 m langen Tisch sahen wir, und sein Büro daneben, mit einer Fernsehecke, aber ohne Computer. Der „Reinhold“, wie ihn der liebenswürdige Burgführer immer vertraut nannte, diktiert alles, druckfertig, und läßt dann schreiben. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Messner hat die heruntergekommene Burg 1983 von einem örtlichen Ingenieur gekauft, der nicht die Kraft hatte, etwas aus den verfallenden, aber vor dem Krieg bereits von einem holländischen Millionär halbwegs renovierten Gebäuden zu machen. Messner hat ein Kunstwerk daraus geschaffen, ein Zauberreich, halb Ritterburg, halb fernöstliches Kloster. Damals war er 39 Jahre alt, hat ein zweites Mal geheiratet und drei Kinder in der Hauskapelle taufen lassen, von denen der Sohn heute 21 und die Töchter 17 und neun Jahre alt sind.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Die Kapelle ist stärkster Ausdruck seines alle Religionen umarmenden Glaubens. Ein auf den Putz gemaltes Kreuz aus dem 14. Jahrhundert, verschiedene Götterfiguren aus Afrika und Asien und vor dem Eingang zwei tibetanische Dämonen mit langen Elefantenrüsseln. Für Messner gilt vermutlich das Napoleon-Wort in vollem Umfang: die Menschen glauben alles, es darf nur nicht in der Bibel stehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ob er inmitten von aller Schönheit und Meditation hier zu einem glücklichen Leben findet? Als ich für einen Moment mit dem Führer allein bin, erzähle ich ihm von meinem Eindruck, daß Messner ein unruhiger, getriebener Mann ist, der mit der halben Welt im Streit liegt. Der Führer bestätigt das vorsichtig. Ja, „der Reinhold“ sei äußerst willensstark und mit seinen Gedanken immer schon ein paar Schritte voraus, und wie man die Leute für sich gewinnen könnte, darauf achte er oft wenig.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Messner hat Juval mit einer Kette von vier weiteren Orten zu den &lt;a href="http://www.messner-mountain-museum.it/index.php?fromlid=de"&gt;Messner Mountain Museums&lt;/a&gt; zusammengeschlossen. Er hat dazu auf die Privatheit dieses Wohnortes verzichtet, lebt (hauptsächlich im Erdgeschoß, das für uns nicht zugänglich war) nur im Juli und August hier, wenn das Schloß für Besucher gesperrt ist, und benutzt ansonsten für sich und die Familie ein Haus im etwa 15 km entfernten Meran.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er hat hier und in den anderen vier Museen, von denen wir „Firmian“ in Bozen und „Dolomites“ bei Cortina d’Ampezzo bereits kennen, so viel umgebaut und so viel an Kunst und religiösen Artikeln zusammengekauft, daß ich mir vorstellen kann: er muß das alles bis fast ins privateste zeigen, um das Geld, das er sich sicherlich hat leihen müssen, wieder einzuspielen. Vielleicht macht es ihm nicht einmal etwas aus, er erscheint mir, mit einem Thomas-Mann-Wort gesagt, durchaus eine ebensolche „repräsentative Existenz“ sein zu wollen wie Thomas Mann es eine war.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Op-doy-lris/Tnc0fi1YDyI/AAAAAAAAB4A/KEivL1MKAjA/s1600/a-absturz.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" rba="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-Op-doy-lris/Tnc0fi1YDyI/AAAAAAAAB4A/KEivL1MKAjA/s320/a-absturz.jpg" width="257" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;1995 hat er eines späten Abends versucht, oberhalb dieser Hintertür in den Burghof zu klettern. Er hatte, mit der Familie von einem Besuch zurückgekehrt, die Haupttür versperrt gefunden und wollte sie von innen öffnen. Dabei ist er 4 m tief abgestürzt und hat sich einen komplizierten Fersenbeinbruch zugezogen, der ihm fortan das extreme Klettern unmöglich gemacht hat. Für die Durchquerung von Grönland und der Antarktis war der Fuß allerdings noch tauglich genug.&amp;nbsp;&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3394360845177116138?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3394360845177116138/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3394360845177116138' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3394360845177116138'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3394360845177116138'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/zu-besuch-bei-messners.html' title='Zu Besuch bei Messners'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-LlHWDPUYIIw/Tncvs0oo6aI/AAAAAAAAB3s/rTAjLaN8pSk/s72-c/a-juval.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2836342379638221292</id><published>2011-09-17T09:00:00.003+02:00</published><updated>2011-10-22T19:46:45.793+02:00</updated><title type='text'>… und den freundlichen Gesundheitsblick</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none; clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-HN1laULAkyE/TnRE_tdRPKI/AAAAAAAAB3o/oiVjwHmGI58/s1600/a-dirndl.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" rba="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-HN1laULAkyE/TnRE_tdRPKI/AAAAAAAAB3o/oiVjwHmGI58/s400/a-dirndl.jpg" width="308" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Dem Geheimrat Goethe hätten die schwarzbraunen Haselnußmädchen gefallen, die hier in den Bergen immer wieder einmal zwischen den altersmüden und lebenssatten Nachsaisontouristen (meine Generation) aufblitzen. Und wenn sich eine davon dann sogar niederläßt um, wie oben im Bild aus unserem Trenker-Buch, einem Großvater ein paar Minuten ihrer Zeit und ein Schwätzchen zu schenken, dann ist das Goethe-Glück vollkommen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Er hat dieses Glück ja nicht nur in seiner späten Liebe zu Ulrike von Levetzow – er 74, sie 19, von Martin Walser kürzlich wunderbar in einem Roman beschrieben – gesucht, er hat es schon früher in „Schwager Kronos“ mit einem eigenartigen Satz formuliert&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;&lt;em&gt;Mir auch, Mädchen&lt;br /&gt;Diesen schäumenden Trunk&lt;br /&gt;Und den freundlichen Gesundheitsblick!&lt;/em&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ich habe damals den Gesundheitsblick vermutlich intuitiv richtig verstanden, als wir das Gedicht in der Schule besprachen und sehe ihn jetzt neu in dem Bild aus dem Trenker-Buch. Die Zuwendung der reschen Jugend zum Alter tut dem Alter gut. Vom Gesundheitsblick, das heißt ganz allgemein: vom Interesse, vom Wahrgenommen-Werden ausgeschlossen zu sein, kann keine Krankenkasse und keine Kur ersetzen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2836342379638221292?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2836342379638221292/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2836342379638221292' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2836342379638221292'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2836342379638221292'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/und-den-freundlichen-gesundheitsblick.html' title='… und den freundlichen Gesundheitsblick'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-HN1laULAkyE/TnRE_tdRPKI/AAAAAAAAB3o/oiVjwHmGI58/s72-c/a-dirndl.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3694646972655932751</id><published>2011-09-16T08:30:00.008+02:00</published><updated>2011-10-22T19:47:26.160+02:00</updated><title type='text'>Sudde-Tirole</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-qUetnNmPO0E/TnLbvT4P95I/AAAAAAAAB3k/TFCRiNGnZnE/s1600/a-kapelle.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="238" rba="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-qUetnNmPO0E/TnLbvT4P95I/AAAAAAAAB3k/TFCRiNGnZnE/s320/a-kapelle.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Wenn man erfährt, wie brutal die Italiener nach 1918, also nach der Auflösung der k.u.k Monarchie und dem zwangsweisen Anschluß Südtirols an Italien, den Anspruch auf Zweisprachigkeit in Südtirol durchgesetzt haben, wird einem beim Lesen von Schildern, die auch noch der hinterletzten Wiese einen zweiten, italienischen Namen geben, heute noch unwohl. Vorangetrieben wurde die Italienisierung durch Ettore Tolomei (1865 – 1952), einen italienischen Nationalisten. Luis Trenker ist ihm einmal begegnet und fand zu seiner Überraschung einen kleinen blonden und blauäugigen Herrn mit feinen Manieren vor, vom Typ her „eher wie ein österreichischer Mittelschulprofessor“. Dieser Mann also führte in Südtirol das italienische Wesen ein. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Seine Idee war es auch, die neu hinzugewonnene Provinz „Alto Adige“ zu nennen, Oberetsch. Die Etsch – in der ersten Strophe unserer Nationalhymne als Teil Deutschlands reklamiert – fließt vom Reschenpaß über Meran, Bozen und Verona und mündet nach 415 km Flußlauf bei Porto Fossone in die Adria, wobei sich Teile des am Ende trägen Flusses in ähnlicher Weise mit dem Delta des Po verbinden wie Rhein und Maas in Holland. Das in Südtirol ungeliebte Kunstwort „Oberetsch“ klingt etwa so wie „Oberelbe“ für die Tschechen klingen würde, wenn man ihr Land, der Logik der Flußgebiete folgend, Deutschland zuschlagen würde.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Gestern gab die prächtige Kastelruther Blaskapelle auf dem Schulhof der Mittelschule ihr jährliches Konzert. Die Stücke wurden jeweils ausführlich angekündigt, was durch die obligatorische Übersetzung ins Italienische sehr langatmig wurde. Den immer noch vorhandenen latenten Widerstand gegen diese lästige zweite Sprache spürte man leise heraus, als der Sprecher (in einem sehr deutsch klingenden, hölzernen Italienisch) uns allen noch eine schöne Urlaubszeit in Südtirol wünschte. In der Übersetzung kam nach „auguriamo“ und „bella“ und „vacanza“ dann das deutliche Wort „Sudtirol“ mit u, nicht „Alto Adige“. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Recht so! Was Deutsch ist, soll es auch bleiben.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3694646972655932751?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3694646972655932751/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3694646972655932751' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3694646972655932751'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3694646972655932751'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/sudde-tirole.html' title='Sudde-Tirole'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-qUetnNmPO0E/TnLbvT4P95I/AAAAAAAAB3k/TFCRiNGnZnE/s72-c/a-kapelle.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2224698160867967118</id><published>2011-09-15T12:30:00.003+02:00</published><updated>2011-10-22T19:47:42.045+02:00</updated><title type='text'>Von Luis Trenker empfohlen</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-WHmCO4UbmpI/TnHbCAvPTkI/AAAAAAAAB3M/c0tUQFFaiq0/s1600/a-geisler.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="212" rba="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-WHmCO4UbmpI/TnHbCAvPTkI/AAAAAAAAB3M/c0tUQFFaiq0/s320/a-geisler.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Gestern wanderten wir auf den Höhen über St. Ulrich und konnten an einigen Stellen wahlweise in das nördlich angrenzende Villnößtal – Heimat von Reinhold Messner – und auf das unter uns liegende Grödnertal – Heimat von Luis Trenker&lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;– schauen. Ein Reiseführer von Messner hat uns vor zwei Jahren begleitet, und darin der ewig nörgelnde Ton des Mannes, der eigentlich angesichts der vielen grandiosen Ausblicke, die er tun konnte, sehr viel zufriedener sein müßte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Ganz anders der Trenker Luis. Er ist noch unter dem österreichischen Kaiser Franz geboren (1892) und hat in der k.u.k. Armee im ersten Weltkrieg als Offizier gekämpft. Sein Buch ist elegant und dabei freundlich und einladend. Mit dem Auto in die Berge? Ja wunderbar! Das Stilfser Joch nicht verpassen! Und dann auch mal ein paar Tage an den Gardasee zum Schwimmen! &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Trenker lehrt: die Berge haben für jeden was, die Wälder ganz unten für die Lahmen und Müden, die grünen Matten darüber für ausdauernde Wanderer, das karge Land über der Baumgrenze für die zivilisationsmüden Asketen und Fels und Eis für alle, die schwindelfrei sind.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Als den schönsten Wanderweg der Dolomiten bezeichnet Trenker den auf etwa 2.100 m fast eben verlaufenden Weg vom Sessellift Raschötz hinüber zur Hütte „Brogles“, die dicht hinter den Geislerspitzen nahe an deren Geröll steht (Bild oben). Wir sind ihn gestern gegangen und fanden alles so, wie es Trenker beschreibt. Einzig der Sessellift wurde vor einem Jahr durch eine auf Schienen laufende hochmoderne Seilbahn ersetzt. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Oben sieht man die gesamte Seiser Alm in ihrer etwa 15 km betragenden Ost-West-Ausdehnung und darum herum alles was an Bergen Rang und Namen hat, Schlern, Platt- und Langkofel, Sella, Geislerspitzen und weiter hinten Rosengarten und Marmolata. Erhebend!&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Auf der Brogleshütte schenkt uns eine schwarzbraune Heidi das Bier aus. Ja, natürlich ist sie von hier, aus Brixen. Solche Augen und Locken in gleichem Braun gibt es nur in den Bergen. Aber zum Studieren fährt sie weit hinaus, Bühnenbildnerin will sie werden, in Hamburg. Ich kann mir in diesem Moment nicht vorstellen, wie sie durch das regnerische Hamburg geht, Kräne über sich, hupende Autos um sie herum. Das ist hier alles so weit weg wie der Mond.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Unterhalb des Gerölls der Geislerspitzen kann man den „Adolf-Munkel-Weg“ gehen. Das berührt mich eigenartig, weil&amp;nbsp;an diesem Tag&amp;nbsp;mein verstorbener Vater Adolf Runkel Geburtstag hat. Er hätte gelacht. Er kannte die Berge nur aus dem Auto heraus, sang dafür aber hinter dem Steuer ihre Lieder. „…bis zur Salurner Klaus.“&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2224698160867967118?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2224698160867967118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2224698160867967118' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2224698160867967118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2224698160867967118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/von-luis-trenker-empfohlen.html' title='Von Luis Trenker empfohlen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-WHmCO4UbmpI/TnHbCAvPTkI/AAAAAAAAB3M/c0tUQFFaiq0/s72-c/a-geisler.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-22664788095119465</id><published>2011-09-14T11:19:00.003+02:00</published><updated>2011-10-22T19:48:04.872+02:00</updated><title type='text'>Drei Städte</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-OkBAIcHAXfE/TnHgc3uSFzI/AAAAAAAAB3U/Ckk09agzi7M/s1600/a-hofer.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" rba="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-OkBAIcHAXfE/TnHgc3uSFzI/AAAAAAAAB3U/Ckk09agzi7M/s320/a-hofer.jpg" width="255" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Das alte Örtchen Klausen unten am Eisack hat eine der insgesamt nur vier Ausfahrten der 85 km langen Brennerautobahn zwischen Bozen und dem Paß. Es ist sozusagen unser Bahnhof, von dem aus wir noch rund 15 km fahren müssen, bis wir oben in Kastelruth ankommen. Gestern sahen wir erstmals die hübsche Altstadt von Klausen, die schon der junge Albrecht Dürer gemalt hat, als er hier 1494 Station auf seiner Italienreise machte. An der Pfarrkirche ist eine Gedenktafel zum Aufstand gegen die Franzosen in 1809 – der Bürgermeister kniet vor zwei Offizieren in ihren dreispitzigen Franzosenhüten, Kanone und Pferde neben sich, und bittet sie (erfolgreich), die Stadt vor Plünderung und Brandstiftung zu bewahren. &lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Früher einmal wohnte der Bischof hier, bevor er in das wenige Kilometer entfernte Brixen umzog und dort einer der führenden Männer des Deutschen Reiches wurde. Die Bischöfe von Brixen waren für weite Teile der Alpen zuständig und waren den Kurfürsten des Reiches gleichgestellt. Einer von ihnen war der im heutigen Bernkastel-Kues an der Mosel geborene Nikolaus Cryfftz (Krebs), der als „der Kueser“, Cusanus, ein berühmter Kirchenmann und ein noch berühmterer Philosoph wurde. Während meiner Herzkur 2005 in Kues habe ich still in der Kapelle gesessen, in der sein Herz begraben ist, und habe mich – Herz zu Herz sozusagen – gestärkt. Nikolaus Leichnam liegt in Rom. Seine Philosophie habe ich nicht verstanden, da muß mir jemand einmal einen Schlüssel geben. Am Dom in Brixen hängt eine Gedenktafel, auf der Nikolaus seltsam modern in die Welt schaut. Die Leute verehren ihn als eine Art neuzeitlichen Kirchenmanager.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Brixener Dom hat Nikolaus bei seiner Amtseinführung 1450 noch als romanische Kirche gesehen, ziemlich genau 300 Jahre später wurde sie abgerissen und durch eine monumentale Barockkirche ersetzt, die man in dieser Pracht mitten in den Alpen kaum erwartet. Allgemein verbindet man mit „Barock“ ein bestimmtes Lebensgefühl, aber ich sehe in den Deckengemälden mit ihren weiten Blicken bis in den Himmel hinein auch ein stolzes Erkenntnisbewußtsein, das dem menschlichen Geist in der nun beginnenden Neuzeit das Überschreiten vieler alter Grenzen ankündigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Meran fahren wir über den schönen Jaufenpaß, der unten im Passeiertal sozusagen vor dem Haus von Andreas Hofer, dem „Sandwirt“ endet. Er hat die Bayern dreimal am Berg Isel geschlagen, nachdem diese das ihnen von Napoleon zugesprochene Tyrol mit neumodischen Methoden regieren wollten, wogegen die Tyroler aufbegehrten. Luis Trenker sagt, daß die Stärke von Hofers freiwilliger und selbstbewußter Bauernarmee auch ihre Schwäche war: nach dem Sieg galt es, schnell zum Hof zurückzukehren, wo die Ernte wartete. Derweil konnten die Bayern sich in Ruhe neu organisieren und wenig später wieder angreifen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der umtriebene Napoleon hat 1809 die Erschießung Hofers selbst angeordnet, später aber dem österreichischen Kaiser eine völlig andere Version erzählt und den Tod Hofers wortreich bedauert (so erzählt es Luis Trenker).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Neben dem Sandwirt ist ein kleines Museum, in dessen Souvenirladen es schöne Tyrolerhüte nach der Art des Hofer Andreas gibt. Sie stehen mir gut (meine ich, Foto folgt), aber meine Frau möchte nicht neben so einem Bauern herlaufen, wie ich mit dem Hut einer bin. Also entfällt der Einkauf, der mir mit seinem Preis von nur € 20,- sehr wohlfeil erschienen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Meran wollen wir aufgrund einer kleinen Magenverstimmung Talcid kaufen. Nein, sagt der Apotheker, das gäbe es hier nicht, und verkauft uns Alka Seltzer, das in Wirklichkeit, sagt er, Rennie ist. Als ich erwähne, daß die Mannschaft von Bayer Leverkusen jahrelang auf den Trikots Werbung für Talcid getragen hat, macht der Apotheker eine wegwerfende Bewegung. Die Mannschaft mag er nicht. Aber auch Dortmund und den AC Mailand (alle drei Mannschaften spielen heute in der Champions League) liegen ihm fern. Ja, mit welchem Verein bitte kann ein Südtiroler sich denn identifizieren, frage ich. Mit den Bayern! Das überrascht mich – hat nicht Andreas Hofer gegen sie gekämpft? Nein, die Bayern sind stammesverwandte Menschen, wie alle Süddeutschen. Auch für den VfB Stuttgart kann der Südtiroler Sympathie empfinden. Weiter nördlich fängt dann ein anderer Menschenschlag an, Wikinger, vermute ich.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-22664788095119465?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/22664788095119465/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=22664788095119465' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/22664788095119465'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/22664788095119465'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/drei-stadte.html' title='Drei Städte'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-OkBAIcHAXfE/TnHgc3uSFzI/AAAAAAAAB3U/Ckk09agzi7M/s72-c/a-hofer.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-4511074832456656845</id><published>2011-09-12T22:17:00.002+02:00</published><updated>2011-10-22T19:50:22.017+02:00</updated><title type='text'>Ladinsch</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-feznIMSeVlg/TnJfXLmnc5I/AAAAAAAAB3c/T_2iv2hx9Yg/s1600/a-plattkofel2.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="240" rba="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-feznIMSeVlg/TnJfXLmnc5I/AAAAAAAAB3c/T_2iv2hx9Yg/s320/a-plattkofel2.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Heute haben wir uns dem felsigen Fuß des Plattkofel bis auf wenige hundert Meter genähert (mit dem Sessellift) und sind dann in respektvollem Abstand durch die Almen und Wälder unterhalb der doppelten Gipfel von Plattkofel und Langkofel hinuntergewandert ins Grödnertal.&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dort hörte ich an einer Bushaltestelle in St. Ulrich zum ersten Mal drei Einheimische Ladinsch sprechen, den altrömischen Dialekt, der in Südtirol nur hier und im Gadertal gesprochen wird (im Gebiet von Trient, Belluno und Venetien gibt es ein paar weitere Täler, die Ladinsch sprechen). Er ist dem Romanischen der nahen Schweiz verwandt und ist als Amtssprache anerkannt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der in St. Ulrich geborene Luis Trenker (1892 – 1990), von dem wir „Mein Südtirol“ antiquarisch erworben habe und viel Lesenswertes und literarisch Schönes darin finden, erzählt von seiner Südtiroler Mutter, die aus einer alten, angesehenen Familie stammte und dem aus dem Inntal zugewanderten Vater, einem auf das Bemalen von Holzfiguren spezialisierten Kunsthandwerker. Die Ehe der beiden setzte eine alten Ratschlag in die Tat um: wer etwas für die Einheit des nördlichen Tirols mit Südtirol tun wolle, solle „über den Brenner heiraten“. Unabhängig davon lehrte die Mutter ihre Kinder Ladinsch – wie viele Mütter es offenbar heute noch tun, denn im Grödnertal sprechen mehr als 75% der Menschen laut einer Wikipedia-Statistik sowohl mit den Kindern als auch mit den Beamten auf dem Rathaus Ladinsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Radio Gardena (auch &lt;a href="http://www.radiogardena.it/"&gt;im Internet empfangbar&lt;/a&gt;) lauten die Programme „Bon di cun Leander Perathoner“ – „Nfurmazions“ – „Na cianta per te“ und ähnlich. Das Vaterunser hört sich so an:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Pere nost, che t'ies tl ciel,&lt;br /&gt;sibe santificà ti inuem,&lt;br /&gt;vënie ti rëni,&lt;br /&gt;sibe fata ti ulentà,&lt;br /&gt;coche en ciel enscì en tiera.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Sonne wärmt auch die Gebiete über 2.000 m immer noch so stark an, daß man ohne Pullover wandern kann. Man hat zwar einen im Rucksack, und außerdem einen Anorak– falls! – wie der Rheinländer sagt. Aber in windstillen Lagen und vor allen Dingen, wenn es bergauf geht (was wir in den ersten Tagen noch sehr vermeiden), ist der Schweiß und nicht die Kälte das Problem.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich schreibe dies abends bei offener Balkontür, während gelegentlich ein wenig „Lärm der Gasse“ zu uns hinauf dringt. Unsere Wohnung liegt diesmal nach vorne heraus, ein Teil des Besucherstroms in den malerischen Dorfkern muß unter unseren Fenstern hindurch. Warum habe ich nie in meinem Leben so volksnah wie hier gewohnt? Warme Stimmen der Menschen, geheimnisvolles Raunen des Volkes? Im Urlaub lernt man, was man im Leben alles versäumt hat…&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-4511074832456656845?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/4511074832456656845/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=4511074832456656845' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/4511074832456656845'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/4511074832456656845'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/ladinsch.html' title='Ladinsch'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-feznIMSeVlg/TnJfXLmnc5I/AAAAAAAAB3c/T_2iv2hx9Yg/s72-c/a-plattkofel2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3705064434706661715</id><published>2011-09-11T23:30:00.002+02:00</published><updated>2011-10-22T19:48:47.199+02:00</updated><title type='text'>Gang auf dem Puflatsch</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-__Wm7L-Eh14/Tm3Pghfy9xI/AAAAAAAAB3I/FtQ52TxTu9Q/s1600/a-plattkofel.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="277" nba="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-__Wm7L-Eh14/Tm3Pghfy9xI/AAAAAAAAB3I/FtQ52TxTu9Q/s400/a-plattkofel.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Uns Herzpatienten wird empfohlen, alles das zu suchen, was das Herz weit macht. Wir sollen alte Vorurteile aufgeben, den Menschen mit Offenheit begegnen, singen, glauben, kurz alles tun, was das Herz aus seiner Enge herausführen kann. Man sollte deshalb den Gang auf dem Puflatsch ärztlich empfehlen und von der Krankenkasse subventionieren lassen, denn hier, in dem auf rund 2.000 m Höhe gelegenen Nordbereich der Seiser Alm wird das Herz so weit wie sonst nur auf den höchsten Gipfeln der Alpen. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;Der Panoramaweg rund um den Puflatsch, „&lt;em&gt;Cammino circolare del Bullaccia&lt;/em&gt;“, läßt uns die ganze Zeit auf Augenhöhe sein mit den schönsten Bergen desjenigen Alpengebietes, das vielleicht überhaupt die meisten schönen Berge der Alpen hat, den Dolomiten. Die "Aussichtskanzel der Seiser Alm" wird der Puflatsch genannt.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Der Blick auf der Ostseite des Puflatsch geht vom markanten Plattkofel mit seiner glatten, an eine Seezunge erinnernden schrägen Südwand bis zu den Geislerspitzen oberhalb des Luis-Trenker-Ortes St. Ulrich im Grödnertal. Dazwischen kann das Auge sich an der Symmetrie der Sellagruppe erholen, die von der Seiser Alm aus gesehen, wie ein großer, zweistufiger Block mit einer riesigen ebenen Gipfelfläche wirkt, Altar eines fernen und furchterregenden Gottes. Weit unten sieht man die Orte des Grödnertals („Val Gardena“), ganz oben das Dorf Wolkenstein des mittelalterlichen Minnesängers Oscar von Wolkenstein. Nach Norden liegt hinter dem Grödnertal das Villnößtal, Heimat von Reinhold Messner, nach Westen der Ritten, oberhalb von Bozen, und bei schönem Wetter kann man noch weiter westlich bis in die Schweiz sehen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;In der Arnikahütte spielte ein alter Tiroler auf seinem Knopf-Akkordeon, eine größere Gesellschaft saß um ihn herum und sang mit ihm das Tiroler Heimatlied „… bis zur Salurner Klaus“. Nein, Tiroler seien sie nicht, sagte mir einer der Sänger in breitem Schwäbisch, sie seien eine Freizeitgesellschaft der Liebenzeller Mission, und das Tirolerlied hätten sie schon in der Jungschar gesungen. Große Freude als ich mich als glaubensverwandter „Baptischt“ vorstellte. &lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Der Akkordeonspieler gehörte zu der aussterbenden Art von Musikern, die ein langes Berufsleben mit der Kennntnis von nicht mehr als zwei Akkorden überleben. Er spielte tatsächlich nur den Grund- und den Dominantakkord, selbst Wechsel in andere Tonarten umspielte er mit den beiden Akkorden so selbstbewußt, daß man meinte, so wäre es wohl richtig.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-size: 14pt; line-height: 115%;"&gt;&lt;span style="font-family: Calibri;"&gt;Abends Kirchfest in Seis, grobe Tische und Bänke um die Kirche herum, Buden und eine Festbühne . Darauf zwei Männer in Lederhosen und &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;eine Sängerin in Hotpants. Die Musik entsprechend eine Mischung aus Heimat- und Weltklängen.&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3705064434706661715?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3705064434706661715/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3705064434706661715' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3705064434706661715'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3705064434706661715'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/09/gang-auf-dem-puflatsch.html' title='Gang auf dem Puflatsch'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-__Wm7L-Eh14/Tm3Pghfy9xI/AAAAAAAAB3I/FtQ52TxTu9Q/s72-c/a-plattkofel.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8040719037504892091</id><published>2011-08-20T12:45:00.005+02:00</published><updated>2011-10-22T19:49:08.212+02:00</updated><title type='text'>Die Ordnung der Dinge</title><content type='html'>&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-dD4N8XzJ1mI/Tk-OoMAiGgI/AAAAAAAAB3A/Vrm054cA4Os/s1600/AADSC06442.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; cssfloat: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="234" qaa="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-dD4N8XzJ1mI/Tk-OoMAiGgI/AAAAAAAAB3A/Vrm054cA4Os/s320/AADSC06442.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;Ich habe eine Woche Remscheid-Urlaub dazu genutzt, meine Bücher zu sortieren.&amp;nbsp; Die alte Grundordnung wurde wieder hergestellt, aber modifiziert. Dabei haben einige von mir besonders geschätzte Autoren besonders schöne Plätze bekommen – in Augenhöhe etwa, oder in Griffweite meines Schreibtisches. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;a name='more'&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;Nachdem ich fertig war, habe ich ein wenig Statistik getrieben. Etwa: wer ist der am meisten vertretene Autor? Antwort: von der Länge ihres Regalplatzes her kommt der produktive Walter Kempowski an die erste Stelle: seine Bücher nehmen genau 1 m Regal in Anspruch. Der ebenfalls produktive John Updike liegt mit 96 cm knapp dahinter. Von beiden habe ich seit den 80er Jahrem jede Neuerscheinung gekauft und ihr &lt;span style="font-family: inherit;"&gt;Schreiben&lt;/span&gt; bis zu ihrem Tod in den Jahren 2007 (Kempowski) und 2009 (Updike) aufmerksam verfolgt. Von Kempowski habe ich zwei handsignierte Bücher in der Sammlung, eines davon in seinem Haus in Nartum erworben, wo ich im Dezember 2005 an einem der Tage teilgenommen habe, an denen er dieses Haus der Öffentlichkeit zeigte. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;Mit einigem Abstand folgen die Klassiker Thomas Mann (78 cm) und Goethe (49 cm), bei beiden ist in der Zahl auch Sekundärliteratur enthalten. Ernst Jünger (46 cm, auch ihn habe ich 1988 persönlich kennengelernt) und Tolstoi (46 cm) kommen auf die Plätze 6 und 7, gefolgt von dem irischen Dichter Colm Toibin (geb. 1955), dessen Romane ich vollzählig habe (35 cm). Ein Buch, das er mir 2002 in Bonn signierte, habe ich verschenkt, aber gesprochen habe ich ebenfalls mit ihm. Toibin und sein Platznachbar Josef Ratzinger (31 cm) sind die einzigen noch lebenden Autoren in der Reihe, gefolgt von Marcel Proust (26 cm in Paperback - ob man eine gebundene Ausgabe kaufen sollte?) und W.G.Sebald. Auch seine 23 cm umfassen fast sein gesamtes schmales Werk. Er stammte aus dem Allgäu und lebte seit seiner Studentenzeit in England, wo er auch 2001 bei einem Autounfall verstarb.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;De Aufzählung wäre unvollständig ohne den Raum, den die Bibeln einnehmen: 178 cm. Es sind etwa 20 unterschiedliche Ausgaben, einschließlich der Urtexte in Hebräisch und Griechisch, von denen mir die interlinear übersetzten Exemplare natürlich die liebsten sind. &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Übrigens habe ich auch das Neue Testament in einer hebräischen Übersetzung, aus der ich mir gerne das Vaterunser vorlese, es klingt wie das Aramäische, das Jesus gesprochen hat: &lt;em&gt;Avi'nu schew schamajim, jitqadasch schem’cha&lt;/em&gt;. Die griechische Übersetzung des Alten Testamentes, die &lt;em&gt;Septuaginta&lt;/em&gt; habe ich von meinem Vater geerbt, nebst großer Konkordanz dazu. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;Insgesamt addieren sich die Bücher in meinem Arbeitszimmer auf 38 m, zusammen mit 12 m Büchern der B-Liste, die etwas oberflächlicher geordnet im Keller stehen (darunter eine Reihe von sehr guten Büchern, besonders Lexika, die der Wikipedia-Konkurrenz zum Opfer fielen) sowie den Reisführern im Schlafzimmer (2 m) und einigen ungeordnet in verschiedenen Zimmern stehenden anderen Büchern addiert sich das Ganze auf etwa 60 m. Rechnet man durchschnittlich 2,3 cm pro Buch, dann besäße ich rund 2.600 Bücher. Man wird mit dem schrittweisen Verkauf sein Alter finanzieren …&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;Welches Buch ich (neben der Bibel) als einziges mit auf eine einsame Insel nehmen würde? An Tolstois &lt;em&gt;Krieg und Frieden&lt;/em&gt; denke ich als erstes, aber auch an Updikes Autobiographe &lt;em&gt;Self-Consciousness&lt;/em&gt;, oder auch an den ganzen Proust, wenn der als &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;e i n &lt;span style="mso-spacerun: yes;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;Buch angerechnet würde. Von Thomas Mann nähme ich den &lt;em&gt;Doktor Faustus&lt;/em&gt;, von Goethe den &lt;em&gt;Werther&lt;/em&gt;, von Ratzinger das erste Jesusbuch und von Toibin &lt;em&gt;The Heather Blazing&lt;/em&gt; mit. Aber auch die große Brief- und Tagebuchsammlung &lt;em&gt;Echolot&lt;/em&gt; von Kempowski käme in die engere Auswahl, so wie Naipauls &lt;em&gt;Enigma of Arrival&lt;/em&gt; und Sebalds &lt;em&gt;Austerlitz&lt;/em&gt;.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="margin: 0cm 0cm 10pt;"&gt;&lt;div style="border-bottom: medium none; border-left: medium none; border-right: medium none; border-top: medium none;"&gt;&lt;span style="font-family: inherit; line-height: 115%; mso-bidi-font-style: italic;"&gt;Das erwähne ich aber nur für den Fall, daß der geneigte Leser dieser Zeilen noch auf der Suche nach einem guten Buch für den bevorstehenden Urlaub ist.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8040719037504892091?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8040719037504892091/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8040719037504892091' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8040719037504892091'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8040719037504892091'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/die-ordnung-der-dinge.html' title='Die Ordnung der Dinge'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-dD4N8XzJ1mI/Tk-OoMAiGgI/AAAAAAAAB3A/Vrm054cA4Os/s72-c/AADSC06442.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5996034160859766989</id><published>2011-08-14T08:00:00.003+02:00</published><updated>2011-08-14T08:00:08.042+02:00</updated><title type='text'>Nachgedanken zu “Erzählungen der Chassidim”</title><content type='html'>Vielleicht sollte ich am Ende kurz erklären, warum mich diese Geschichten immer neu tief in meinem Herzen anrühren. Sie enthalten das Leben von Menschen, die sich nach der Gegenwart Gottes ausstrecken. Diese Gegenwart ist für sie kein gedankliches Konzept, sondern sinnlich wahrgenommene Realität. Nun weiß man aber selbst, dass sich Gottes Wirklichkeit &amp;nbsp;verhältnismäßig selten zeigt, manchmal über Jahre und Jahrzehnte nicht. „Die Schechina ist im Exil“, sagen die Chassiden dann. In solchen Zeiten müssen die Gottessucher mit Ersatz-Erfahrungen auskommen. Sie tasten und suchen, sie erwarten und hoffen – und bemerken auf einmal dabei, dass ihr im Vorläufigen geführtes Leben in Wirklichkeit das eigentliche, wahre Leben ist, das Leben in Gottes unsichtbarer Gegenwart. Uns so essen sie und trinken und tanzen und feiern und preisen den Herrn der Welt, auch wenn das nächste Pogrom schon auf der Straße tobt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wollen wir am Ende nicht alle so leben, bleibt uns eine andere Wahl?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5996034160859766989?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5996034160859766989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5996034160859766989' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5996034160859766989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5996034160859766989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/nachgedanken-zu-erzahlungen-der.html' title='Nachgedanken zu “Erzählungen der Chassidim”'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-2295407532188384047</id><published>2011-08-13T18:00:00.000+02:00</published><updated>2011-08-14T07:42:33.533+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (XII und Schluss): Ganz Israel einen guten Morgen!</title><content type='html'>Rabbi Sussja pflegte jeden Morgen beim Aufstehen, ehe er ein Wort zu Gott oder den Menschen sprach, auszurufen: „Ganz Israel einen guten Morgen!“ Tagsüber schrieb er alles, was er tat, auf einen Zettel, am Abend vor dem Schlafengehen holte er ihn hervor, las und weinte so lange, bis die Schrift von den Tränen vertilgt war.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-2295407532188384047?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/2295407532188384047/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=2295407532188384047' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2295407532188384047'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/2295407532188384047'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim_13.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (XII und Schluss): Ganz Israel einen guten Morgen!'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7099383573887399910</id><published>2011-08-10T17:45:00.002+02:00</published><updated>2011-08-10T18:06:50.477+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (XI): Wie er die Filzschuhe aufschnürt</title><content type='html'>Rabbi Löw, Sohn der Sara, der verborgene Zaddik, der, dem Lauf der Gewässer folgend, über die Erde wanderte, um die Seelen Lebender und Toter zu erlösen, erzählte: "Daß ich zum Maggid von Mesritsch fuhr, war nicht, um Lehre von ihm zu hören: nur um zu sehen, wie er die Filzschuhe aufschnürt und wie er sie schnürt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Anmerkung: Rabbi Löw erzählt hier von seinem Lehrer Dow Bär, dem&amp;nbsp;"Maggid" (Ehrentitel) aus Mesritsch. Dow Bär wiederum&amp;nbsp;war ein Schüler des großen Baalschem.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7099383573887399910?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7099383573887399910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7099383573887399910' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7099383573887399910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7099383573887399910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim_10.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (XI): Wie er die Filzschuhe aufschnürt'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8084175451959713746</id><published>2011-08-08T00:15:00.003+02:00</published><updated>2011-08-08T00:15:00.344+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (X): Das Vergessen</title><content type='html'>"Es heißt im Talmud", sprach Rabbi Baruch, "wann das Kind im Leibe der Frau ist, brennt ihm ein Licht auf dem Kopf und es lerne die ganze Thora, wann ihn aber bestimmt ist, hinaus in die Luft der Welt zu gehn, komme ein Engel und schlage es auf den Mund, und da vergesse es alles. Wie ist das zu verstehen? Wozu braucht man es erst alles lernen zu lassen, damit es dann alles vergesse?"  [...]  "Wäre das Vergessen nicht, so müßte der Mensch unaufhörlich an seinen Tod denken und würde kein Haus bauen und würde nichts unternehmen. Darum hat Gott in die Menschen das Vergessen gepflanzt. So ist ein Engel bestellt, das Kind so zu lehren, daß es nichts vergesse, und der andere Engel ist bestellt, es auf den Mund zuschlagen und ihm das Vergessen beizubringen."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8084175451959713746?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8084175451959713746/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8084175451959713746' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8084175451959713746'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8084175451959713746'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim-x.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (X): Das Vergessen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-6019171265944977878</id><published>2011-08-07T20:00:00.005+02:00</published><updated>2011-08-07T20:22:09.881+02:00</updated><title type='text'>Zwei Brücken</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-95HXU47e-Nk/Tj7Oo9RrD6I/AAAAAAAAB20/ymdWU9svkdA/s1600/DSC06406klein2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="400" src="http://3.bp.blogspot.com/-95HXU47e-Nk/Tj7Oo9RrD6I/AAAAAAAAB20/ymdWU9svkdA/s400/DSC06406klein2.jpg" width="239" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Vorgestern hat unsere Oberbürgermeisterin zwei Brücken eingeweiht, von denen die eine, der "Nordsteg" zwischen Bahnhof und Altstadt, mit einer leuchtend roten Farbsalve eine Art von Bresche in das graue Häusergefüge unserer schieferverkleideten Regenstadt schlägt.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-dXwIqao5I8Q/Tj6uY9Zj3pI/AAAAAAAAB2s/pI7haPRaBSc/s1600/DSC06425klein.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="269" src="http://3.bp.blogspot.com/-dXwIqao5I8Q/Tj6uY9Zj3pI/AAAAAAAAB2s/pI7haPRaBSc/s400/DSC06425klein.jpg" width="400" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: left;"&gt;Der Nordsteg, rechts ein Blick von der Innenstadt in Richtung der Haltestelle unserer Bahn (&lt;em&gt;Der Müngstener)&lt;/em&gt;, soll den Weg von der Innenstadt zum kleinen Remscheider Bahnhof bequemer machen, indem er die hier vielbefahrene Freiheitstraße, die B 229, in einem&amp;nbsp;beschwingten Bogen überquert. &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Brücke ist an Stützen aufgehängt, die in einem unregelmäßigen Muster sowohl seitlich als auch nach hinten und vorne versetzt sind. Sie wirken spielerisch, haben aber offenkundig eine echte statische Funktion. Ihr Rot erinnert an fernöstliche Tempel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Y4pIeU_OsMI/Tj7PwQDnukI/AAAAAAAAB28/sDCMkaijt2M/s1600/DSC06423k.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="320" src="http://1.bp.blogspot.com/-Y4pIeU_OsMI/Tj7PwQDnukI/AAAAAAAAB28/sDCMkaijt2M/s320/DSC06423k.jpg" width="192" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: left;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Der alte Bahnhof ist seit ein paar Jahren verschwunden, die beiden einzigen Gleise liegen jetzt an einer Plattform, die an eine größere Straßenbahnhaltestelle erinnert, was die immer schon sehr geringe Bedeutung der "Müngstener"- Nebenstrecke nach Remscheid unterstreicht. Hinten lockt ein großes neues Parkhaus die morgendlichen Pendler nach Düsseldorf und Köln mit Gratisnutzung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-HzUkH9HykhI/Tj6uCuaN8II/AAAAAAAAB2k/pe2xrUKshtM/s1600/DSC06418klein.jpg" imageanchor="1" style="clear: right; float: right; margin-bottom: 1em; margin-left: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="177" src="http://4.bp.blogspot.com/-HzUkH9HykhI/Tj6uCuaN8II/AAAAAAAAB2k/pe2xrUKshtM/s320/DSC06418klein.jpg" width="320" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die zweite neue Brücke überquert die Bahnstrecke, und zwar&amp;nbsp;weiter östlich. Sie ersetzt eine frühere Brücke, deren Standfestigkeit altersbedingt gelitten hatte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-6019171265944977878?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/6019171265944977878/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=6019171265944977878' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/6019171265944977878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/6019171265944977878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/zwei-brucken.html' title='Zwei Brücken'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-95HXU47e-Nk/Tj7Oo9RrD6I/AAAAAAAAB20/ymdWU9svkdA/s72-c/DSC06406klein2.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8452321455424263801</id><published>2011-08-04T18:40:00.000+02:00</published><updated>2011-08-04T18:43:05.438+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (IX): Das Essen des Reichen</title><content type='html'>Zum Maggid von Kosnitz kam einst ein reicher Mann. "Was pflegst du zu essen?" fragte der Maggid. "Ich führe mich bescheiden", sagte der reiche Mann, "Brot mit Salz und ein Trunk Wasser sind mir genug." "Was fällt Euch ein!" schalt ihn der Maggid. "Braten sollt ihr essen und Met sollt ihr trinken wie alle reichen Leute!" Und er ließ den Mann nicht gehen, bis er ihm versprochen hatte, es fortan so zu halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachher fragten die Chassidim nach dem Grund der wunderlichen Rede.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Erst wenn er Fleisch ißt", antwortete er, "wird er wissen, daß der Arme Brot braucht. Solange er Brot ißt, meint er, der Arme könne Steine essen."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8452321455424263801?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8452321455424263801/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8452321455424263801' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8452321455424263801'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8452321455424263801'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim_04.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (IX): Das Essen des Reichen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7225539897282396386</id><published>2011-08-02T17:15:00.000+02:00</published><updated>2011-08-02T17:25:18.140+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (VIII): Eine Verhandlung</title><content type='html'>(Meine Lieblingserzählung, die mich immer wieder sehr emotional berührt)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es wird erzählt: "Der Kaiser in Wien erließ eine Verordnung, die das bedrängte Leben der Juden in Galizien vollends in Fesseln schlagen mußte. Damals weilte im Haus Elimelechs ein eifriger und lernbeflissener Mann, Feiwel mit Namen. Der stand eines Nachts auf, betrat die innere Kammer des Zaddiks und sprach zu ihm: 'Herr, ich habe einen Rechtsstreit mit Gott'; und während er noch redete, entsetzte er sich über seine Worte. Rabbi Elimelech jedoch gab ihm die Antwort: "Wohl, aber in der Nacht wird nicht Gericht gehalten.'&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Morgen kamen zwei Zaddikim nach Lisensk, Israel von Kosnitz und Jakob Jizchak von Lublin, und nahmen Wohnung bei Rabbi Elimelech. Nach dem Mittagsmahl ließ er jenen Mann rufen und sagte ihm: 'Nun lege uns deinen Rechtsfall vor.' 'Ich habe nicht mehr die Kraft zu reden', stammelte Feiwel. - 'So gebe ich dir die Kraft zu reden.' Da redete Rabbi Feiwel: 'Wie darf es sein, daß wir diesem Reich verknechtet sind? Spricht doch Gott in der Thora: denn meine Knechte sind die Söhne Israels. Und hat er uns auch der Fremde überantwortet: wo immer wir sind, ist es an ihm, uns die Freiheit, ihm zu dienen, ungeschmälert zu wahren.' &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierauf sprach Rabbi Elimelech: 'Gottes Entgegnung kennen wir, denn auch sie steht geschrieben, in der Fluchrede durch Mose und die Propheten. Jetzt aber sollen nach der Vorschrift beide Rechtsgegner den Ort des Gerichts verlassen, damit die Richter ihres Ansehens nicht achten. So gehe du hinaus, Rabbi Feiwel. Und dich, Herr der Welt, vermögen wir nicht auszuschließen, denn deine Herrlichkeit erfüllt die Erde, und ohne deine Gegenwart könnte keiner von uns einen Augenblick leben; wisse aber, daß wir auch deines Ansehens nicht achten werden.‘&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach saßen die drei zu Gericht, schweigend und mit geschlossenen Augen. Nach einer Stunde riefen sie den Mann Feiwel in die Stube und verkündeten das Urteil, daß das Recht bei ihm sei. In derselben Stunde wurde in Wien die Verordnung aufgehoben."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7225539897282396386?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7225539897282396386/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7225539897282396386' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7225539897282396386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7225539897282396386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/08/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (VIII): Eine Verhandlung'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1261162595869359563</id><published>2011-07-31T12:30:00.000+02:00</published><updated>2011-07-31T12:30:01.492+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (VII): Die Bienen</title><content type='html'>Rabbi Rafael von Berschad sprach: "Es heißt, die Hochmütigen werden als Bienen wiedergeboren. Denn der Hochmütige spricht in seinem Herzen: 'Ich bin ein Schreiber, ich bin ein Singer, ich bin ein Lerner.' Und weil von diesen gilt, was gesagt ist, daß sie noch an der Schwelle der Hölle nicht umkehren, werden sie nach dem Tode als Bienen wieder geboren. Die summen und surren: 'Ich bin, ich bin, ich bin!'"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1261162595869359563?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1261162595869359563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1261162595869359563' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1261162595869359563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1261162595869359563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim_31.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (VII): Die Bienen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-6704054582840798593</id><published>2011-07-28T17:30:00.002+02:00</published><updated>2011-07-31T12:12:30.369+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (VI): Eine Stunde der göttlichen Gnade</title><content type='html'>Eine Frau pflegte zum Jom Kippur nach Berditschew zu kommen, um in Rabbi Levi Jizchaks Gemeinde zu beten. Einmal verzögerte sie sich, und als sie ins Bethaus kam, war die Nacht schon angebrochen. Die Frau grämte sich sehr; denn sie war gewiß, die Abendandacht sei schon vorüber. Aber der Rabbi hatte nicht begonnen, sondern hatte mit der staunenden Gemeinde gewartet, bis die Frau kann. Als sie merkte, daß er noch nicht Kol Nidre gesprochen hatte, geriet sie in große Freude und rief zu Gott: "Herr der Welt, was soll ich dir wünschen für das Gute, das du an mir getan hast? Ich wünsche dir, du sollst so viele Freude an deinen Kindern erleben, wie du mich jetzt hast erleben lassen!"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ward, während sie noch sprach, eine Stunde der göttlichen Gnade über der Welt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-6704054582840798593?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/6704054582840798593/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=6704054582840798593' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/6704054582840798593'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/6704054582840798593'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim_28.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (VI): Eine Stunde der göttlichen Gnade'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1588978517451633598</id><published>2011-07-26T21:35:00.002+02:00</published><updated>2011-07-26T21:35:52.284+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (V): Wie man Lehre sprechen soll</title><content type='html'>Der Maggid von Mesritsch sprach einmal zu seinen Schülern: "Ich will euch die beste Art weisen, Lehre zu sprechen. Man soll sich selber gar nicht mehr fühlen, nichts mehr sein als ein Ohr, das hört, was die Welt des Wortes in einem redet. Sowie man aber die eigene Rede zu hören beginnt, breche man ab."&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1588978517451633598?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1588978517451633598/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1588978517451633598' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1588978517451633598'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1588978517451633598'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim-v.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (V): Wie man Lehre sprechen soll'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-799595378696839101</id><published>2011-07-25T00:05:00.006+02:00</published><updated>2011-07-25T00:05:00.180+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (IV): In der Gerbergasse</title><content type='html'>Auf einer Wanderung kam Rabbi Levi Jizchak gegen Nacht in eine kleine Stadt, von er niemand kannte. Er fand keine Unterkunft, bis ein Gerber ihn mit sich nach Hause nach. Er wollte das Abendgebet sprechen; aber der Gerbergeruch war so durchdringend, daß er kein Wort über die Lippen brachte. Er machte sich auf und ging in das Lehrhaus, in dem kein Mensch mehr war. Hier betete er nun. Und als er betete, verstand er mit einem Mal, wie die Schechina, die der Welt einwohnende Gegenwart Gottes, ins Exil herabgesunken ist und wie sie gesenkten Hauptes in der Gerbergasse steht. Er brach in Tränen aus und weinte in einem fort, bis sich sein Herz über den Gram der Schechina ausgeweint hatte und er in Ohnmacht fiel. Da erschien ihm die Schechina in ihrer Glorie, ein überstarkes Licht in vierundzwanzig farbigen Stufen, und sprach zu ihm: "Sei stark, mein Sohn! Große Nöte werden über dich kommen, du aber fürchte dich nicht; denn ich werde bei dir sein."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Anmerkung: die „Schechina“ ist hier bereits erklärt, sie leitet sich vom Verb „schachan“ ab, was „niederlassen“ bedeutet. Auch im Koran ist von der im Arabischen ähnlich klingenden „Zekina“ die Rede, der Gegenwart Gottes (u.A. in Sure 2 : 249)&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-799595378696839101?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/799595378696839101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=799595378696839101' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/799595378696839101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/799595378696839101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-erzahlungen-der-chassidim.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (IV): In der Gerbergasse'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8420637382854612193</id><published>2011-07-24T18:15:00.008+02:00</published><updated>2011-07-24T19:11:56.146+02:00</updated><title type='text'>Matthäus 5,5: Selig sind die sanftmütigen</title><content type='html'>Predigt 24. Juli 2011 in der Evangelisch Freikirchlichen Gemeinde Bonn&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vorab herzliche Grüße aus meiner Heimatgemeinde in Remscheid. In dieser Stadt regnet es heute noch mehr als hier in Bonn und die alten Leute sprechen noch ein Platt, von dem mein Vater sagte, es sie dem Holländischen so ähnlich, dass man mit Remscheider Platt in unserem Nachbarland überall ohne Probleme zurecht käme. Mein Vater ging deshalb auch in Holland immer gerne zur Kirche und kam eines Tages sehr glücklich von dort zurück. Der Pastor hatte über die Seligpreisung der Sanftmütigen, der „Zachtmoedigen“ gesprochen und sich lange an dem alten Wort „Goedertieren“ aufgehalten, das in alten Bibeln anstelle von „zachtmoedig“ steht. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Wort bedeute, hatte der Pastor gesagt, tatsächlich so etwas wie „Gut-Tierigkeit“ und sei etwa als Eigenschaft von Pferden sehr angenehm. Vielleicht ist damals mein Interesse an diesem Wort geweckt worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Selig sind die sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Matthäus 5,5&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn ich Sie der Reihe nach fragen würde, was ein sanftmütiger Mensch ist, so würden die Antworten vermutlich alle recht ähnlich ausfallen. Wir haben eine konkrete Vorstellung von Sanftmut, und an der will ich heute auch nichts ändern. Ich möchte allerdings dem Wort "sanftmütig" ein paar Nuancen, ein paar Farben hinzufügen, die sich ergeben, wenn man dieses Wort einmal über mehrere Stellen der Bibel nachverfolgt. Es wird reicher und aussagekräftiger, und am Ende gibt es vielleicht sogar ein Geheimnis preis.&lt;br /&gt;Das Wort von den Sanftmütigen gehört zu den Seligpreisungen der Bergpredigt. Dabei ist es gleichzeitig ein sehr altes Wort, es ist ein Zitat aus dem Alten Testament. Ich kann mir vorstellen, dass nicht nur Jesus, sondern auch seine Zuhörer damals gewusst haben, dass er hier ein Wort aus Psalm 37 benutzte. &lt;br /&gt;&lt;em&gt;Die Sanftmütigen werden das Land besitzen &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;und werden ihre Lust haben an Fülle von Heil.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;Psalm 37,11&lt;br /&gt;Von den acht Seligpreisungen sind sieben neu, aber eine davon, die mit den Sanftmütigen, ist ein altes und zu Jesus Zeiten sicherlich gut bekanntes Wort. Bei allem Neuen, was Jesus zu verkündigen hat, wird doch immer wieder deutlich, dass seine Lehre mit einer älteren, tieferen Quelle verbunden ist. Was er sagt, ist im alten Glauben des Volkes Israel bereits im Kern vorhanden. &lt;br /&gt;Wenn wir zu Psalm 37 gehen begegnen wir dem Wort "sanftmütig" in seiner hebräischen Urfassung "anawim" - im Neuen Testament steht es ja in Griechisch geschrieben, dazu später noch mehr. Vielleicht darf ich im Folgenden bei den Bibelworten, wie von den Sanftmütigen handeln, einmal ausnahmsweise dieses Urwort benutzen und nicht seine deutsche Übersetzung. Diese ist nämlich nicht überall gleich, und kann es auch gar nicht sein. Das Wort ist in gewisser Weise unübersetzbar, und wenn man im Alten Testament nur "sanftmütig" übersetzen würde, dann blieben viele Stellen unverständlich.&lt;br /&gt;Wofür steht dieses Wort? Es hat eine mehrfache Bedeutung. Von seinem Wortstamm her "anah" bezeichnet es jemand, der niedergebeugt ist. Ein Bedrückter, ein Elender - so muss man im ursprünglichen Wortsinn übersetzen. &lt;br /&gt;נהע &lt;br /&gt;anah&lt;br /&gt;ענוים &lt;br /&gt;anawim &lt;br /&gt;Aber dann tritt eine zweite Bedeutung hinzu: die Anawim lernen offenbar, ihre Situation zu verstehen und anzunehmen. Und sie werden auf diese Weise demütig, und zwar wohl zunächst einmal, weil ihnen jegliche Ursache für Hochmut weggenommen wurde. Sie haben gar keine andere Wahl. &lt;br /&gt;Noch später lernen sie, dass Gott ihre Demut liebt, weil er den Hochmütigen widersteht und weil ihm der Demütige angenehm ist. Und so werden sie also aus freien Stücken demütig, und werden dadurch auch in den Augen ihrer Mitmenschen angenehm, weil auch die Menschen es ja mit den Hochmütigen schwer haben. Im Ergebnis werden die Anawim im täglichen Umgang an ihrer demütigen Milde erkannt, und das ist Sanftmut, das macht die Anawim aus.&lt;br /&gt;Das Hebräische, das oft für mehrere Sachverhalte nur ein einziges Wort hat, lässt diese vielfache Bedeutung stehen und erzählt die Geschichte der Anawim sozusagen in einem Wort, beginnend bei „niedergebeugt“, „elend“ und „arm“, über „demütig“ bis hin zu „sanftmütig“. Vielleicht versuchen wir heute einmal, immer alle Bedeutungen mitklingen zu lassen, wenn wir das Wort im weiteren Verlauf hören.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mose&lt;br /&gt;Die Übersetzer müssen natürlich jeweils ein einziges treffendes Wort finden. Das dadurch entstehende Problem wird gleich beim ersten großen Vertreter der Anawim in seiner ganzen Breite sichtbar. Die Rede ist von Mose, er ist einer der „anawim“. Von der einen Gruppe der Übersetzer wird die Demut dieses Mannes gepriesen. Von der anderen wird dagegen vorrangig sein Elend gesehen. Eigentlich kann nur eins davon stimmen!&lt;br /&gt;Folgen wir zunächst einmal Martin Luther: in 4. Mose 12,3 wird in der Lutherbibel von Mose gesagt, er sei „ein sehr demütiger Mensch“ gewesen, „mehr als alle Menschen auf Erden.“ „Anav“ steht im hebräischen Urtext, und nicht nur Luther, sondern auch die in solchen Sachen ja immer sehr genaue Elberfelder Bibel übersetzen beide "demütig". Allerdings: die Elberfelder fügt in der Fußnote bei "oder elend".&lt;br /&gt;Wir erkennen das Problem. Gibt es einen Schlüssel zur Lösung? Bei der Mose-Geschichte haben sich viele Übersetzer für „demütig“ entschieden – obwohl es natürlich ein wenig überrascht, dass gerade Mose, über dessen Jähzorn ja zuvor berichtet worden ist, als der demütigste Mensch der Welt dargestellt wird. &lt;br /&gt;In 4. Mose 12 wird die Geschichte erzählt, wie eines Tages seine Schwester Mirjam und sein Bruder Aaron die Autorität des Mose infrage stellen und fast so etwas wie einen Putsch gegen ihn anzetteln. In dieser Situation kommt ihm Gott zu Hilfe und bestraft die Aufrührer. Und in dieser Geschichte wird also erzählt "Mose war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden".&lt;br /&gt;Nun würde die zweite Möglichkeit "elend" aus der Fußnote der Elberfelder Bibel ja ebenfalls Sinn machen und bedeuten: Mose war geplagt, er hatte sozusagen das ganze Volk am Hals und musste jetzt auch noch den Widerstand seiner nächsten Verwandten erdulden. &lt;br /&gt;Übersetzt man dagegen "demütig", dann macht auch das Sinn: sein Verhalten wird in einen Gegensatz zu den hochmütigen Geschwistern gestellt, die zuvor gefragt haben, ob nicht auch sie einen ganz persönlichen Zugang zu Gott und eine Leitungsfunktion für das Volk haben. Als Kontrast zum Hochmut der Geschwister ist an dieser Stelle die Demut des Mose sicherlich hervorzuheben, weshalb "demütig" hier meiner Meinung nach das richtige Wort ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Septuaginta&lt;br /&gt;Diese Annahme bestätigt sich auch beim Blick in das Werk der berühmten Gelehrten von 200 v. Chr., die damals als Erste eine Übersetzung des Alten Testaments unternommen haben. Das waren die legendären 70 Leute der sogenannten Septuaginta, der Bibel der Siebzig, die erstmals den "Tanach", wie die Juden das Alte Testament bezeichnen, in die Weltsprache Griechisch übersetzt haben.&lt;br /&gt;Sie fanden kein griechisches Wort, um die Doppelbedeutung von "anah" wiederzugeben und mussten sich deshalb immer wieder entscheiden, ob sie die Situation beschrieben, in welcher der elende und niedergebeugte Mensch war, oder ob sie seinen demütigen oder sanftmütigen Charakter beschreiben wollten. Sie haben Ersteres mit "ptochos" übersetzt, das bedeutet "bettelarm, armselig", und das zweite mit "praos", das bedeutet „sanft, milde, ruhig“. Ich habe verschiedene Konkordanzen durchblättert und gefunden, dass man Variante 1 etwa 80 mal und Variante 2 etwa 20 mal verwendet hat. Die deutschen Übersetzer haben sich oft an die Septuaginta gehalten, aber nicht immer. &lt;br /&gt;Viele haben bei der Übersetzung richtiggehend gekämpft, wie etwa der bereits erwähnte Martin Luther und später seine Nachfolger in der Redaktion der Lutherbibel. Luther hat in der ersten Übersetzung 1545 geschrieben „ein seer geplagter Elender / der viel leiden muste“, in einer späteren Luther-Ausgabe von 1878 fand ich dagegen „geduldig“, 1912 heißt es dann aber wieder „ein sehr geplagter Mensch“ und 1984 erneut umgekehrt „ein sehr demütiger Mensch“. Man spürt das Ringen. &lt;br /&gt;Tendenziell geht die Elberfelder Bibel stärker in die Richtung der Variante 2, also der Charakterisierung „demütig , sanftmütig“ und hat etwa – anders als die Lutherübersetzungen – in der Schlüsselstelle in Psalm 37,11 "sanftmütig" übersetzt und damit die Brücke zu den Seligpreisungen deutlich gemacht. Ich habe diese Stelle gerade in der Elberfelder Übersetzung gezeigt, bei Luther steht „die Elenden“. &lt;br /&gt;Psalm 37&lt;br /&gt;Psalm 37 ist eine Schlüsselstelle für ein tieferes Verständnis von „anawim“. In den Psalmen wird ja häufig beschrieben, dass Menschen elend sind und arm und dass sie darüber ein demütiges Herz und ein sanftmütiges Wesen bekommen. In den Psalmen ruft der Elende Gott um Hilfe an, und hier wird dem Sanftmütigen Rettung versprochen, und beide sind ein und dieselbe Person. &lt;br /&gt;Psalm 37 beginnt damit, dass der fromme Mensch dem Übeltäter dabei zusehen muss, wie dessen böse Pläne gelingen. Der Böse hat Erfolg, der Fromme nicht. Das ist ein Grundthema im Leben der Anawim, eine Grundanfechtung, und die Psalmen geben dieses Thema vielfältig wieder.&lt;br /&gt;Psalm 37 sagt dann: achte nicht auf den momentanen Erfolg des Bösen, der wird bald vergehen. Und dann erzählt er von der großen Hoffnung auf den HERRN und von seinem Versprechen, dass die Sanftmütigen (Vers 11) das Land in Besitz nehmen werden. Das ist eine Kernverheißung für die Anawim.&lt;br /&gt;Gott verteilt das Land nach anderen Maßstäben als die Menschen. Das wird noch zwei weitere Male in Psalm 37 beschrieben: &lt;br /&gt;Vers 22: die von ihm Gesegneten werden das Land besitzen&lt;br /&gt;Vers 29: die Gerechten werden das Land besitzen&lt;br /&gt;Und dann wird am Ende persönlich gesagt: &lt;br /&gt;Vers 34: Harre auf den HERRN und halte seinen Weg ein, und er wird dich erhöhen, das Land zu besitzen. &lt;br /&gt;Dass man auf Gott wartet, seine Gerechtigkeit, seinen Segen sucht, das gehört also zum Leben der Anawim, der Elenden, die in der Annahme ihrer Armut Gott nahe gekommen sind. &lt;br /&gt;In einem Nebensatz sei erwähnt, dass aus der dritten Stelle (Vers 29) auch der Koran zitiert, Sure 21, 105 „Und wir haben in dem Buche Davids, nach der Ermahnung, geschrieben, dass meine rechtschaffenen Diener das Land erben sollen.“ Dieses Bibelzitat ist das einzige im ganzen Koran. Das unterstreicht die Wichtigkeit dieser Frage in allen Religionen: wem gehört rechtmäßig die Erde? Der Psalm sagt: den Anawim, denen, die in ihrer Armut auf Gott warten. Ihnen gehört die ganze Welt.&lt;br /&gt;Mit dieser Aussage kommt nun ein weiterer Gesichtspunkt in die Geschichte der Anawim. Sie sind nicht nur die Menschen, deren sanftmütiger Charakter in Gottes Augen vorbildlich ist, sie sollen auch Herren der Erde sein, mit ihnen hat Gott große, weltgeschichtliche Ziele. Das wird in der nächsten Psalmenstelle deutlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Psalm 149&lt;br /&gt;In Psalm 149 stehen die Anawim an einer sehr herausgehobenen Stelle. Hier, kurz vor dem strahlenden Ende der Psalmen, geht eine wichtige Anawim-Aussage schon fast im großen Jubel unter, die Aussage nämlich, dass die Gottes Volk sind, sie ganz allein. &lt;br /&gt;Er hat Wohlgefallen an seinem Volk, er schmückt die Anawim mit Heil.&lt;br /&gt;Psalm 149, 4&lt;br /&gt;Psalm 149 steht zusammen mit Psalm 150, dem letzten Psalm, wie eine doppelte Säule am Ende der Psalmen, ganz ähnlich wie Psalm 1 und 2 eine doppelte Säule am Anfang bilden. Und in diesem besonderen Psalm 149 wird durch die Parallelität der beiden Halbsätze gesagt: die Anawim in ihrer Gesamtheit sind Gottes Volk, Gottes Volk ist mit den Anawim identisch. &lt;br /&gt;Sie haben ein scharfes Schwert in der Hand, das hat diesen Psalm zu einem Lied der Revolutionäre gemacht, die im Namen Gottes der Welt ihr Verständnis von Gerechtigkeit aufzwingen wollten. Aber es spricht vieles dafür, dass dieses Schwert gleichbedeutend ist mit dem Lob, das sie singen. Der Vers 6 sagt es ebenfalls parallel: Ihr Mund soll Gott erheben, sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten. Beides ist möglicherweise als dasselbe zu verstehen, manche Mauern fallen eher durch Lieder als durch Waffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sacharja 9&lt;br /&gt;Noch weiter hinten in der Bibel, in den prophetischen Büchern, wird dann das Wirken der Anawim noch ein weiteres Mal gesteigert. Es kommt jetzt aus ihren Reihen ein König, ein Retter. Über ihn ist in Sacharja 9,9 berichtet. &lt;br /&gt;Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel auf einem Füllen der Eselin. &lt;br /&gt;Auch hier übersetzt die Elberfelder „demütig“ statt „arm“, aber wir hören den Gleichklang heraus, der sich aus dem gemeinsamen Stamm ergibt.&lt;br /&gt;Wir kennen diese Stelle, sie wird bei uns oft gelesen und in der Vertonung von Händel gesungen („Tochter Zion freue dich – sei gegrüßet, König mild“).&lt;br /&gt;Dieser demütige, milde König macht noch deutlicher, welche weltgeschichtlichen Ziele Gott mit den Anawim verfolgt. Das Reich dieses Königs, so prophezeit es Sacharja, wird von einem Ende der Erde zum anderen gehen, es kennt keine nationalen Grenzen mehr, es kennt auch keine Streitwagen und kein Kriegsgerät. Es ist ein Friedensreich, dessen Bürger nach denselben milden Prinzipien leben wie ihr König. &lt;br /&gt;Solche Gedanken sind neu, als Sacharja sie um 500 v. Chr. ausspricht. Sie gehen einher mit einem, man könnte sagen: nationalen Elend, einer sich immer stärker zeigenden Bedeutungslosigkeit des Volkes Israel. Es ist in dieser Zeit aus dem babylonischen Exil zurückgekehrt und findet andere Völker im Lande vor, muss viele Kompromisse eingehen und vor allen Dingen eins tun: den auswärtigen Mächten drückende Steuern bezahlen.&lt;br /&gt;In dieser Situation wird es schwer, alles Geschehen in der Welt weiterhin als von Gott gesteuert zu verstehen. Es wird schwer, seine Hoffnung aufrecht zu erhalten, dass in Jerusalem ein neuer Mittelpunkt der Erde entsteht. Ich stelle mir vor, dass man in diesen Zeiten gerade diejenigen Psalmen für sich entdeckt hat, in denen von den Anfechtungen die Rede ist, die von der Macht der Gottlosen ausgehen und von ihrem Erfolg. Man hat in dieser Zeit sicherlich das Buch Hiob, in dem der Gerechte ohne Grund leiden muss, mit neuen Augen gelesen. &lt;br /&gt;Und dann hat man sicherlich ganz besonders auf eine Prophezeiung gehört, die ebenfalls aus der Zeit nach dem Exil stammt und zu den ergreifendsten Prophezeiungen der ganzen Bibel gehört. Es ist die Prophezeiung vom leidenden Gottesknecht, wie er am Ende des Jesajabuches beschrieben wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesaja 53&lt;br /&gt;Dort lesen wir, dass ein gedemütigter Gottesknecht von allen Menschen verachtet wird und dass man annimmt, er sei von Gott geschlagen und niedergebeugt (Jesaja 53,4, in „niedergebeugt“ ist auch der Wortstamm „anah“). Aber wir sollen über ihn begreifen, &lt;br /&gt;Er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünden willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten.&lt;br /&gt;Jesaja 53,5 &lt;br /&gt;Das Nachdenken der gedemütigten Anawim, ihr Reden mit Gott, ihre Auseinandersetzung mit ihm, bringt in der Zeit nach dem Exil eine neue Weltsicht hervor, von der man sicherlich ohne Übertreibung sagen kann, dass sie das damalige Denken erneuert. Es geht darum, den sogenannten Tun-Ergehens- Zusammenhang aufzugeben, das heißt eine Realität zu erkennen, in der nicht alles Gute aus der Befolgung der göttlichen Gebote und alles Schlechte aus ihrer Übertretung folgt. Man erkennt damals: es gibt Hiobs-Gestalten, die trotz ihres frommen Lebens geplagt sind, und es gibt Gestalten wie den leidenden Gottesknecht, deren Leiden niemand versteht, ja, deren elendes Leben von allen vollkommen falsch als ein Leben in der Gottesferne interpretiert wird.&lt;br /&gt;Eines Tages wird ein leidender Gottesknecht tatsächlich durch seine Qualen der Welt Frieden bringen. Das liegt noch in ferner Zukunft, aber die Anawim verstehen, dass man schon heute an den Orten des Leides und des Elends Gott erleben kann. &lt;br /&gt;Damals hört man erstmals den Namen Immanuel, Gott mit uns, die Offenbarung eine neuen Gottescharakters: Gott hier bei uns, Gott hier unten, hier unten mit uns. Damals beginnen die Menschen zu verstehen, dass nur das angenommene Leid, die auf sich genommene Erniedrigung, die Bejahung unserer elenden menschlichen Konstitution einen Weg eröffnet, das Geheimnis Gottes zu verstehen und mitten in den Sorgen des Alltags zu erleben.&lt;br /&gt;Ich stelle mir vor, dass die Juden in dieser elenden nationalen Situation alles das, was über die Anawim gesagt wird, mit neuen Augen lesen. Sie erkennen ihr Elend nicht mehr als Durchgangsstation auf dem Weg zu einer neuen Größe des auserwählten Volkes, sie verstehen es als Ort, wo ihnen Gott begegnet und wo durch seine Nähe und seine Zuwendung das Elend aufgehoben, ja im Wesen des Gottesknechtes sogar ein Ort der Heilung wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jesus&lt;br /&gt;Und wenn dann am Ende Jesus auf der Erde erscheint, dann erkennen ihn als erstes die Anawim, die einfachen und armen Menschen, die ihre Armut und Schlichtheit als den Ort begriffen haben, an dem ihnen Gott begegnet. Die Welt ist durch diese Menschen auf das Kommen des Messias vorbereitet, mehr als durch die gelehrten Bibelkenner, mehr als durch die Sterndeuter und durch die Kundigen in der Prophetie. &lt;br /&gt;Uns sind die namentlich bekannten Armen des Neuen Testaments lieb und vertraut, Zacharias und Elisabeth, Maria und Josef, Simeon und Hanna, die Hirten von Bethlehem, die Jünger. Über ihrem Leben war vielfach schon vor Jesu Geburt eine Vorahnung, eine Hoffnung, und als er dann vor ihnen stand und ihnen das Wort von den Sanftmütigen sagte und es nicht nur sagte, sondern auch in allem vorlebte, da wussten sie, dass sich ihre Hoffnung erfüllt hatte.&lt;br /&gt;Und dann also setzt er sich hin und beginnt seine Lehre mit den Worten der Seligpreisungen. &lt;br /&gt;Selig sind die ptochoi to pneumati, die Armen des Geistes, ihnen ist die Königsherrschaft des Himmels.&lt;br /&gt;Matthäus 5,3 &lt;br /&gt;Lukas, der in Kapitel 6,20 ebenfalls die Seligpreisungen wiedergibt, unterstreicht , dass es hier auf das Hauptwort „die Armen“ ankommt, indem er überliefert, dass Jesus gesagt hat, „Selig sind die Armen“, ohne Zusatz. Die Schriftrollen in Qumran legen nahe, dass sich damals viele Menschen in einer Art von geistlicher Übung als „die Armen“ bezeichnet haben, aber mit einer Ergänzung, etwa als „die Armen der Gnade“, „die Armen deiner Erlösung“. Hierzu passt „Arme des Geistes“. Ich stelle mir deshalb vor, dass die Anawim sich bereits bei der ersten Seligpreisung erkannt und angesprochen und angenommen gefühlt haben. Sie verstehen: in der Gegenwart Jesu kommen sie an ihr Ziel.&lt;br /&gt;Schluss&lt;br /&gt;Mit den beiden Seligpreisungen der Armen und der Sanftmütigen sind wir wieder auf dem Berg der Seligpreisungen am See Genezareth angelangt und somit am Schluss unserer Such nach den Anawim. Ist etwas von dem Geheimnis erkennbar geworden, von dem ich am Anfang gesprochen habe? Ich denke, in diesem kleinen Wort „anawim“ ist am Ende die Geschichte eines jeden Menschen eingeschlossen, der sein Leben im Vertrauen auf Gott lebt. Vielleicht spüren wir, wie die Geschichte unseres eigenen Leids und Elends in der Geschichte dieser Armen Gottes enthalten und getragen ist.&lt;br /&gt;Niemandem von uns ist Elend fremd. Jedes menschliche Leben kommt an Stationen, an denen es sich mit Verlusten abfinden muss, und diese Verluste sind oft deshalb besonders schmerzhaft, weil sie uns eine Stufe niedriger setzen, oder auch zwei oder drei. Zurückgesetzt zu werden, gedemütigt, diese Situation kennen wir alle. &lt;br /&gt;Und in einer solchen Situation gehören wir zum Volk der Anawim, das es auch heute noch gibt, ganz sicher. Zusammen mit ihnen dürfen wir die Seligpreisungen hören wie am Tag, als sie erstmals gepredigt wurden. Wir dürfen den Weg vom Elend zur Sanftmut ebenfalls gehen und glauben, dass Gott mit den Menschen, die diesen Weg kennen, sein Friedensreich bauen wird.&lt;br /&gt;Aber auch dann, wenn unsere Lebensfreude über lange Strecken unseres Lebens durch keine Sorge und keine Elend getrübt ist, können wir von den armen Sanftmütigen etwas lernen. Wir können ebenso wie sie den Tun-Ergehens-Zusammenhang aufgeben. Wir können aufhören, die Welt nach planvollen Systemen abzusuchen, die uns erklären, warum der eine leidet und der andere nicht. Wir kommen ja oft nicht davon los, die Welt verstehen zu wollen, einen Plan hinter den Dingen zu finden, einen Sinn. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Sinngebungsmaschinen“ hat ein Kritiker solche Denksysteme spöttisch genannt. Wir benutzen Gott, ja wir missbrauchen ihn dafür, dass er uns diesen Sinn liefern soll. &lt;br /&gt;Dabei ist Gott längst weitergegangen und hat sich den Elenden und Armen offenbart als der, der auch das tiefste Elend trägt, selbst wenn er es weder erklären noch verwandeln will oder kann. Er wird es vollständig verwandeln, eines nicht fernen Tages, das darf man für die Zukunft hoffen. Aber für heute gilt: er ist in unserem Elend bei uns, er ist der Gott-bei-uns, der Immanuel. &lt;br /&gt;Deshalb können wir uns zu den Anawim stellen, können selbst zu den Armen, den Demütigen, den Sanftmütigen werden, wenn wir angesichts des Elends und angesichts der Verluste unseres eigenen Lebens aber auch angesichts unserer Unmöglichkeit, das Leid der Welt erklären zu können, uns zu Gott wenden. Wir können ihn darum bitten, uns seine Gegenwart in den Tiefen und in den ungeklärten Fragen unseres eigenen Lebens zu schenken und ihm erlauben, unser Leben als das Land in Besitz zu nehmen, in dem sein Friedensreich gebaut wird und in dem er als der sanftmütige König herrscht.&lt;br /&gt;Amen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8420637382854612193?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8420637382854612193/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8420637382854612193' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8420637382854612193'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8420637382854612193'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/matthaus-55-selig-sind-die-sanftmutigen.html' title='Matthäus 5,5: Selig sind die sanftmütigen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-8626811698481283487</id><published>2011-07-22T17:00:00.003+02:00</published><updated>2011-07-24T18:56:43.119+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (III): Das Lied der Frösche</title><content type='html'>Nach dem Tod des großen Maggids von Mesritsch saßen die Schüler beisammen und erzählten sich von seinen Taten. Als die Reihe an Rabbi Schnëur Salman kam, fragte er: "Wißt ihr, warum unser Lehrer an jedem Morgen um Sonnenaufgang zum Teich hinausging und ein weniges daran verweilte, ehe er heimkehrte?" Sie wußten es nicht. "Er lernte", sagte er, "das Lied, mit dem die Frösche Gott lobpreisen. Es dauert sehr lange, bis man dieses Lied erlernt."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Anmerkung: Dow Bär aus Mesritsch ist ein Schüler des Baalschem, „Maggid“ ist sein Ehrentitel. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-8626811698481283487?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/8626811698481283487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=8626811698481283487' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8626811698481283487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/8626811698481283487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-geschichten-der-chassidim_22.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (III): Das Lied der Frösche'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5100536927559174308</id><published>2011-07-20T17:00:00.000+02:00</published><updated>2011-07-20T17:00:56.744+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (II): Die unheiligen Gedanken beim Beten</title><content type='html'>Die Schüler des Baalschem hörten von einem Mann als von einem Weisen reden. Einige unter ihnen verlangte es, ihn aufzusuchen und seine Lehre zu erfahren. Der Meister gab ihnen die Erlaubnis; sie aber fragten weiter: "Und woran sollen wir erkennen, ob er ein wahrer Zaddik ist?" "Erbittet von ihm", antwortete der Baalschem, "einen Rat, wie ihr es anzufangen habt, damit die unheiligen Gedanken euch nicht mehr beim Beten und Lernen stören. Gibt er euch einen Rat, so wißt Ihr, daß er der Nichtigen einer ist. Denn das ist der Dienst des Menschen in der Welt bis zur Todesstunde, Mal um Mal mit dem Fremden zu ringen und es Mal um Mal einzuheben in die Eigenheit des göttlichen Namens."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Anmerkung: ein „Zaddik“ ist ein Gerechter, also etwa einer von denen, um derentwillen Gott Sodom und Gomorrha nicht zerstört hätte – wenn es nur zehn Zaddikim gewesen wären, die man dort fand. Von damals her schließen die Chassidim auf eine permanente Anwesenheit von zehn Zaddiken / Zaddikim in der Welt, sonst wäre sie längst im Zorn Gottes untergegangen. Es gehört zu den Erleuchtungsmomenten im Leben eines Chassids, wenn er einem dieser „geheimen Zaddiken“ begegnet.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5100536927559174308?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5100536927559174308/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5100536927559174308' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5100536927559174308'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5100536927559174308'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-geschichten-der-chassidim_20.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (II): Die unheiligen Gedanken beim Beten'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-1006276259584414567</id><published>2011-07-18T22:45:00.008+02:00</published><updated>2011-07-20T16:59:52.655+02:00</updated><title type='text'>Sommerserie "Erzählungen der Chassidim" (I): Das Gebet des Gehetzten</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-OKXTduTeKg8/TiSePLdtl8I/AAAAAAAAB1c/dVmUkCAeiZE/s1600/31qF7KW2PfL__SL500_AA300_.jpg" imageanchor="1" style="margin-left: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" m$="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-OKXTduTeKg8/TiSePLdtl8I/AAAAAAAAB1c/dVmUkCAeiZE/s1600/31qF7KW2PfL__SL500_AA300_.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Das kleine &lt;/em&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Die-Erz%C3%A4hlungen-Chassidim-Martin-Buber/dp/3717510622/ref=sr_1_4?s=books&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;qid=1310997885&amp;amp;sr=1-4"&gt;&lt;em&gt;Buch von Martin Buber&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt; mit den Geschichten der frommen „Chassidim“ aus dem östlichen Europa hat lange Zeit auf meinem Nachttisch gelegen und mich mit seinen Gedanken inspiriert und im Glauben ermutigt Ich denke, daß die heiligen Männer aus der Zeit zwischen 1700 und 1850 mit ihrem Leben auch heute noch ein Anreiz für jeden mit der Gegenwart Gottes rechnenden Juden, Christen oder Moslem sein können und habe deshalb meine zwölf Lieblingsgeschichten für alle abgeschrieben.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;em&gt;Ich beginne mit einer Geschichte, die sicherlich vielen Menschen in unserer schnellebigen Zeit eine Ermutigung ist. Die anderen Geschichten folgen mit jeweils zwei oder drei Tagen Abstand.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Gebet des Gehetzten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Baalschem sprach: "Seht euch einen Mann an, der tagsüber von seinen Geschäften durch Markt und Gassen gehetzt wird - fast vergißt er, daß es einen Schöpfer der Welt gibt. Nur wenn's Zeit ist, Mincha zu beten, geht ihm auf: ich muß beten! - und da seufzt er vom Grund seines Herzens, daß er den Tag mit Eitlem verbracht hat, und läuft in eine Seitengasse und stellt sich hin und betet: teuer, sehr teuer ist er vor Gott geachtet, und sein Gebet durchbohrt die Firmamente."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;span style="font-size: x-small;"&gt;Anmerkung: Israel ben Elieser, der „Baalschem“, ist der berühmteste Chassid, seine Fähigkeit, den guten (tow) Namen (Schem) Gottes auf Mensch und Vieh zu legen, so daß er segnend und heilend wirkt, hat ihm den Ehrentitel „Baal (Herr) Schem (Name) Tow (Gut)“ eingebracht, „der Herr des guten Gottesnamens“.&lt;/span&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-1006276259584414567?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/1006276259584414567/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=1006276259584414567' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1006276259584414567'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/1006276259584414567'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/07/sommerserie-geschichten-der-chassidim.html' title='Sommerserie &quot;Erzählungen der Chassidim&quot; (I): Das Gebet des Gehetzten'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-OKXTduTeKg8/TiSePLdtl8I/AAAAAAAAB1c/dVmUkCAeiZE/s72-c/31qF7KW2PfL__SL500_AA300_.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5047419046050400648</id><published>2011-05-28T16:15:00.011+02:00</published><updated>2011-05-28T18:16:49.465+02:00</updated><title type='text'>Wiederbegegnung mit einem Lied</title><content type='html'>&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Gentle On My Mind&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; (von John Hartford)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der fahrende Geselle sieht die ferne Geliebte auf abgelegenen Straßen wandern, an Flußufern entlang, recht konkret, wie es scheint. Aber ganz am Ende sagt die länger und länger sich hinziehende Strophe: es sind in der verschwimmenden Perspektive doch eben nur die &lt;em&gt;rivers of my memory, &lt;/em&gt;nicht die realen Flüsse selbst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht ist auch hier, wie so oft,&amp;nbsp;die Erinnerung schöner als die Wirklichkeit. Der einsame Mann auf seiner eigenen langen&amp;nbsp;Straße wird jedenfalls von der Erinnerung getragen, seine salzigen Freudentränen mischen sich mit dem Schweiß auf seiner von der Sonne glühenden Haut. Er wird am Ende des Weges vielleicht ein anderer sein, aber nie wird&amp;nbsp;die ferne Geliebte aus den &lt;em&gt;backroads&amp;nbsp;&lt;/em&gt;seiner Gedanken verschwinden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schön ist ihre großzügige Liebe beschrieben. Die Türe ihres Hauses ist immer offen, niemand wird lange für das verantwortlich gemacht, was er einmal unbedacht gesagt hat. Man kann zu ihr zurückkehren - und sie wieder verlassen, wenn die Straße ruft, es ist einerlei. Das englische Wort &lt;em&gt;gentle &lt;/em&gt;für das, was an sie erinnert, ist zart wie eine Feder aber auch solide wie der Charakter eines &lt;em&gt;Gentleman &lt;/em&gt;oder einer &lt;em&gt;Gentlewoman. &lt;/em&gt;Mit einer solchen Erinnerung im Kopf - &lt;em&gt;Gentle On My Mind&lt;/em&gt; - ist kein Weg zu beschwerlich. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frank Sinatra singt das Lied sehr schön:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://3.gvt0.com/vi/kjTOL7uBSqc/0.jpg" height="266" width="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/kjTOL7uBSqc&amp;fs=1&amp;source=uds" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266" src="http://www.youtube.com/v/kjTOL7uBSqc&amp;fs=1&amp;source=uds" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bekannt geworden ist es in der Version von Glenn Campbell:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://0.gvt0.com/vi/ToRLCh4m3vA/0.jpg" height="266" width="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/ToRLCh4m3vA&amp;fs=1&amp;source=uds" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266" src="http://www.youtube.com/v/ToRLCh4m3vA&amp;fs=1&amp;source=uds" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Auch eine Version, in welcher der Komponist &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/John_Hartford"&gt;John Hartford&lt;/a&gt; (1937- 2001) selbst singt und sich mit dem Banyo begleitet, ist bei YouTube zu finden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;object class="BLOGGER-youtube-video" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0" data-thumbnail-src="http://1.gvt0.com/vi/9_87xfuaHDE/0.jpg" height="266" width="320"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/9_87xfuaHDE&amp;fs=1&amp;source=uds" /&gt;&lt;param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /&gt;&lt;embed width="320" height="266" src="http://www.youtube.com/v/9_87xfuaHDE&amp;fs=1&amp;source=uds" type="application/x-shockwave-flash"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Hartford, ein Mann der &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bluegrass_music"&gt;&lt;em&gt;Bluegrass Music&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;war nach dem Erfolg seines Liedes ein gemachter Mann, auch wenn nicht seine Aufnahme, sondern die Version von Glenn Campbell den Weltruf brachte. Er habe das Lied&amp;nbsp;in einem Zug niedergeschrieben, hat er später erzählt, nachdem seine Erinnerungen durch den Film "Dr. Schiwago" angeregt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Tom Jones hat es gesungen, Elvis Presley und viele andere. Die Akkorde sind einfach, der Rhythmus paßt zu einem wandernden Schritt.&amp;nbsp;Man muß sich aber den gedrängten Text genau ansehen, bevor man ihn singt, denn er läßt sich unterschiedlich akzentuieren. Dabei führt allerdings&amp;nbsp;nur ein System zu den genau zweimal acht und dann zweimal zehn Takten der Strophen, die in jeder der vier Taktfolgen einen über drei Takte hingezogenen Endton haben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der letzten Strophe besteht der dritte Teil dann ausnahmsweise ebenfalls aus nur acht Takten. Die dann folgenden letzten zehn Takte lassen unterschwellig noch einmal die Ungewißheit über die Länge der Wanderung anklingen. Das Ohr ist bei einfachen Liedern an Taktstrukturen gewöhnt, die sich durch vier teilen lassen und wartet irritiert auf das Ende, wenn das Ganze länger wird als erwartet. Mit diesem Effekt arbeitet das Lied auf wunderbare Weise.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier der Text:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;It's knowing that your door is always open&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And your path is free to walk&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;That makes me tend to leave my sleeping bag&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Rolled up and stashed behind your couch&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And it's knowing I'm not shackled&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;By forgotten words and bonds&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And the ink stains that have dried upon some line&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;That keeps you in the backroads&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;By the rivers of my mem'ry&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;That keeps you ever gentle on my mind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;It's not clinging to the rocks and ivy&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Planted on their columns now that binds me&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Or something that somebody said&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Because they thought we fit together walking&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;It's just knowing that the world will not be cursing&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Or forgiving when I walk along some railroad track and find &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;That you are moving on the backroads&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;By the rivers of my mem'ry&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And for hours you're just gentle on my mind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Though the wheat fields and the clothes lines&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And the junkyards and the highways come between us&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And some other woman crying to her mother&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;'Cause she turned and I was gone&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;I still might run in silence tears of joy might stain my face&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;And the summer sun might burn me 'til I'm blind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;But not to where I cannot see you walkin' on the backroads&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;By the rivers flowing gentle on my mind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;I dip my cup of soup back from the gurglin'&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Cracklin' caldron in some train yard&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;My beard a roughning coal pile and&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;A dirty hat pulled low across my face&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Through cupped hands 'round a tin can&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;I pretend I hold you to my breast and find&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;That you're waving from the backroads&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;By the rivers of my mem'ry&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ever smilin' ever gentle on my mind&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5047419046050400648?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5047419046050400648/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5047419046050400648' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5047419046050400648'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5047419046050400648'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/05/wiederbegegnung-mit-einem-lied.html' title='Wiederbegegnung mit einem Lied'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-795717436909996965</id><published>2011-05-08T15:55:00.003+02:00</published><updated>2011-05-08T16:00:45.671+02:00</updated><title type='text'>Sonntagsgedanken</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Heute gab es in Remscheid eine schöne Predigt meines Pastors und Freundes Lothar Leese zum &lt;em&gt;Kämmerer aus dem Mohrenland&lt;/em&gt; (Apostelgeschichte 8). In dieser Geschichte von dem klugen Gottessucher und dem ebenso klugen Gottesboten läuft alles richtig und alles auf das Happy End zu: &lt;em&gt;er zog seine Straße fröhlich &lt;/em&gt;(8,39). Lothar und ungezählte Prediger vor ihm haben die Verse dazu benutzt, um an vielen Einzelheiten zu illustrieren, wie eine geglückte Gottessuche aussehen kann, das wurde auch heute wieder klar und angemessen herausgestellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Worüber selten gepredigt wird – ich kann mich an keine solche Predigt erinnern – ist über das Glück, das gleich zu Beginn der im Lesen der Bibel vertiefte Kämmerer hat, indem er scheinbar wahllos auf eine Stelle aus dem Propheten Jesaja (Kapitel 53, 7 – 8) gestoßen ist. Von dort geht seine spirituelle Reise los, und möglicherweise gelingt sie auch nur, weil sie dort anfängt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich wage einmal die These: von den unzähligen Wegen zu Gott ist der ein Königsweg, der mit dem Lesen der Stellen in Jesaja beginnt, die vom &lt;em&gt;leidenden Gottesknecht&lt;/em&gt; handeln*. Aus ihnen stammen auch die beiden Verse, die der Kämmerer liest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit den Prophezeiungen des Jesaja beginnt um 600 v. Chr. eine vollkommen neue geschichtliche Phase** in den Beziehungen Gottes zu den Menschen. Es beginnt eine Ahnung davon, daß sich die Wirklichkeit Gottes auf der Welt nicht in triumphalen Siegen zeigt, sondern im geduldigen Ertragen der ganzen Fülle des menschlichen Unglücks – und der Entdeckung des Glücks, welches das ertragene Elend hervorbringen kann, wenn Gott sich auf die Seite des Leidenden stellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Kapitel 42, 1 – 4, Kapitel 49, 1 – 6, Kapitel 50, 4 – 9, Kapitel 52, 13 – 53, 12&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** Das arbeitet Jack Miles in seiner &lt;em&gt;Biographie Gottes &lt;/em&gt;sehr schön heraus. Auch der Papst in seinen beiden Jesusbüchern kommt immer wieder auf den neuen Traditionsfaden zurück, der mit den Versen vom Gottesknecht beginnt.&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-795717436909996965?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/795717436909996965/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=795717436909996965' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/795717436909996965'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/795717436909996965'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/05/sonntagsgedanken.html' title='Sonntagsgedanken'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-3815124930012872066</id><published>2011-02-25T18:00:00.007+01:00</published><updated>2011-02-26T13:16:16.187+01:00</updated><title type='text'>Eins gegen Zwei</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-QhUTWr8WKdQ/TWdCO9dDWVI/AAAAAAAABzU/nBtmFEFb5_g/s1600/Davutoglu.bmp"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 134px; FLOAT: left; HEIGHT: 130px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5577499488303667538" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/-QhUTWr8WKdQ/TWdCO9dDWVI/AAAAAAAABzU/nBtmFEFb5_g/s400/Davutoglu.bmp" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor einigen Wochen ist im Internet &lt;a href="http://www.foreignpolicy.com/articles/2010/12/02/hiding_in_plain_sight"&gt;ein Bericht über die Doktorarbeit &lt;/a&gt;des türkischen Außenministers Ahmet Davutoğlu (Bild) erschienen. Davutoğlu gilt als der Chefdenker der türkischen Regierung. Sein Buch &lt;em&gt;Stratejik Derinlik&lt;/em&gt; (Strategische Tiefe) mit der darin entwickelten These, die Türkei könne und solle mit allen ihren Nachbarn auf der Basis einer sogenannten &lt;em&gt;&lt;a href="http://de.qantara.de/webcom/show_article.php/_c-468/_nr-1211/i.html"&gt;Null-Problem-Politik &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;leben, ist das Standardwerk der türkischen Außenpolitik und wird von Erdogan und Davutoğlu Schritt für Schritt umgesetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seiner Doktorarbeit ist er auf die Grundzüge eines im Islam verwurzelten Staatswesens eingegangen und hat sie mit dem Begriff des &lt;em&gt;Tauhid&lt;/em&gt; verbunden. Dieses Wort stammt aus dem Koran und &lt;a href="http://christiankoran.blogspot.com/2008/09/der-eine-einzige-gott.html"&gt;bezeichnet die Einheit Gottes&lt;/a&gt;, sein Eins-Sein (&lt;em&gt;tauhid&lt;/em&gt; ist aus dem arabischen Wortstamm für &lt;em&gt;eins&lt;/em&gt; gebildet). Davutoğlu stellt die Forderung auf, dass auch alle Bewegungen eines modernen, von Muslimen geprägten Staates letztlich auf diese Einheit Gottes Bezug nehmen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Koran bezeichnet &lt;em&gt;Tauhid&lt;/em&gt; den vielleicht stärksten Reformimpuls des Propheten. Er richtet sich sowohl gegen die Christen, denen Mohammed vorwarf, sie bevölkerten ihren Himmel mit viel zu vielen Personen, als auch gegen die Juden, über die er urteilte, sie seien übermäßig mit dem Streit über unterschiedliche Lehrmeinungen beschäftigt. Das Gegenmittel gegen beide Übel ist für Mohammed die Konzentration auf das Eins-Sein Gottes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die stärkste Wirkung des &lt;em&gt;Tauhid &lt;/em&gt;entfaltete sich dann später als Impuls nach innen, indem aus den unorganisierten Stämmen der Arabischen Halbinsel eine schlagkräftige Einheit geformt wurde, welche recht bald die Welt veränderte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Begegnung mit frommen Muslimen in den letzten Jahren hat mir die Bedeutung dieses &lt;em&gt;Eins-Seins &lt;/em&gt;als Lebensprinzip in starkem Maße vor Augen geführt. Es erscheint mir wichtig zu sein, dass in ihrem Denken letztlich alle Gruppen der Gesellschaft von dem Gedanken an eine große, hinter allen Dingen stehende Einheit geprägt sein sollen. Das fängt bei der Großfamilie an und endet zunächst beim Staat, für viele Muslime aber eigentlich erst bei der weltumspannenden Gemeinschaft aller Gläubigen, der Umma. Daß sie derzeit keine Einheit bildet, wird von vielen Muslimen als Schmerz empfunden. Man erinnert sich mit Sehnsucht an die Zeiten, in welchen der Sultan in Istanbul gleichzeitig der Kalif aller Muslime war, also salopp gesagt deren Papst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kenne viele Muslime, welche die demokratischen Freiheiten der westlichen Gesellschaften in vollkommen gleicher Weise genießen und unterstützen wie ich. Die meisten davon würden aber wohl eher zögern, wenn man ihnen auch ein Bekenntnis zum freien Spiel der Kräfte abverlangen würde, welches nach unserem Verständnis die Grundlage dieser Freiheiten bildet. Dass eine übermäßig stark nach links tendierende Kraft zusammen mit einer übermäßig stark nach rechts tendierenden Kraft eine Balance bildet, die in der Mitte Raum für bürgerliche Freiheiten schafft, das passt nach meinem Eindruck nicht in das muslimische Denken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass in ähnlicher Weise auch eine Trenung von Staat und Kirche eine solche dialektische Balance entstehen läßt, ist ihnen kaum zu vermitteln und erscheint ihnen als Fehler und Schwächung des Westens. Muslime würden im Gegenteil eher fordern, dass die Balance durch eine Rückbesinnung auf die Verantwortung vor Gott erzeugt wird. Wenn man sich auf diese Verantwortung einigen kann, sind Meinungsverschiedenheiten auch größerer Art erlaubt und für das Finden von Lösungswegen nützlich. Aber alle Unterschiede müssen sich letztlich auf eine gemeinsamen Basis beziehen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist überall die Forderung der modernen westlichen Gesellschaften zu hören, der Islam müsse sich jetzt ebenfalls der Aufklärung unterziehen und ein dialektisches Verständnis von Wahrheit und gesellschaftlicher Ordnung entwickeln. Dies passt nicht zu der muslimischen, auf die Einheit ausgerichteteten Denkart und tut meines Erachtens den vielen gutwilligen Muslimen Gewalt an, welche die Freiheit der westlichen Gesellschaften bejahen, sie aber anders begründen würden als wir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach meinem Eindruck wird sich, wenn man die Fragen offen lässt, die sich hier stellen, eine interessante Spannung an der Grenzlinie zweier großer Systeme ergeben, die durchaus fruchtbar sein kann. Es ist das Spiel "Eins gegen Zwei", bei dem die Muslime für die Eins stehen und die aufgeklärten Christen für die Zwei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indem es von Anfang an von zwei Parteien gespielt wird, haben die aufgeklärten Christen einen kaum einholbaren Vorteil. Sie sollten ihn nutzen, um in großer Geduld auf die Gegenpartei zu hören und vielleicht von ihr zu erfahren, was sie für ihre eigene Staatstheorie an positiven Gesichtspunkten anführen und in unsere westliche Realität einbringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So eigenartig das klingen mag, die ältere, von den Muslimen bewahrte Idee von der Einheit Gottes und der Einheit der Welt könnte das von vielen Menschen geforderte, die Aufklärung überwindende neue Denken der Postmoderne durchaus auch befördern. Die Vorstellung von einer prästabilen Einheit ist ja in gewisser Weise als ein Rest auch in unserem aufgeklärten Zweier-Denken enthalten, als eine Sehnsucht, auch als ein Ziel und ein Ende der Geschichte, so wie Hegel es für den Tag vorausgesehen hat, an dem das historische Spiel von These und Antithese sich in einer vollkommenen Synthese auflöst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-CVuSCQvtuS4/TWdEkKgYlyI/AAAAAAAABzc/revnuzgu5sU/s1600/Fukuyama.bmp"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 90px; FLOAT: right; HEIGHT: 125px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5577502051607811874" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/-CVuSCQvtuS4/TWdEkKgYlyI/AAAAAAAABzc/revnuzgu5sU/s400/Fukuyama.bmp" /&gt;&lt;/a&gt;Der Amerikaner &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Francis_Fukuyama"&gt;Francis Fukuyama&lt;/a&gt; (Bild) hat 1989 in seinem vielgeschmähten Artikel &lt;a href="http://www.wesjones.com/eoh.htm"&gt;"The End of History"&lt;/a&gt; eine solche Hegel-Idylle entworfen. Er hat sie sogar halbwegs gefunden, nämlich in dem jetzt nach und nach auf die Bühne der Geschichte tretenden &lt;em&gt;universal homogenous state&lt;/em&gt; der westlichen Gesellschaften, vornehmlich der Europäischen Union. So, wie Fukuyma diesen Staat beschreibt - marktwirtschaftlich, offen, die Menschen mit dem versorgend, was &lt;em&gt;state of the art&lt;/em&gt; ist, außerdem gegenüber den anderen Staaten friedliebend - wird er ganz offenkundig von den mutigen jungen Leuten angestrebt, die in diesen Tagen in den nordafrikanischen Ländern auf die Straße gehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun sind sie aber auch gleichzeitig Muslime mit einem ausgesprochenen oder unausgesprochenen Verständnis für &lt;em&gt;Tauhid&lt;/em&gt;. Ob sie Ideen entwickeln werden für einen Staat, der ganz alte und ganz neue Ideen miteinander verbindet? Es wäre das Beste, was man der Welt wünschen könnte, wenn dies gelänge.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-3815124930012872066?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/3815124930012872066/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=3815124930012872066' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3815124930012872066'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/3815124930012872066'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/02/eins-gegen-zwei.html' title='Eins gegen Zwei'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-QhUTWr8WKdQ/TWdCO9dDWVI/AAAAAAAABzU/nBtmFEFb5_g/s72-c/Davutoglu.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5152539237556879176</id><published>2011-02-05T21:15:00.003+01:00</published><updated>2011-02-05T21:29:13.725+01:00</updated><title type='text'>In gleicher Weise zur Liebe fähig wie wir</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2urQxX0sI/AAAAAAAABys/ipRRjYQukB8/s1600/EmptyFamily.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 300px; FLOAT: left; HEIGHT: 300px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570300372386828994" border="0" alt="" src="http://4.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2urQxX0sI/AAAAAAAABys/ipRRjYQukB8/s320/EmptyFamily.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;In den Büchern von Colm Tóibín gibt es immer wieder den Blick von der Steilküste südlich von Dublin hinunter auf die Weite der Irischen See. Auch die für mich schönste Stelle der neu erschienenen Sammlung von Erzählungen &lt;em&gt;The Empty Family&lt;/em&gt; beschreibt einen solchen Blick und führt an dieser Stelle auch zum Titel des Buches.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Ich-Erzähler hat während eines längeren Aufenthaltes in Kalifornien ein leeres Haus in Ballyconnigar an der irischen Küste gekauft und nach und nach mit Einrichtungsgegenständen ausgestattet, die er per Post in das Haus schickte. Nun kehrt er zurück und nimmt das alles zögernd in Besitz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer seiner Nachbarn lädt ihn ein und zeigt ihm ein Teleskop, mit dem er die Küste und die See beobachtet. Der Blick durch dieses Fernrohr beeindruckt ihn so sehr, daß er beschließt, selbst ein solches Instrument in seinem Haus aufzustellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Szene bei Bill, seinem Nachbarn beschreibt die Wellen am Horizont, die er durch das Teleskop ganz nahe für sich heranholt. Meine Übersetzung gibt den Eindruck des Originals nur ungenügend wieder, ich füge es deshalb unten an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2wmledwrI/AAAAAAAABzE/CpVvpewFgw0/s1600/untitled.bmp"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 0px 10px 10px; WIDTH: 202px; FLOAT: right; HEIGHT: 137px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570302491068580530" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2wmledwrI/AAAAAAAABzE/CpVvpewFgw0/s400/untitled.bmp" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2wYan32yI/AAAAAAAABy8/oMIsh2d9G-4/s1600/untitled.bmp"&gt;&lt;/a&gt;&lt;em&gt;Der Anblick der Wellen meileinweit draußen, ihre bemühte, hektische Einsamkeit, ihre stumpfe Gleichmut gegenüber ihrem Schicksal, weckte in mir den Wunsch zu weinen und Bill zu fragen, ob er mich für einige Zeit allein lassen könnte, um die Bilder in mich aufzunehmen. Ich hörte ihn hinter mir atmen. Es wurde mir in diesem Moment klar, daß das Meer kein Muster ist, sondern ein Kampf. Nichts zählt gegen dieses Faktum. Die Wellen waren wie Menschen, die sich da draußen bekriegten, voller Bewußtsein und Wille und Schicksal und voll von einem beständigen Gefühl ihrer eigenen Schönheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[…] Es gab einen Charakter von Weiß und Grau und eine Art von Blau und Grün. Es gab eine Linie. Sie verwarf sich nicht, stand aber auch nicht still. Alles war Bewegung, war verschüttete Flüssigkeit, aber es war auch reines Einschließen und Enthalten, zutiefst konzentriert, gerade so wie ich, der ich dem zusah. Es hatte einen elementaren Zugriff, es war etwas, das mit einem Willen auf uns zukam, als wolle es uns retten, aber dann tat es nichts, es zog sich mit einer achselzuckenden Ironie zurück, als wollte es andeuten, daß genau dies es ist, was die Welt ausmacht, und daß unsere Zeit darin, mit aller erhabenen Möglichkeit, mit aller Komplexität und drängenden Leidenschaft, in nichts endet, auf einen kleinen Strand, und dann zurückgeht um sich wieder mit der leeren Familie zu vereinigen, von der wir auf uns gestellt aufgebrochen waren, in einem starken Ausbruch von mutiger, nichts wissender Energie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich lächelte für einen Moment, bevor ich mich herumdrehte. Ich hätte ihm sagen können, daß die Welle, die ich beobachtet hatte, in gleicher Weise zur Liebe fähig ist, wie wir es in unserem Leben sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2wIM7jxyI/AAAAAAAABy0/bz8EJS-F5W0/s1600/Toibin.bmp"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 189px; FLOAT: left; HEIGHT: 137px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570301969083647778" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2wIM7jxyI/AAAAAAAABy0/bz8EJS-F5W0/s320/Toibin.bmp" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;Später erzählt Tóibín (Foto), den man hinter dem Ich-Erzähler unschwer erkennen kann, von seiner Lehrtätigkeit und seinem mit Büchern verbrachten Leben. Er ist unsicher darüber, ob er das Leben auf der Steilküste angesichts der jenseits aller Sprache existierenden Meereswildnis gegen das frühere Leben eintauschen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte schließt mit dem starken Gegensatz zwischen der Beobachtung des &lt;em&gt;reichen Chaos&lt;/em&gt; auf dem Meer und den erst viel später anzusiedelnden Worten, die erst einmal zum Schweigen gebracht werden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;em&gt;Ich träumte davon, das Teleskop hier draußen aufzustellen, vor mir, wo ich jetzt sitze, auf das Stativ, das ich ebenfalls bestellen würde, und dann langsam damit zu beginnen, mich auf eine sich kräuselnde Linie aus Wasser zu konzentrieren, einem Stück der Welt, die der Tatsache gleichgültig gegenübersteht, daß es Sprache gibt, daß es Namen gibt, um die Dinge zu beschreiben, und Grammatik und Wörter. Mein Auge, einsam, mit seiner eigenen Geschichte gefüllt, ist verzweifelt bemüht, zu entkommen, zu löschen, zu vergessen; es beobachtet jetzt, beobachtet scharf, wie ein Wissenschaftler, der auf der Suche nach einer Heilmethode ist, es entscheidet sich, für einige Tage alles über Worte zu vergessen, endlich zu wissen, daß die Worte für Farben, für das Blau-Grau-Grün des Meeres, das Weiß der Wellen sich nicht gegen die Fülle der Beobachtung des reichen Chaos stellen, das sie hervorbringen und tragen.&lt;br /&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Das Original:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The sight of the waves miles out, their dutiful and frenetic solitude, their dull indifference to their fate, made me want to cry out, made me want to ask him if he could leave me alone for some time to take this in. I could hear him breathing behind me. It came to me then that the sea is not a pattern, it is a struggle. Nothing matters against the fact of this. The waves were like people battling out there, full of consciousness and will and destiny and an abiding sense of their own beauty.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[…] There was a whiteness and greyness in it and a sort of blue and green. It was a line. It did not toss, nor did it stay still. It was all movement, all spillage, but it was pure containment as well, utterly focused just as I was watching it. It had an elemental hold; it was something coming towards us as though to save us but it did nothing instead, it withdrew in a shrugging irony, as if to suggest that this is what the world is, and our time in it, all lifted possibility, all complexity and rushing fervour, to end in nothing on a small strand, and go back out to rejoin the empty family from whom we had set out alone with such a burst of brave unknowing energy.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I smiled for a moment before I turned. I could have told him that the wave I had watched was as capable of love as we are in our lives.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;I dreamt of setting it up out here in front of where I am sitting now, on the tripod that I would have ordered too, and starting, taking my time, to focus on a curling line of water, a piece of the world indifferent to the fact that there is language, that there are names to describe things, and grammar and words. My eye, solitary, filled with its own history, is desperate to evade, erase, forget; it is watching now, watching fiercely, like a scientist looking for a cure, deciding for some days to forget about words, to know at last that the words for colours, the blue-grey-green of the sea, the whiteness of the waves, will not work against the fullness of watching the rich chaos they yield and carry&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5152539237556879176?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5152539237556879176/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5152539237556879176' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5152539237556879176'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5152539237556879176'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/02/wellen.html' title='In gleicher Weise zur Liebe fähig wie wir'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TU2urQxX0sI/AAAAAAAABys/ipRRjYQukB8/s72-c/EmptyFamily.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-7918962721674630354</id><published>2011-01-23T13:30:00.004+01:00</published><updated>2011-01-23T13:42:20.256+01:00</updated><title type='text'>Facebook-Gottesdienst</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Mit herzlichem Dank an alle, die teilgenommen, Grüße geschickt und in vielerlei Weise mitgeholfen haben, zeige ich hier&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- das kleine Video über die Internet-Weihnachtsgeschichte "The Digital Story of Nativity", das wir im Gottesdienst gezeigt haben,&lt;br /&gt;- das Video aus Lodz in Polen, das Pastor Leszek Wakula extra für uns gemacht hat und das wir ebenfalls im Gottesdienst gezeigt haben,&lt;br /&gt;- meine Predigt in der etwas längere Form (im Gottesdienst hatte ich sie gekürzt).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als nach etwa 20 Minuten die Gemeinde mit viel Lachen auf das Nativity-Video reagierte, waren meine Sorgen vorbei, daß einige Leute mit Unverständnis reagieren würden, und ich habe mich am weiteren Verlauf des Gottesdienstes selbst freuen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Digital Story of Nativity:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe class="youtube-player" title="YouTube video player" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/IdJiPYkSgWQ" frameborder="0" width="640" type="text/html"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leszek Wakula aus Lodz, Polen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe class="youtube-player" title="YouTube video player" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/88HuW-Hopw8" frameborder="0" width="640" type="text/html"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Predigt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Generation Google lebt in einer großen Erwartung. Sie erwartet, daß alles Wissen dieser Welt so zur Verfügung gestellt wird, daß man es schnell und zuverlässig über das Internet abrufen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Erwartung ist nicht neu, sie hat eine Vorgeschichte. Und die beginnt mit einer einfachen Sache: mit der Vergeßlichkeit des Menschen. So lange es diese Vergeßlichkeit gibt – und die gibt es natürlich, solange es Menschen gibt – ist auch der Wunsch da, einen Ort auf der Welt zu haben, wo man alles findet, was man gerne behalten möchte oder auch neu wissen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist schon eine Zeit her, etwa 500 Jahre, da sind die Menschen diesem Wunsch einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Damals, um das Jahr 1500 herum, wurde bekanntlich die Buchdruckerkunst erfunden, und die Menschen haben durch die Bücher einen wichtigen Weg entdeckt, ihre Vergeßlichkeit zu besiegen. Die Nachschlagewerke kamen, und sie wurden zu einer großen Zauberwelt, in der man alles nachsuchen und finden konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vielleicht hat man damals ganz ähnlich wie heute darüber geklagt, daß der Kontakt von Mensch zu Mensch leidet, daß nämlich jetzt all die schönen Geschichten, die man bisher mündlich weitergegeben hatte, von Generation zu Generation, „nur noch“ in den Büchern aufbewahrt würden und nicht in den lebendigen Köpfen und Herzen und Erinnerungen der Menschen. Aber wie wir wissen, hat das Erzählen von Geschichten nicht aufgehört, und auch wenn wir die Geschichte von Schneeweißchen und Rosenrot nicht mehr in allen Einzelheiten in Erinnerung haben, so kennen wir sie doch und wissen zur Not, wo das Buch steht, aus dem wir den Kindern vorlesen können. Das sollte uns hoffnungsvoll machen, was die Angst betrifft, die neuen Techniken würden alles zerstören. Das muß nicht sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals haben auch die Kirchen, die sich in dieser Zeit in vielfacher Weise reformiert haben, angefangen, Bücher zu nutzen und neben der Bibel auch Nachschlagewerke zu drucken, in denen man Fragen des Glaubens sozusagen „googeln“ konnte. Eines der berühmtesten Bücher dieser Art erschien um das Jahr 1640 in London und erhielt den Namen &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Westminster_Shorter_Catechism"&gt;Westminster Katechismus&lt;/a&gt;. In „Katechismus“ steckt das Wort für Unterrichten, also ein Unterrichtsbuch, ein Lehrbuch. Dieses Buch gibt in 107 Fragen und 107 Antworten Auskunft über die Grundlagen des Glaubens, und man konnte also anhand dieses Buches Tatsachen über den Glauben nachschlagen, die man vergessen oder noch nicht gelernt hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bitte stören Sie sich jetzt nicht daran, daß ich ein fast 400 Jahre altes Buch hervorkrame. Ich habe immer wieder gehört und gelesen, daß die erste, ganz kurze Frage des Westminster Katechismus und die erste, ebenfalls ganz kurze Antwort für viele Christen im englischsprachigen Raum und darüber hinaus bis heute eines der tiefsten Fundamente ihres persönlichen Glaubens sind, vielleicht deshalb, weil Frage und Antwort so überraschend einfach sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Frage ist: was ist das oberste Ziel des Menschen (&lt;em&gt;&lt;a href="http://www.creeds.net/Westminster/shorter_catechism.html"&gt;What is the chief end of man&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;)?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Antwort: Sein oberstes Ziel ist es, Gott die Ehre zu geben und sich an ihm für immer zu erfreuen. (&lt;em&gt;&lt;a href="http://www.creeds.net/Westminster/shorter_catechism.html"&gt;Man’s chief end is to glorify God, and to enjoy him forever&lt;/a&gt;)&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Englischen heißt es &lt;em&gt;glorify&lt;/em&gt; also wörtlich übersetzt &lt;em&gt;glorifizieren&lt;/em&gt;, das ist aber nicht das richtige Wort. Gott soll sicherlich nicht in der Art glorifiziert werden, wie wir etwa die Heldentaten einer siegreichen Fußballmannschaft glorifizieren. Gemeint ist eher, daß wir unser Leben so einrichten, daß wir etwas Höheres über uns anerkennen, ja es in unser Leben einbeziehen und es mit unserem Denken und Handeln unterstützen, es tatsächlich hochheben. Das sollen wir so tun, daß wir uns daran – und hier steht &lt;em&gt;enjoy&lt;/em&gt; von &lt;em&gt;joy&lt;/em&gt;, Freude – erfreuen können, und zwar für endlose Zeiten, Zeiten, die unser eigenes Leben weit überschreiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man den Computer selbst übersetzen läßt, kommt das Wort &lt;em&gt;genießen&lt;/em&gt; für diese Freude heraus, sich erfreuen, genießen, so wie man "&lt;em&gt;enjoy your holidays" &lt;/em&gt;sagen kann, genieße deine Ferien. Da möchte man als älterer Mensch eher bremsen und sagen, das ist schon zu viel Jugendkult- &lt;em&gt;Genußsucht!&lt;/em&gt;- aber &lt;em&gt;enjoy &lt;/em&gt;kann das ja tatsächlich heißen, also lassen wir es so stehen, “genießen”.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Könnte es Sinn machen, wenn die Christen mit einem großen Schild durch die Stadt laufen "Genießt Gott!”? Einiges spricht dafür, daß sie es tun sollen. Vielleicht sollten sie dabei aber immer das zweite Schild mitführen und die Doppelbewegung des ganzen Satzes aufnehmen. &lt;em&gt;Die Ehre geben &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;genießen&lt;/em&gt; – gib einer größeren Macht über dir gedanklichen Raum, gestatte ihr, dein Denken zu erreichen, dein Leben – und dann lebe mit ihr, damit am Ende alles in eine großen Freude einmünden kann, eine große Freude ohne Ende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daß man Gott die Ehre gibt, bedeutet nicht, daß man vor jedem Kruzifix in Andacht verfällt, vor jeder Kirchentür ehrfürchtige Schauer bekommt. Es bedeutet, daß man sein Leben in einen größeren Zusammenhang stellt, ein Oben und Unten anerkennt, einen Schöpfer und ein Geschöpf, einen Anfang und ein Ende. Es entsteht auf diesem Weg ein sinnvoller Zusammenhang, in dem ich selbst meinen Platz im Universum finde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was meine konkrete Ehrerbietung Gott gegenüber betrifft, so kann ich sie in einem sichtbaren Zeichen ausdrücken, indem ich denen Ehre erweise, die Gott mir an die Seite gestellt hat: meinen Nächsten, meiner Menschenschwester und meinem Menschenbruder neben mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Sinn eines solchen Lebens ist diese endlose Freude, &lt;em&gt;joy forever&lt;/em&gt;, von welcher der Katechismus spricht. Ich möchte sie über das Ende unseres Gottesdienstes stellen, als eine große Verheißung, die alle Menschen gilt, Mark Zuckerberg, Melanie, Denise, Murat*, mir, uns allen. Ich wünsche Ihnen, wünsche Euch allen diese endlose Freude an Gott.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Amen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* Melanie Bergerhoff hatte mit mir den Gottesdienst moderiert, Denise Stelkens und Murat Aktaş hatte sich für Interviews zur Verfügung gestellt. &lt;/span&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-7918962721674630354?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/7918962721674630354/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=7918962721674630354' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7918962721674630354'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/7918962721674630354'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/01/facebook-gottesdienst.html' title='Facebook-Gottesdienst'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://img.youtube.com/vi/IdJiPYkSgWQ/default.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-5140436346072496546</id><published>2011-01-06T20:00:00.002+01:00</published><updated>2011-01-13T16:53:59.523+01:00</updated><title type='text'>Vergessene Kirchen</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Das-goldene-Zeitalter-Christentums-Weltreligion/dp/3451302764/ref=sr_1_1?s=books&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;qid=1294320957&amp;amp;sr=1-1"&gt;Philip Jenkins, Das Goldene Zeitalter des Christentum&lt;br /&gt;&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/Das-goldene-Zeitalter-Christentums-Weltreligion/dp/3451302764/ref=sr_1_1?s=books&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;qid=1294320957&amp;amp;sr=1-1"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 178px; FLOAT: left; HEIGHT: 298px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5559067201882842258" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TSXGKrrAZJI/AAAAAAAAByg/nCS8rULULWM/s320/Jenkins.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Die unterschiedlichen Namen der christlichen Kirchen in diesem Buch könnten verwirrend wirken, diese Kirchen sind aber eigentlich alle Kinder der &lt;em&gt;Syrischen Kirche&lt;/em&gt;, deren Besonderheit es war, immer mit dem Lebens- und Sprachraum Jesu und seiner Jünger verbunden geblieben zu sein. Die Syrer zu Jesu Zeiten sprachen ja ebenso wie er Aramäisch, eine dem hebräischen verwandte Sprache, und in den heute noch vorhandenen Resten der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Syrisch-orthodox"&gt;Syrisch-Orthodoxen Kirche&lt;/a&gt;, in denen die alte Sprache noch gepflegt wird*, findet sich oft ein synonymer Gebrauch der beiden Worte &lt;em&gt;Syrisch &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;Aramäisch&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kirche wurde lange Zeit von der syrischen Hauptstadt Antiochien** aus verwaltet und war in ihrem Gebiet vermutlich der alten römischen Provinz Syrien ähnlich, deren aus der Weihnachtsgeschichte bekannter &lt;em&gt;Landpfleger Cyrenius&lt;/em&gt; ja auch für Galiläa und Judäa zuständig war. Die Syrische Kirche hat von Antiochien aus sehr bald eine erfolgreiche Ostmission begonnen und in der Folge ihr Zentrum nach Bagdad verlegt. Von dort aus gingen Missionare immer weiter nach Osten und gründeten bald neue Gemeinden in Indien, in Zentralasien und am Ende auch in China.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Erfolg der Syrischen Kirche wurde auch dann nicht gebremst, als um das Jahr 700 herum die Muslime die Herrschaft in Bagdad antraten. Der &lt;em&gt;Kalif&lt;/em&gt; als Oberhaupt des Islam und der &lt;em&gt;Katholikos&lt;/em&gt; als Oberhaupt der syrischen Kirche pflegten einen freundschaftlichen Umgang miteinander und genossen vielleicht sogar gemeinsam ein wenig die zauberhaften Jahre, in denen &lt;em&gt;Tausendundeine Nacht&lt;/em&gt; lebendig wurde. Ein Teil der dem Islam zugeschriebenen Rettung alten griechischen Wissens dürfte auch dem fruchtbaren Dialog der beiden Religionen zuzuschreiben sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch mit anderen Religionen gibt es freundschaftlichen Umgang. Seite an Seite sitzen buddhistische und christliche Mönche in China und helfen sich gegenseitig bei der Übersetzung ihrer heiligen Texte in die Landessprache. Der Friede ist sicherlich nicht immer ungestört, dauert aber im wesentlichen bis ins Mittelalter an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SudsF1qKnmI/AAAAAAAABRE/O3ZCcLa65-o/s1600-h/T%C3%BCrkei4+005.JPG"&gt;&lt;img style="TEXT-ALIGN: center; MARGIN: 0px auto 10px; WIDTH: 400px; DISPLAY: block; HEIGHT: 267px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5397401525985910370" border="0" alt="" src="http://3.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SudsF1qKnmI/AAAAAAAABRE/O3ZCcLa65-o/s400/T%C3%BCrkei4+005.JPG" /&gt;&lt;/a&gt; Foto: Syrisch-Orthodoxes Kloster &lt;em&gt;Mor Gabriel&lt;/em&gt;, gegründet 397, in der südlichen Türkei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Zeichen und Wundern wird berichtet, welche die Mission über Jahrhunderte begleiteten. Auch eine tiefe Frömmigkeit wird bezeugt, die sich aus der Überzeugung speist, Gott sei Mensch geworden, damit die Menschen ihm ähnlich werden könnten. Der tiefe Eindruck, den diese Christen machen, klingt auch lange nach ihrem Verschwinden noch nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus unterschiedlichen Gründen, denen Jenkins in vielen Einzelüberlegungen nachgeht, die er aber letztlich nicht zu einem Gesamtbild fügen kann und will, beginnen dann aber in der zeit um 1200 Zeiten der Gewalt, die überall zu Vertreibungen und Vernichtungen führen. Damals wird die alte ägyptische Kirche der Kopten so in ihrem Bestand dezimiert, daß sie bis heute in ihrer Stellung einer an den Rand gedrängten Minderheit verblieben ist. Mehrfach fallen die Mongolen vom Norden ein und stoßen in die Länder des Nahen Ostens vor. Sie sind ursprünglich Animisten, bekehren sich nach einigen Hin und Her aber zum Islam, ohne dabei allerdings die tolerante Haltung der früheren Muslime zu übernehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es gibt in dieser Zeit Missernten, Klimaveränderungen, die Pest. Aus dem nachfolgenden Verteilungskampf erwächst ein stärker werdender Druck auf die Minderheiten der damaligen Gesellschaften. Das gilt nicht nur für den Bereich des Islam. England weist im Jahre 1290 alle Juden aus, Frankreich folgt 1394. Die Welt zwischen Atlantik und mittlerem Osten tritt in eine gewaltbereite Umbruchphase ein. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besonders gefährlich ist die Lage für solche Minderheiten, die im Verdacht stehen, mit äußeren Feinden zusammenzuarbeiten. Wer etwa unter Moslems lebt und mit den Kreuzfahrern in Verbindung gebracht wird, muß bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit ihnen das Schlimmste befürchten. Das Schicksal der Armenier, deren Ermordung 1915 durch die Türken mit ihrer Nähe zum russischen Kriegsgegner legitimiert wurde, hat in dieser Zeit ein vielfältiges Vorspiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Trotz aller traurigen Auseinandersetzungen zeichnet Jenkins ein erstaunlich positives Bild einer gegenseitigen Inspiration der Religionen. Selbst nach dem Untergang einer unterlegenen Religion bewahrt ihre siegreiche Schwester die Geheimnisse ihrer Vorgängerin auf und entwickelt sie weiter. Die Sufi-Mystiker im zentralen Anatolien pflegen einen langen und herzlichen Kontakt zu den frommen christlichen Mönchen dort und entwickeln in dieser Zeit eine im gesamten Islam einzigartige Weltsicht und Frömmigkeit. Andere Muslime lassen sich von der überragenden Bedeutung Christi überzeugen und gestehen ihm zu, von Gott adoptiert worden zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgekehrt empfinden fromme Christen dem Islam nicht als eine ferne, neue Religion, sondern bestenfalls als eine christliche Absplitterung, eine Sekte, deren Glauben man nicht in allen Punkten teilt, deren gemeinsame Wurzeln man aber anerkennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Ende gewinnt Jenkins aus seinem Blick auf das Trümmerfeld ungezählter untergegangener Glaubensgemeinschaft eine seltsam tröstliche Perspektive. Sind sie wirklich untergegangen? Steht nicht jede der früheren Generationen einem Wort des deutschen Historikers Leopold von Ranke entsprechend &lt;em&gt;unmittelbar zu Gott&lt;/em&gt;? Jenkins erweitert den Gedankenn Rankes um die Anschauung von der &lt;em&gt;Gemeinschaft der Heiligen&lt;/em&gt;, die um Gottes Thron stehen. Jede Generation ist vertreten, nichts ist verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und Jenkins wagt am Ende die Frage, ob an der Romangeschichte*** nicht etwas Wahres sein könnte, in der ein zum Tode verurteilter christlicher Märtyrer im 16. Jahrhundert kurz vor der Exekution Kraft und Trost gewinnt, indem er sich in einer mystischen Einheit mit einer Nachfolgerin verbindet - einer Christin des 20. Jahrhunderts. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Geschichte ist eine Kette, und &lt;em&gt;The Chain of Memory is Resurrection&lt;/em&gt;, die Kette der Erinnerung ist Auferstehung.****&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;* bei meinem &lt;/span&gt;&lt;a href="http://christianrunkelenglish.blogspot.com/2009/10/perishing-aramean-mydiat.html"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Besuch im Kloster Mor Gabriel &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;in der Türkei, sagte mir ein alter aramäischer Christ das Vater Unser in Jesu Sprache, das hat damals einen tiefen Eindruck auf mich gemacht. &lt;em&gt;Abuhn dabashmaya, nethkadasch schamach..&lt;/em&gt;. Hebräisch klänge es so: &lt;em&gt;Avinuh b'schamajim, jitkadasch schemcha&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** wo die Christen laut Apostelgeschichte 11 erstmals mit dem griechischen Namen &lt;em&gt;Christianoi &lt;/em&gt;benannt wurde (meinem Vornamen, in Ewigkeit soll es den Antiochiern nicht vergessen werden...). Heute heißt der Ort Antakya und liegt in der Türkei, unweit der syrischen Grenze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;** aus: &lt;/span&gt;&lt;a href="http://www.amazon.com/Descent-into-Novel-Charles-Williams/dp/0802812201"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;Charles Williams: Descent into Hell&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;*** mit diesem Zitat aus &lt;/span&gt;&lt;a href="http://books.google.de/books?id=jXqnR0JDyzwC&amp;amp;pg=PA65&amp;amp;lpg=PA65&amp;amp;dq=%22the+chain+of+memory+is+resurrection%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=FMkNF1uuPj&amp;amp;sig=LTPRguHR7QgSfq-VKCYBNIV5wfY&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=X8IlTZTDNJGP4AaTnfiDCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=3&amp;amp;sqi=2&amp;amp;ved=0CC4Q6AEwAg#v=onepage&amp;amp;q=%22the%20chain%20of%20memory%20is%20resurrection%22&amp;amp;f=false"&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;einem Gedicht von Charles Olson &lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-size:85%;"&gt;endet das Buch. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-5140436346072496546?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/5140436346072496546/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=5140436346072496546' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5140436346072496546'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/5140436346072496546'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.blogspot.com/2011/01/vergessene-kirchen.html' title='Vergessene Kirchen'/><author><name>Christian Runkel</name><uri>http://www.blogger.com/profile/17336234017525668142</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='23' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/SfBXReuSPyI/AAAAAAAAA6A/VsNtUqYnFGE/S220/Christian-k.JPG'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TSXGKrrAZJI/AAAAAAAAByg/nCS8rULULWM/s72-c/Jenkins.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-993689447992363506.post-6887598554932448080</id><published>2010-12-27T10:30:00.006+01:00</published><updated>2010-12-27T12:42:23.566+01:00</updated><title type='text'>Weihnachten mit einer neuen Bibel (III)</title><content type='html'>&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;Fortsetzung und Schluß: &lt;a href="http://www.amazon.de/New-Kind-Christianity-Brian-McLaren/dp/0340995483/ref=sr_1_5?ie=UTF8&amp;amp;s=books-intl-de&amp;amp;qid=1293450091&amp;amp;sr=1-5"&gt;Brian McLaren, &lt;em&gt;A New Kind of Christianity&lt;/em&gt; &lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;Hier nun eine vorsichtige Kritik.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TRYBWihrrrI/AAAAAAAAByQ/JBlBW1cshlg/s1600/a-Mclaren.jpg"&gt;&lt;img style="MARGIN: 0px 10px 10px 0px; WIDTH: 192px; FLOAT: left; HEIGHT: 297px; CURSOR: hand" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5554628677144915634" border="0" alt="" src="http://2.bp.blogspot.com/_k_38Y3u1_4A/TRYBWihrrrI/AAAAAAAAByQ/JBlBW1cshlg/s320/a-Mclaren.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;Viele Leser werden schon auf der ersten Seite den Punkt erreichen, an dem sie entweder entschieden zustimmen oder heftig ablehnen. Es ist der Satz &lt;em&gt;der christliche Glaube in all seinen Formen ist in Bedrängnis &lt;/em&gt;(the christian faith in all its forms is in trouble). Auch wenn gleich im nächsten Satz dagegengesetzt wird &lt;em&gt;der christliche Glaube in all seinen Formen ist schwanger mit neuen Möglichkeiten, &lt;/em&gt;ist es diese erste, pessimistische Beurteilung, die man teilen muß, um mit Interesse weiterzulesen. Wer die gegenwärtigen Kirchen und Gemeinden gut versorgt und für die Zukunft gerüstet sieht, kann hier das Buch aus der Hand legen. Er wird für sich selbst nichts verpassen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer dagegen die Sorgen McLarens teilt, entdeckt sehr bald eine Sammlung von alten und neuen Schätzen für eine Kirche von morgen. Dazu gehört etwa die Art und Weise, mit der McLaren die Bibel als ein Stück gute und frische Literatur liest und nicht als alte und starre &lt;em&gt;constitution&lt;/em&gt;. Für mich ist es belebend, immer wieder die ursprüngliche Absicht jedes einzelnen Autors aus seinen Worten herauszulesen und sich davon berühren zu lassen. Auf diesem Weg erfährt man aus vielen Büchern der Bibel zunächst einmal die reine Geschichte des jüdischen Glaubens, ohne gleich immer die spätere Interpretation mithören zu müssen, die in der griechisch geprägten Geschichte des christlichen Denkens hinzugekommen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die Ausblendung der Kirchengeschichte mit ihrer Übernahme, Verarbeitung und Veränderung ursprünglich jüdischer Ideen ergibt sich allerdings ein blinder Fleck. Es entsteht der Eindruck, als sei die Geschichte Gottes mit seinem Volk bis in die Zeiten der Urgemeinde hinein sinnvoll und folgerichtig gewesen, die Geschichte der Kirche etwa ab dem Jahre 100 dagegen aber durch den grundlegenden Urirrtum verfälscht, der in der Adaption griechischer Philosophie bestand. Das, was McLaren eigentlich erreichen will, ein Verständnis für einen ursprünglichen, urwüchsigen Gott, der parallel zu seiner tödlichen Feindschaft gegenüber Israels Nachbarvölkern schließlich doch seine am Ende alle Völker umfassende Liebe entwickelt und dabei Irrtümer in Kauf nimmt, gilt nicht mehr für das Verständnis der mittelalterlichen Kirche mit ihrer nach Meinung McLarens platonischen Vision eines Himmels und einer Hölle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So wird es in der Praxis sehr schwer sein, die &lt;em&gt;alte&lt;/em&gt;, nicht erneuerte Kirche mit McLarens Gedanken zu versöhnen, weil deren jetzt von McLaren aufgedeckte Irrtümer durch kein Bild eines sich entwickelnden Gottes relativiert werden können. Der alte grausame Befehl die Philister auszurotten war notwendig, die neuzeitliche Buß- und Bekehrungspraxis angesichts einer falschen Vorstellung von Himmel und Hölle dagegen nicht, wenn man McLarens Gedankenfaden weiterspinnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, daß an dieser Stelle sein Versöhnungswerk, dessen Faszination man sich nicht entziehen kann, noch ergänzt und erweitert werden muß. Die &lt;em&gt;Griechen&lt;/em&gt;, von Augustinus angefangen, dürfen nicht auf dem Abfallhaufen der Geschichte landen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dagegen muß eine andere Faszination, die von McLaren ausgeht, die leuchtende Darstellung des Reiches Gottes, des &lt;em&gt;peaceable kingdom,&lt;/em&gt; als eines im Präsens möglichen Lebensraums nach meinem Geschmack vorerst noch ein wenig zurückgenommen werden. Es mag sein, daß Gott die Zukunft dieses Reiches auch in die Hände der daran mitwirkenden Menschen gelegt hat. Er will dieses Reich allmählich mit ihnen entwickeln und es nicht mit einem Paukenschlag am Ende der Zeiten anbrechen lassen, sagt McLaren mit Blick auf alttestamentliche Prophezeiungen. Aber wie es im einzelnen mit dieser Entwicklung sein wird, könnte sich als ein größeres Geheimnis erweisen als es der alle Geheimnisse lüftende Amerikaner McLaren annimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der praktischen Konsquenz heißt das, daß die Neue Kirche McLarens nicht automatisch so weit im linken politischen Spektrum angesiedelt werden muß, wie McLaren das durchgängig nahelegt. Solange das Reich Gottes noch nicht gesichert ist, kann man dem Bösen nicht unbewaffnet entgegentreten. Das grenzt etwa den Pazifismus McLarens entscheidend ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch seine Toleranz gegenüber abweichenden Spielarten der Sexualität – ein ganzes Kapitel widmet er diesem Thema – paßt nach meinem Eindruck erst in das endgültige Friedensreich, wo &lt;em&gt;Wolf und Schaf beieinander weiden&lt;/em&gt;. Ich hatte beim Lesen einen Augenblick das Bild meiner fähnchenschwingenden Remscheider Baptistengemeinde vor mir, wie sie am Straßenrand steht und dem Umzug des Kölner Christopher Street Day zuwinkt. Ein unmöglicher Gedanke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man das Buch gelesen hat, fragt man: was wird geschehen, was soll geschehen? Nach meinem Eindruck gibt es viele Pastoren, die sich brennend für McLarens Gedanken interessieren, das Internet gibt Zeugnis davon. Ich bin sicher, daß sie von McLaren und der ganzen Bewegung der &lt;em&gt;Emerging Churches &lt;/em&gt;lernen und ihren Gemeinden einen Weg der Erneuerung, ins 21. Jahrhundert hinein, zeigen können. Aber sie müssen es in einer großen Verantwortung und Liebe allem Bestehenden gegenüber tun. Vermutlich wird es am besten sein, wenn sie sich Dritten gegenüber öffnen und ihre Erneuerungspläne mit unabhängigen Ratgebern besprechen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie werden daran arbeiten müssen, Ordnung in die Vielfalt der Möglichkeiten zu bringen, die McLaren aufzeigt. Der Blick ins Internet zeigt derzeit noch einen Bauchladen von bunten Initaitiven, die eigentlich nur über das Wort von den &lt;em&gt;Emerging Churches&lt;/em&gt; untereinander verbunden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Eindruck ist, daß nur eine starke, hierarchische Kirche die Kraft haben wird, den inneren Umbau zu einer veränderten, friedlichen und damit am Ende auch weniger hierarchischen Kirche zu schaffen. Das widerspricht sich auf den ersten Blick, aber auf den zweiten Blick könnte es vernünftig sein, den verwegenen Wunsch zu träumen, daß die alte katholische Kirche die Last aber auch die Chancen einer solchen Erneuerung als Vorreiter auf sich nehmen und auf diesem Weg uns allen ganz nebenbei wieder einen Platz in ihrem Schoß ermöglichen würde.&lt;br /&gt;&lt;/p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/993689447992363506-6887598554932448080?l=christianrunkel.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://christianrunkel.blogspot.com/feeds/6887598554932448080/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=993689447992363506&amp;postID=6887598554932448080' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/6887598554932448080'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/993689447992363506/posts/default/6887598554932448080'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://christianrunkel.bl
