Freitag, 25. Januar 2013

Der Himmel über dem Ort Lus

Kiryat Lusa, 24. Januar 2013
Unter dem weiten Himmel des kleinen Dorfes Lus oder Lusa oben auf dem Garizim denke ich an meinen Großvater Erwin Bohle. Hier in Lus hat nach der Überlieferung, die mir Benny Tzedakah bestätigt, der Erzvater Jakob in einer schwierigen Fluchtsituation im Freien übernachtet und über sich den Himmel offen und Engel herab- und hinaufsteigen gesehen. Jakob hat dies als ein göttliches Zeichen verstanden, dass seine Flucht ein glückliches Ende nehmen würde, was dann später auch so eintraf.

Sonntag, 20. Januar 2013

Erwartungen. Vermutungen.


Meine Reise nach Israel und Palästina ist mit keinerlei politischem Bekenntnis verbunden, weder zu Israel und seinen besonderen Beziehungen zu Deutschland noch zu Palästina und seiner Unselbständigkeit, beklagenswert oder nicht. Ich habe eine Reihe von Freunden und Bekannten in beiden Ländern und möchte meine Freundschaft und meine Kenntnis ihrer Länder gerne vertiefen, mehr nicht.

Sonntag, 6. Januar 2013

Anna Karenina



Warum gehe ich nach der Vorführung dieser Neuverfilmung so glücklich aus dem Kino? Ist es die Begegnung mit Keira Knightley in der Hauptrolle, deren Schönheit mich schon beim ersten Foto, das ich in einer Filmvorschau in der Zeitung sah, in den Bann schlug? Oder ist es die zauberhafte Theatertechnik des Films, in dem die meisten Szenen des mehr als 900 Seiten langen Romans in einer Art von Bühnenhaus spielen, in denen die Räume in schneller Folge – eine Tür öffnet sich, eine Wand wird eingefügt, ein Vorhang wird gehoben, senkt sich wieder  – wechseln?

Donnerstag, 3. Januar 2013

Samaria, verlinkt

Hier sind einige Links – für alle, die sich weiteres Wissen über die Samaritaner auf dem Berge Garizim aneignen wollen. 


Mittwoch, 2. Januar 2013

Palestine, planned


This plan is an invitation. Gerd Rieso and I would like to join people along the road and invite them to take a day off and hike with us. Avi Deul from Tel Aviv will hopefully join uns on January 20, others might see us in Palestine.



Montag, 31. Dezember 2012

Eine alte Geschichte, neu geschrieben



Seitdem Yizhak Magen vor etwa 25 Jahren den großen Tempel bei Nablus, dem alten Sichem, ausgegraben hat (sein Buch dazu ist bei Google books zu finden), wird die Geschichte Samarias neu geschrieben. Und nicht nur sie – radikale Kritiker der jüdischen Geschichtsschreibung, die der „Spiegel“ zu Wort kommen lässt (in der Ausgabe 15/2012) möchten gleich eine komplette Gegengeschichte der Israeliten schreiben, in welcher überhaupt nur noch der Tempel bei Sichem / Nablus, auf dem Berg Garizim, existiert, und der Tempel in Jerusalem dagegen reine Fiktion ist, mitsamt den Königen David und Salomo. Alles soll Sage sein.



Freitag, 28. Dezember 2012

Neues aus Samaria


Es kommen neue Stimmen aus dem alten Land Samaria, das vor Zeiten einmal das Durchgangsland für Maria und Joseph auf dem Weg von Nazareth nach Bethlehem war und in gleicher Weise später dann auch für Jesus, auf dem Weg von der Idylle des Sees Genezareth hinauf an das grausame Kreuz in Jerusalem. Heute ist das frühere Samaria der große nördliche Teil des am 29. November 2012 von der UNO als non member observer state anerkannten Palästina. Seine Regierung hat ihren Sitz in Ramallah, dem alten Rama, unweit von Jerusalem und Bethlehem. Mich zieht es in dieses Land, seitdem ich vor einem Jahr einen Zipfel davon gesehen habe, nämlich Jenin im Norden und außerdem die Stadt von Mohammad A., Silat al-Dahr, die von Jenin aus auf halben Weg in das alte Sichem liegt. Sichem wurde zu Zeiten der Römer zu Neapolis, das ist auch der heutiger Name des Ortes, Nablus auf Arabisch.