Samstag, 7. Januar 2012

Eine Rede zwischen den Kulturen


Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Besucher der Ausstellung von Mirza Odabaşı, liebe Angehörige, liebe Freunde,
  
Der Philosoph Ernst Bloch hat 1963 über seine „Tübinger Einleitung in die Philosophie“ die folgenden Worte geschrieben:

Ich bin.
Aber ich habe mich nicht.
Darum werden wir erst.

Diese Worte sind meiner Generation, die in den sechziger Jahren ihre Jugend verlebt hat, als ein dunkles Rätsel erschienen, aber auch als eine Verheißung, deren Inhalt man eher erfühlen als klar erkennen konnte.

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Das Schaf des Großvaters


Mein Großvater baute nach dem Krieg sein von Bomben zerstörtes Haus in der Nordstr. 82 wieder auf. Durch Hinzunahme von bis dahin unbebauten Nachbargrundstücken entstand die Häuserzeile 76 – 86, in deren erstes Haus meine Eltern mit mir und meiner Schwester Sigrid im Jahre 1952 einzogen.
Am Giebel des Hauses hatte der Opa einen etwa 6 m hohen guten Hirten aus Eisenbändern anbringen lassen, den ein künstlerisch versierter Schlosser nach den Linien einer Vorlage hergestellt hatte.

Sonntag, 4. Dezember 2011

Zehn kleine Unsinnigkeiten (Zusammenfassung aus meinen Facebook-Posts)


In Facebook habe ich im Oktober 2011 zehn kurze Weisheiten veröffentlicht, jeden zweiten Tag eine, im November dann die hier gleich nachfolgen Unsinnigkeiten, sozusagen als Gegenprogramm. Beide sollen auf ihre Art Zeugnis davon ablegen, dass Weisheit und Unsinn sich wie Planeten um eine helle Sonne drehen, die unser Leben mit Licht und Wärme erfüllt.

Freitag, 25. November 2011

Weiteres Tonmaterial zum Tod meines Großvaters

Gerne möchte ich meinen vorigen Blogeintrag hier noch etwas ergänzen und weitere Tonbandabschnitte ins Netz stellen. Mir ging es beim ersten Hören des Tonbandes so, dass ich eigentlich nur die pathetische Rhetorik bemerkt und dabei das gestalterische Geschick des Großvaters übersehen habe. Während des Schneidens habe ich dann aber Einzelheiten entdeckt, die nach meinem Eindruck bemerkenswert sind, weil sie eine mich überraschende Gestaltungsfreiheit des Großvaters belegen.

Dienstag, 22. November 2011

Die letzten Minuten meines Großvaters


Vor ein paar Wochen habe ich über den eigenartigen Tod meines Großvatrers hier im Blog berichtet. Mittlerweile habe ich aus der Gemeinde Hunsheim die Tonbandaufzeichnung bekommen, auf der die Rede zu hören ist, die er wenige Minuten vor seinem Tod hält, aber auch der Moment, in dem sich wenig später der nächste Redner unterbricht und man im Hintergrund hören kann, wie der vom Schlag getroffene Großvater hinausgetragen wird.

Freitag, 11. November 2011

Eine kurfürstliche Grabstätte wiederentdeckt



 Mit etwas Wikipedia läßt sich eine Meldung des Remscheider General-Anzeigers aus meinem lieben Altenberger Heimatdom im Bergischen Land schnell ergänzen: die wiedergefundene Grabplatte gehört zum Grab eines Herzogs von Berg und seiner aus einer kurfürstlich Brandenburgischen Familie stammenden Frau Sybille.  Ihr Vater, Ihr Bruder, Ihr Neffe usw. waren jeweils Kurfürsten der immer erfolgreicher werdenden Preußen, wie man sie später nach Zuerwerb der preußischen Gebiete nennen wird. Sechs Generationen nach ihr wird in ihrer Familie der „Große Kurfürst“ und drei weitere Generationen später Friedrich der Große geboren.

Donnerstag, 10. November 2011

Zehn kleine Weisheiten (Zusammenfassung aus meinen Facebook-Posts)



In Facebook habe ich im Oktober 2011 zehn kurze Sätze veröffentlicht, jeden zweiten Tag einen. Sie sind mir alle irgendwann einmal als gute Ratschläge in meinem Leben gegeben worden. Die Hälfte davon wurde mir im persönlichen Gespräch weitergegeben, die andere Hälfte der Sätze ist allgemein bekannt; einer stammt aus der Bibel.


(I)
Ich beginne mit einer kleinen eher bäuerlichen Familienweisheit, die der Schriftsteller John Updike (1932 – 2009) von seinen Vorfahren übernommen hat:

Streiche die Butter auf den Rand zu, es kommt ganz von alleine genug in die Mitte.
(Butter towards the edges, enough gets into the middle anyhow).