Unsere Waldsiedlung wird nach Norden durch die Bahnlinie von
Potsdam nach Brandenburg begrenzt. Die Züge von Potsdam rauschen durch die tiefen
Kiefernwälder auf unsere Siedlung zu und treten auf dem Bahndamm, der zur
Brücke über die Havel führt, sichtbar und gut hörbar ins Freie etwa 200 m von
unserem Haus entfernt. Die Brücke ist kurz, weil es an dieser Stelle schon vor
dem Bau der Eisenbahn eine natürliche Verengung der Havel gab. Man musste nur
zwei kurze Dämme aufschütten und mit einer eisernen Brücke verbinden, um die
Bahnstrecke hier über die Havel zu führen.
Montag, 26. August 2019
Mittwoch, 21. August 2019
Havelurlaub (I) - über dunkle Kiefernwälder
In diesem Jahr liegt unser Ferienhaus in einer Waldsiedlung, die sich von der Havel aus etwa 2 km ostwärts in Richtung der Potsdamer Schlösser erstreckt. Das früher unbewaldete Gebiet wurde als "Wiese Gallin" um 1685 von den Brandenburger Kurfürsten angekauft, ihre Nachfolger forsteten später das Gebiet auf, um in dem Wald Enten zu jagen, die für die Tafel des Hofes bestimmt waren.
Nach 1918 verloren die preußischen Könige ihre Regierungsmacht, behielten aber Teile ihres privaten Grundbesitzes, so auch den Wald auf der früheren Wiese. 1928 wurde er von der Vermögensverwaltung der Hohenzollern in kleine Parzellen aufgeteilt und an Privatleute verkauft, die sich hier in Sichtweite der Havel ansiedeln wollten.
Sonntag, 21. Juli 2019
Das Göttliche im Nächsten
Die Gastfreundschaft vergesst nicht!
Denn dadurch haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. (Hebräer 13, 1 und 2)
Denn dadurch haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. (Hebräer 13, 1 und 2)
Ich möchte
heute über Gastfreundschaft sprechen. Mein Wunsch und meine Hoffnung ist es, dass wir
am Ende gemeinsam nach Hause gehen und den Glauben an die Engel in unserem
Herzen befestigt haben, die uns immer wieder einmal erwarten, wenn wir Gäste
einladen.
Dienstag, 16. April 2019
Bekehrungserlebnis in Notre Dame
Unweit des Altars in Notre-Dame ist eine Steinfliese in den Boden eingelassen, welche an die Bekehrung des Schriftstellers Paul Claudel in der Weihnachtsnacht 1886 erinnert. Claudel war damals als junger Skeptiker in die Kirche gekommen, lediglich auf der Suche nach etwas Romanstoff und hatte dann unter dem Eindruck des Chorgesangs "Magnificat" ein mystisches Erlebnis, das ihn für immer veränderte.
Sonntag, 27. Januar 2019
Gutes und Barmherzigkeit
Das letzte Gedicht, das John Updike wenige Wochen vor seinem Krebstod geschrieben hat, ist eng an den bekannten 23. Psalm ("Der Herr ist mein Hirte") angelehnt.
Am Ende des Gedichtes zitiert er die letzten Worte des Psalms und unterstreicht ihre Bedeutung, indem er seine eigenen Worte hinzufügt "mein Leben, für immer."
Am Ende des Gedichtes zitiert er die letzten Worte des Psalms und unterstreicht ihre Bedeutung, indem er seine eigenen Worte hinzufügt "mein Leben, für immer."
Donnerstag, 24. Januar 2019
Ein deutscher Gelehrter zwischen Juden und Muslimen (with English translation below)
Während unserer Israel-Reise haben wir an einem Abend einen
alten Gelehrten getroffen, der als evangelischer Theologe seit vielen Jahre in
Jerusalem lebt und sich umfangreiche Kenntnisse in jüdischer Gelehrsamkeit und
Frömmigkeit erworben hat. Der Kontakt kam durch die Vermittlung eines Bruders unseres
Reisegefährten Martin zustande und wurde zu einem Höhepunkt unserer Reise.
Der alte Mann war als junger Student zu Fuß nach Israel
gereist und hatte als einer der ersten deutschen Besucher nach dem Krieg das
Land betreten. Durch die Hochzeit mit einer französischen Jüdin hatte er sich
später tief mit dem Land verbunden – sich dabei aber auch seiner eigenen rheinischen
Landeskirche entfremdet, die nur eine evangelische Pfarrersfrau akzeptieren
wollte und seine Ordination deshalb ablehnte.
Sonntag, 20. Januar 2019
We need to touch people
Before my
first journey on the Abraham path in Palestine in 2013, I came across a man by
the name of Dr. Jacob Bronowski who was quite a famous scholar in Britain and had
made a series of films “The Ascent Of Man” for
the BBC. When he came to the end of the series,
he made a strange move. He brought his team with the cameras and microphones to
Auschwitz. There he stood on a patch of grass between the remains of the old
barracks, dressed in a suit, and talked about the dangers of absolute
knowledge.
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