Samstag, 10. Januar 2026

Ein herzliches Dankeschön

„Amen und Dank!“ schrieb mir vor ein paar Tagen ein lieber Freund, dem ich zu seinem Geburtstag (in den hohen Siebzigern) gratuliert hatte. Diese kurze Form hatte er wohl deshalb gewählt, weil zu seinem Geburtstag sehr viele Grüße und gute Wünsche eingegangen waren, die er nicht alle einzeln ausführlich beantworten konnte.

Ich wiederhole diese Worte heute ebenfalls „Amen und Dank!“ weil auch bei mir die Vielzahl der guten Wünsche (rund 100) eine individuelle Beantwortung schwierig macht. Ich bin von der großen Zahl überwältigt, weil ich bei zunehmendem Alter ein abnehmendes Interesse an meiner Person erwartet hatte. Das Netz der Kontakte wird nach meinem Eindruck im Alter dünner, vor allen Dingen, weil man älter werdend eher faul und nachlässig wird, solche Kontakte zu pflegen.


Aber - die Grüße und Glückwünsche gestern und auch noch heute haben mir das Gegenteil gezeigt. Und so ist es jetzt in meinem Herzen sehr warm.

Nochmal deshalb: Amen und Dank!

Montag, 5. Januar 2026

Adenauer


Als Konrad Adenauer am 15. September 1949 zum Bundeskanzler gewählt wurde, war ich ein halbes Jahr alt. Als er am 15. Oktober 1963 aus dem Amt schied, war ich 14 Jahre alt. Am Tag seiner Beerdigung am 25. April 1967 war ich 18, hatte bereits den Führerschein und konnte mit zwei Schulkameraden im Auto meiner Mutter nach Köln fahren. Die Schule hatte uns an diesem Tag freigegeben.

Wir haben uns vor dem Westportal des Doms den Einzug der prominenten Trauergäste angeschaut und sind später zum Südportal gelaufen, von wo der Trauerzug hinunter zum Rhein führte. Von dort wurde der Sarg auf einem Schiff in Adenauers Wohnort Rhöndorf gebracht, wo er auf dem örtlichen Friedhof bestattet wurde.
Ich habe eine ganze Reihe von Fotos gemacht, auf denen man mit etwas gutem Willen die Präsidenten Charles de Gaulle, Heinrich Lübke und Lyndon B. Johnson erkennen kann.. Sie gingen ohne erkennbaren Schutz durch die rechts und links an der Straße stehenden Menschenmengen. Auf den Dächern der Häuser waren jedoch immer wieder bewaffnete Posten zu erkennen.

Kennedy war vor etwas mehr als drei Jahren bei einer Fahrt im offenen Wagen erschossen worden. Mich wunderte damals, dass man vor der Wiederholung eines vergleichbaren Attentates nach meinem Eindruck wenig Angst hatte.

In der Kirche hat der damalige Kölner Kardinal Frings gesprochen. Davon habe ich allerdings nichts mitbekommen.