Nun habe ich mich in Gedanken so viel mit Reinhold Messner beschäftigt, daß ich es fast nicht für möglich hielt, als er plötzlich vor mir stand. Wir waren mit dem Rundgang durch seine zweite Burg, Schloß Sigmundskron bei Bozen, fertig und tranken in der Burgschänke eine Apfelsaftschorrle, da kam er gemessenen Schrittes den Burghof herunter und nach kurzer Zeit auch wieder herauf, so daß ich ausreichend Zeit hatte, ihn mehrfach zu fotografieren.
Anzusprechen war er nicht, er wurde von zwei Leuten befragt, vermutlich Journalisten, denen er in schönem Italienisch antwortete. Ich dachte an Helge Schneider und sein „Reinhold-Helge-Spiel“ (die beiden zusammen am Südpol, „Sag ich, Reinhold, wat is denn nu? Sagt er; Helge, watt is? Sag ich, Reinhold, sagt er, Helge, Reinhold – Helge – Helge –Reinhold – dat ging so viereinhalb Monate lang).
Märchenhaft der Gang „in den Berg“. Da leuchten Kristalle, und geheimnisvolle Lichter dringen aus Schächten nach unten. Ein Kind stand wie verzaubert vor diesem Licht, ich habe es mit langer Belichtungszeit fotografiert.
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