Sonntag, 15. März 2020

Kundig, weise, fähig zu unterscheiden



Gott sprach zu Salomo: Weil du weder um langes Leben bittest noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um Verstand, auf das Recht zu hören, siehe, so tue ich nach deinen Worten.
( Losung vom heutigen 15. März, aus 1. Könige 3,11-12)

Heute beginnt die Woche, die für viele von uns die vielleicht größten Veränderungen mit sich bringt, die wir in unserem bisherigen Leben mitmachen mussten. Es drohen die größten Gefahren, die unser Volk seit dem überstandenen Weltkrieg durchlebt hat.

Da ist es gut, ein Wort in der Bibel zu finden, das uns das noch einmal vor Augen führt, was in schwierigen Situationen eine der wichtigsten Tugenden ist: Unterscheidungs-vermögen und Weisheit.

Freitag, 7. Februar 2020

Amen

Kirche in Pfrondorf
In der Dorfkirche von Pfrondorf bei Tübingen habe ich Ende der sechziger Jahre häufiger die Predigten des Pfarrers Heinrich Buhr (1912-2001) gehört, der ein Freund meines Tübinger Onkels war. Mein Onkel, obzwar Baptist, nahm mich zu den Pfrondorfer Gottesdiensten öfters einmal mit. Pfarrer Buhr hatte in Freiburg Philosophie studiert und dort bei Heidegger promoviert. Danach war er jedoch zur Theologie gewechselt und war ein Zeit seines Lebens umstrittener.Pfarrer geworden. 

Samstag, 18. Januar 2020

Hölderlin

Franz Karl Hiemer 1792:
Hölderlin
Vielleicht stellt man sich Friedrich Hölderlin am besten als den schönen 22 jährigen Jüngling vor, den das Pastellbild des Malers Hiemer zeigt, und nicht als den geistig verwirrten älteren Menschen, der in der zweiten Hälfte seines Lebens 36 Jahre auf die Betreuung des Schreinermeisters Zimmer im Tübinger Turm angewiesen war.

Schon seine Mutter muss eine sehr schöne Frau gewesen sein, die nach dem frühen Tod von Hölderlins Vater als "die schöne Witwe" bezeichnet wurde. Auch ihr zweiter Mann verstarb nach wenigen Ehejahren. Sie war durch die wirtschaftlichen Erfolge ihrer Ehemänner und durch eigene Erbschaft eine vermögende Frau und konnte über ihr ganzes Leben ihren Sohn finanziell unterstützen. Das war immer dann notwendig, wenn er wieder eine der nur schmal besoldeten Stellen als Hauslehrer oder Bibliothekar verloren hatte, und natürlich besonders, wenn der Ertrag aus seinen Schriften ausblieb - was häufig der Fall war.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Hilf meinem Unglauben



Dieses Wort, welches für das Jahr 2020 als biblisches Losungswort der Kirchen* ausgesucht wurde, hat mich angenehm berührt, als ich es vor vielen Jahren zum ersten Mal gehört habe. Ich muss damals schon halbwegs erwachsen gewesen sein, denn solche Worte wurden nach meiner Erinnerung den Kindern in unserer Kirche nicht vorgelesen.

Vermutlich hat man sie ihnen vorenthalten, weil diese Worte viel zu offen über den Unglauben sprechen. Aber gerade das hat mir wiederum dann gefallen.

Der Unglauben wird ansonsten in der Bibel in vielfältiger Weise getadelt. Hier an dieser Stelle wird er aber als eine den Menschen gegebene Denkweise vorausgesetzt – und überwunden (nachzulesen im Markus-Evangelium im 9. Kapitel).

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Gott ist gut


Am ersten Adventswochenende war ich in Berlin und habe auf dem Weg dorthin ein Buch von Heidegger zu Ende gelesen, das erste Heidegger-Buch in meinem Leben. In Berlin war ich dann - vollkommener Szenenwechsel - eingeladen zu einem eindrucksvollen Gospelkonzert des schwarzen Pastors Kirk Smith. An zwei aufeinanderfolgenden Abenden war die große Gustav-Adolf-Kirche im Berliner Norden bei seinen Konzerten bis auf den letzten Platz gefüllt.

Samstag, 16. November 2019

Gegen den Hass


Eine Predigt auch für die Nutzer von Facebook, die dort den Hass in vielfältiger Weise kennen lernen. Mit Dr. Kim Strübind aus Oldenburg verbindet mich manche Fehde auf Facebook - aber den Hass haben wir immer draußen gelassen.

Montag, 2. September 2019

Havelurlaub (VI) – wo Theodor Fontane einst saß



Mit Sohn Matthias im Garten von
Baumgartenbrück
In Brandenburg ist eigentlich immer Fontane-Jahr, weil seine "Wanderungen in der Mark Brandenburg" das Land für immer aufgewertet haben. Aber in diesem Jahr, in dem sich der Geburtstag des Dichters zum 200. Mal jährt, lässt sich die Begeisterung noch weiter steigern.

Einen besonderen Grund zum Feiern hat dabei Herr Frank Herrmann in Geltow bei Potsdam, der an der Havel in sechster Generation die Gaststätte Baumgartenbrück betreibt. Hier ist Fontane gewesen, im Sommer 1869, so dass man in diesem Jahr 150 Jahre Fontane feiern kann. Aber das ist nicht alles.